Im Weltfußball bahnt sich ein gewaltiger Machtkampf an. Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände haben unter der Führung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin den offenen Konfrontationskurs gegen die FIFA gesucht. Stein des Anstoßes sind die Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Teile der Übertragungs- und Eigentumsrechte an der Weltmeisterschaft sowie der Klub-Weltmeisterschaft an externe Investoren zu verkaufen. Hinter den Kulissen formiert sich Widerstand, und mit Nasser Al-Khelaifi wurde bereits ein prominenter Gegenkandidat für das Präsidentenamt gehandelt.
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Europäische Funktionäre bringen PSG-Chef Al-Khelaifi ins Spiel
Um tiefgreifende Veränderungen an der Spitze des Weltverbandes durchzusetzen, suchen hochrangige europäische Fußballfunktionäre nach einer Alternative zu Gianni Infantino. Wie die Zeitung The Telegraph und das Politikportal Politico übereinstimmend berichten, sehen führende Köpfe im 52-jährigen Präsidenten von Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi, den idealen Herausforderer bei der im kommenden Jahr anstehenden FIFA-Präsidentschaftswahl. Ein hochrangiger Funktionär stellte klar, dass man jeden Kandidaten unterstützen werde, der bereit sei, gegen Infantino anzutreten.
Der Beschuldigte selbst ließ die Spekulationen jedoch umgehend dementieren. Ein offizieller Sprecher erklärte unmissverständlich: „Herr Al-Khelaifi hat keinerlei Ehrgeiz, Absicht oder Interesse daran, eine Rolle innerhalb der FIFA oder im Zusammenhang mit all diesen übertriebenen Medienberichten zu übernehmen.“ Zudem betonte die Seite des Katarers, dass dieser die internationalen und europäischen Fußballinstitutionen weiterhin konstruktiv unterstützen werde.

UEFA droht mit komplettem Boykott aller FIFA-Turniere
Die Fronten zwischen den Verbänden sind nach den Plänen zur Auslagerung von Vermarktungsrechten verhärtet. Neben der UEFA äußerten auch der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF sowie die asiatische Konföderation AFC deutliche Kritik an der Strategie der FIFA. Der europäische Dachverband zog nun die Reißleine und veröffentlichte eine historische gemeinsame Erklärung aller 55 Mitgliedsverbände, in der offen mit dem Boykott sämtlicher FIFA-Wettbewerbe gedroht wird.
In dem Statement auf der offiziellen Website der UEFA heißt es wörtlich: „Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen. Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Eigentumsrechte an der FIFA-Weltmeisterschaft und anderen FIFA-Wettbewerben an private Investoren zu übertragen, einstimmig und entschieden ab. Als Ergebnis der heutigen Gespräche gilt: Solange dieser Vorschlag nicht vollständig zurückgezogen wird und solange keine verbindlichen Garantien vorliegen, dass die FIFA ihre Führung oder ihre Wettbewerbe künftig niemals wieder für privates Eigentum öffnet, wird keine Nationalmannschaft eines UEFA-Mitgliedsverbandes an einem FIFA-Turnier teilnehmen.“


