Im Vorfeld des entscheidenden Rückspiels der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League gegen den österreichischen Vertreter SK Sturm Graz hat Fenerbahce-Cheftrainer Ismail Kartal die klare Marschroute für seine Mannschaft vorgegeben. Trotz der günstigen Ausgangslage aus dem Hinspiel warnte der erfahrene Übungsleiter auf der offiziellen Pressekonferenz im Grazer Liebenauer Stadion vor jeglicher Nachlässigkeit. Der Klub aus Istanbul reist mit dem klaren Anspruch an, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen und aktiv den Einzug in die nächste Runde zu erzwingen.
Klare Haltung trotz Hinspiel-Vorteil: Kartal fordert aktiven Fußball
Bei der Pressekonferenz im Liebenauer Stadion, stellte der Chefcoach unmissverständlich klar, dass sich seine Elf keineswegs auf dem Polster des 2:0-Hinspielerfolgs ausruhen werde. „Das Hinspiel hat uns einen Vorteil verschafft, aber noch nicht das Weiterkommen gesichert. Wir wissen, was unser Gegner vorhat. Uns ist bewusst, dass wir im Vorteil sind. Wir sind nicht hierhergekommen, um das Ergebnis zu verteidigen, sondern um mit unserem eigenen Spiel die nächste Runde zu erreichen. Für uns gibt es morgen nur ein Ziel: das Spiel gegen Sturm Graz und anschließend mit dem Weiterkommen im Gepäck nach Istanbul zurückzukehren“, betonte Kartal.
Der Trainer zeigte großen Respekt vor der Heimstärke der Österreicher, sieht sein Team jedoch bestens gewappnet. „Sturm Graz ist zu Hause eine spielstarke Mannschaft, die mit sehr viel Druck agiert. Darauf haben wir uns vorbereitet. Wir haben nur ein Ziel: Wir wollen die nächste Runde erreichen und nach Istanbul zurückkehren“, bekräftigte der Übungsleiter die Siegesabsicht der Gelb-Marineblauen.
Ausfall von Jayden Oosterwolde: Volles Vertrauen in die Kaderbreite
Auch die verletzungsbedingte Hiobsbotschaft um Verteidiger Jayden Oosterwolde bringt das Gefüge von Fenerbahce laut dem Cheftrainer nicht aus dem Gleichgewicht. Der Übungsleiter verwies auf die exzellente Arbeit der Vereinsführung bei der Kaderzusammenstellung und unterstrich das tiefe Vertrauen in seine verbleibenden Akteure. „Unser Transferkomitee führt den Transferprozess in seinem Bereich sehr sorgfältig und gut durch. Wir konzentrieren uns auf das Spielfeld. Wir bleiben bei den sportlichen Dingen. Oosterwolde hat sich eine Verletzung zugezogen, die wir uns natürlich nicht gewünscht haben. Wir haben aber Spieler, die ihn ersetzen können. Alle unsere Spieler sind wertvoll und wir vertrauen jedem einzelnen von ihnen sehr. Da wir einen Spieler haben, der seinen Platz einnehmen kann, glaube ich nicht, dass wir dadurch Probleme bekommen werden“, so Kartal optimistisch.
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Variable Matchpläne und individuelle Klasse in der Offensive
Im Hinblick auf die taktische Ausrichtung betonte der Trainer die Wichtigkeit von Flexibilität und gegnerspezifischer Vorbereitung. Ziel sei es, die unterschiedlichen Stärken im Kader gewinnbringend zu rotieren. Ein wesentlicher Baustein des Erfolgs sei das harte Einstudieren von Spielzügen im Training, die schließlich durch die außergewöhnliche individuelle Klasse der Offensivakteure vollendet werden.
Besonders die Mittelfeldachse und die Angriffsreihe hob der Coach lobend hervor. „Wir haben mit Guendouzi und Kante zwei Mittelfeldspieler. Sie kontrollieren und sichern das Zentrum sehr gut. Und vorne ist es für uns ein Vorteil, dass erfahrene Spieler wie Asensio, Talisca, Greenwood und Kerem ihre Chancen in Tore verwandeln können. Im Hinspiel konnten wir zwei Chancen nutzen, aber wir hätten mindestens noch einige weitere Tore erzielen können. Wir denken von Spiel zu Spiel und richten uns nach dem jeweiligen Gegner. So werden wir bis zum Ende der Saison weitermachen“, erläuterte Ismail Kartal die Philosophie.
Druckresistenz und das Defensiv-Duo Nathan Ake und Milan Skriniar
Auf den erwarteten Hexenkessel und die lautstarke Kulisse auf den Rängen sieht der Cheftrainer seine Mannschaft bestens vorbereitet. Seine Spieler agierten seit Jahren auf allerhöchstem Niveau und seien an stimmungsvolle Drucksituationen gewöhnt, sodass am Spieltag jeder Einzelne seine Maximalleistung abrufen werde.
Besonderes Lob zollte Kartal der neu formierten Abwehrzentrale um Nathan Ake und Kapitän Milan Skriniar, die hervorragend miteinander harmonieren. „Ake hat bei einigen der größten Klubs der Welt gespielt. Er hat große Erfolge gefeiert. Auch bei der vergangenen Weltmeisterschaft kam er für die niederländische Nationalmannschaft zum Einsatz. Er ist ein sehr professioneller Spieler und ein großartiger Mensch. Gemeinsam mit unserem Mannschaftskapitän Milan Skriniar bildet er ein sehr gutes Duo. Sie harmonieren hervorragend miteinander. Wir können den Ball von hinten besser herausspielen“, analysierte Kartal.
Der Coach hob dabei hervor, dass die hervorragende Kommunikation der beiden Routiers das gesamte Kollektiv stabilisiere, erinnerte jedoch daran, dass die Verteidigung bereits in der Sturmspitze beginne. „Da beide sehr erfahrene Spieler sind, stehen sie untereinander sowie mit den Spielern vor und neben ihnen ständig in Kontakt. Dank dieser sehr guten Kommunikation bestreiten und beenden wir unsere Spiele. Die Mannschaftsverteidigung beginnt ganz vorne. Unsere Offensivspieler stehen kompakt und leisten dadurch gute Defensivarbeit. Gleichzeitig wird die Mannschaft von hinten dirigiert, weshalb es momentan gut läuft. Wir haben aber noch einen Weg vor uns. Wir haben noch Potenzial, uns weiter zu verbessern. Ich denke, dass uns das auch gelingen wird“, zeigte sich der Trainer überzeugt.
Bezüglich möglicher weiterer Bewegungen auf dem Transfermarkt hielt sich der Übungsleiter abschließend bedeckt und erklärte, dass sowohl auf als auch neben dem Platz intensiv gearbeitet werde, um die besten Entscheidungen für Fenerbahce zu treffen, die zum richtigen Zeitpunkt verkündet werden.



3 Kommentare
Und du darfst nicht mal aus dem Keller
Ismail hoca redet viel, aber er kann nicht mal einen einfachen Satz wie „wir wollen das morgige Spiel gewinnen“ sagen, warum nicht?
Nach meinem persönlichen Verständnis ist „wir wollen Weiterkommen“ nicht das Selbe wie „wir wollen das Spiel gewinnen“ oder ist hier jemand anderer Meinung?
Natürlich verstehe ich ganz genau wie das Hirn türkischer Fussballtrainer im Endeffekt funktioniert, wenn man sagt, dass man das Spiel gewinnen will und es dann nicht tut, dann bietet man damit eine große persönliche Angriffsfläche, aber wenn man nur sagt, dass man Weiterkommen will, dann reicht dafür auch eine knappe Niederlage oder ein glanzloses Unentschieden d.h. dass man damit sicherer rudert und weniger persönliche Angriffsfläche bietet.
Trotzdem erwarte ich von einem FB Trainer, dass er gegen eine Mannschaft wie Sturm Graz das ein Sechstel des Martwertes unseres Kaders hat sagen kann, dass man das morgige Spiel gewinnen will, ich meine das ist doch echt nicht zuviel verlangt oder etwa doch?
Haa, eigentlich ist es ganz einfach, wenn wir das erste Tor schießen, sind wir so gut wie weiter, sollte aber Sturm das erste Tor erzielen, dann wirds nochmal richtig spannend, auch das kann Ismail hoca einfach nicht sagen, deshalb sage ich es für ihn….
Weder als Fußballer noch als Trainer, Ismail Kartal hayatında hiç Şampiyonlar Ligi görmemiş. Nur im TV izlemiş.