Die türkische Männer-Volleyballnationalmannschaft hat auf internationalem Parkett Sportgeschichte geschrieben. Mit einem hart umkämpften, aber letztlich souveränen 3:1-Erfolg gegen den Iran sicherten sich die „Filenin Efeleri“ erstmals in ihrer Historie die Qualifikation für die prestigeträchtige Finalrunde der FIVB Volleyball Nations League (VNL). Durch diesen wegweisenden Erfolg im letzten Spiel der dritten Turnierwoche beendete das Team die Vorrunde mit einer starken Bilanz von acht Siegen und insgesamt 22 Punkten. Die türkische Auswahl löste damit das Ticket für die mit Spannung erwarteten VNL Finals, die vom 29. Juli bis 2. August 2026 im chinesischen Ningbo ausgetragen werden.
Fehlstart repariert: Filenin Efeleri drehen das Match nach Satzrückstand
Die Begegnung in der Arena der serbischen Metropole entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe für das von Beginn an geforderte türkische Team. Die Schiedsrichter Dominga Lot aus Italien und Kenneth Aro aus Finnland leiteten ein Duell, das für die Türkei in der Belgrad Arena zunächst mit einem herben Dämpfer begann. Im ersten Durchgang agierte die Mannschaft verunsichert, leistete sich zu viele unnötige Fehler und verlor den Satz folgerichtig klar mit 17:25 gegen die gewohnt spielstarken Iraner. Doch die Auswahl bewies enorme Moral, stabilisierte die Annahme und schlug im zweiten Durchgang durch ein knappes, aber verdientes 25:22 zurück. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen dominierten die Akteure um Ahmet, Murat, Gökcen, Bedirhan, Adis, Efe und Libero Berkay fortan das Geschehen auf dem Feld nach Belieben. Der dritte Satz ging mit 25:16 überaus deutlich an die Türkei, ehe das Team im vierte Abschnitt mit einem 25:19 nach einer Gesamtspieldauer von 111 Minuten den historischen Triumph endgültig unter Dach und Fach brachte. Auch die eingewechselten Kräfte wie Mirza, Kaan, Hilmi und Cafer fügten sich nahtlos ein und hielten den Druck auf die iranische Formation hoch.
Hochkaräter warten im Viertelfinale: Das Rennen um den Titel ist eröffnet
Der exakte Gegner der Türkei für das anstehende Viertelfinale in China steht aktuell noch nicht fest und wird erst nach dem endgültigen Abschluss aller noch ausstehenden Gruppenspiele ermittelt. Nach den bisherigen Hochrechnungen gilt ein direktes Duell mit den absoluten Weltklasse-Nationen Polen, Slowenien oder den USA als äußerst wahrscheinlich. Im Falle eines sensationellen Halbfinaleinzugs könnten zudem Bulgarien oder die Ukraine auf die Auswahl warten. Auf dem Programm des letzten, entscheidenden Vorrundenspieltages stehen noch hochkarätige Begegnungen wie Ukraine gegen Deutschland, Serbien gegen Slowenien, Bulgarien gegen Frankreich sowie das Spitzenspiel USA gegen Polen. Der Iran, der in dieser Partie unter anderem auf die Akteure Morteza, Mohammad, Arshia, Haghparast, Nima, Haji sowie die Liberos Hazrat und Hossein setzte, verpasste durch die Niederlage trotz Gegenwehr einen versöhnlichen Turnierabschluss.
Spielinformationen
Austragungsort: Belgrad Arena
Schiedsrichter: Dominga Lot (Italien), Kenneth Aro (Finnland)
Türkei
Ahmet, Murat, Gökçen, Bedirhan, Adis, Efe, Berkay (Libero)
Eingewechselt: Mirza, Kaan, Hilmi, Cafer
Iran
Morteza, Mohammad, Arshia, Haghparast, Nima, Haji, Hazrat (Libero)
Eingewechselt: Ilshan, Poriya, Mohsen, Eisa, Hossein (Libero), Nasri
Satzergebnis
- 17:25
- 25:22
- 25:16
- 25:19
Endstand: Türkei – Iran 3:1
Spieldauer: 111 Minuten

