Die türkische Volleyball-Nationalmannschaft der Männer hat ihr fünftes und entscheidendes Gruppenspiel bei der CEV-Europameisterschaft 2026 verloren und ist vorzeitig aus dem Turnier ausgeschieden. In der BT Arena unterlag das Team um Kapitän und Zuspieler Murat Yenipazar der Auswahl aus Lettland mit 1:3 (24:26, 25:23, 24:26, 16:25). Während die Balten durch diesen Erfolg als Vierter der Gruppe D den Einzug ins Achtelfinale perfekt machten und dort auf Weltranglisten-Spitzenreiter Polen treffen, treten die Türken nach der 120-minütigen Begegnung unter der Leitung der Schiedsrichter Vlastimil Kovar aus Tschechien und Maria de las Olas Rodriguez Machin aus Spanien die Heimreise an.
Der erste Durchgang gestaltete sich von Beginn an extrem ausgeglichen. Nach einem Stand von 12:12 nutzte Jansons seine Aufschlagserie, um den lettischen Vorsprung auf 12:15 auszubauen. Die Letten hielten die Führung dank stabiler Annahme bis zum 17:20 aufrecht, ehe Kaan Gürbüz die Türken mit einer starken Aufschlagserie zum 21:21 heranbrachte. Der Satz ging schließlich beim Stand von 24:24 in die Verlängerung, in der Lettland durch einen Angriffspunkt sowie einen entscheidenden Blockpunkt nach 31 Minuten knapp mit 26:24 die Oberhand behielt.
Türkei antwortet mit Satzausgleich nach umkämpfter Schlussphase
Den zweiten Spielabschnitt begann die türkische Vertretung dank einer Serie von Murat Yenipazar druckvoller und führte schnell mit 11:8 sowie 15:12. Auf einen Zwischenspurt der Letten reagierte die Mannschaft prompt: Ein Ass von Ahmet Samet Baltacı und erfolgreiche Blockaktionen stellten den Vorsprung auf 18:14. Obwohl Lettland kurz vor Satzende beim 22:22 noch einmal ausgleichen konnte, behielt die Mannschaft im Endspurt die Nerven und entschied den Durchgang nach 31 Minuten mit 25:23 für sich.
Auch im dritten Satz schenkten sich beide Teams nichts. Nach einem anfänglichen 7:10-Rückstand drehte die Türkei das Spiel mit fünf Punkten in Folge bei Aufschlag Murat Yenipazar zur 12:10-Führung. Lettland antwortete mit einem 5:1-Lauf zum 13:15, ehe Gökçen Yüksel erneut zum 19:19 ausglich. In der hektischen Schlussphase wehrte die Türkei bei 22:24 zwei Satzbälle ab und erzwang erneut die Verlängerung. Ein eigener Aufschlagfehler sowie ein anschließender Punkt von Smits besiegelten nach 33 Minuten den 26:24-Satzgewinn für Lettland, das damit nach Sätzen mit 2:1 in Führung ging.
Einbruch im vierten Satz besiegelt den K.-o.
Der vierte Durchgang entwickelte sich früh zu einer einseitigen Angelegenheit für die gegnerische Mannschaft. Lettland erwischte den deutlich besseren Start und setzte sich vorentscheidend auf 9:17 ab. Die türkische Auswahl um Akteure wie Mert Matic, Ahmet Tümer und Efe Bayram fand keine Mittel mehr, um die Niederlage abzuwenden. Lettland marschierte souverän durch den Satz, schloss diesen nach 25 Minuten mit 25:16 ab und verwandelte den Matchball zum 3:1-Endstand.
Spielinformationen
Halle: BT Arena
Schiedsrichter: Vlastimil Kovar (Tschechien), Maria de las Olas Rodriguez Machin (Spanien)
Türkei: Mert Matic, Murat Yenipazar, Gökcen Yüksel, Ahmet Tümer, Kaan Gürbüz, Efe Bayram (Abdulsamet Yalcin, Yunus Emre Tayaz, Ahmet Samet Baltaci, Yasin Aydin, Hilmi Sahin)
Lettland: Freimanis, Skruders, Medenis, Dudens, Jansons, Smits (Kronbergs, Silavs, Rokjans, Dardzans, Landzans)
Sätze: 24:26, 25:23, 24:26, 16:25
Dauer: 120 Minuten (31, 31, 33, 25)

