Vertrauen trotz Defiziten: Trabzonspor-Präsident Ertugrul Dogan kündigt Nachbesserungen im Winter an
Nach dem eindrucksvollen 4:0-Heimsieg von Trabzonspor gegen Galatasaray am sechsten Spieltag der Trendyol Süper Lig hat sich Klub-Präsident Ertugrul Dogan ausführlich den Fragen der Pressevertreter gestellt. Trotz des klaren Erfolges im Topspiel sprach das Vereinsoberhaupt offen über noch vorhandene Schwachstellen im Kader und versprach gezielte Verstärkungen für die kommende Transferperiode. Gleichzeitig richtete er einen dringenden Appell an die bordeauxrot-blauen Anhänger, schwärmte von der Wirkung des Weltstars Mohamed Salah auf die Stadt und übte scharfe Kritik an der Schiedsrichterleistung.
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Winter-Transfers nach Trainerwunsch und Appell an die Fans
Hinsichtlich der Ambitionen im Rennen um die Tabellenspitze betonte der Klubchef, dass die Zusammenstellung des Teams primär darauf ausgerichtet gewesen sei, die eigenen Anhänger glücklich zu machen. „Als wir diesen Kader zusammengestellt haben, war unser einziger Gedanke, wie wir unsere Fans und unsere Gemeinschaft zufriedenstellen können. Haben wir noch Defizite? Ja, die haben wir. In der Winterpause werden wir auch diese beheben“, stellte Ertugrul Dogan klar. Auf dem Transfermarkt werde man strikt nach den Wünschen des neuen Cheftrainers Thomas Reis agieren und die notwendigen Schritte einleiten.

In diesem Zusammenhang bat das Vereinsoberhaupt die eigene Anhängerschaft um Geduld und durchgängige Unterstützung bis zum Öffnen des Transferfensters. „Meine Bitte an unsere Fans und unsere Gemeinschaft lautet: Sie sollen diese Mannschaft bis zur Transferperiode in jeder Hinsicht unterstützen. Wir haben einen neuen Trainer und wertvolle Spieler. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir tun, was notwendig ist. Hoffentlich werden wir alle gemeinsam die Spitze erreichen“, zeigte sich der Präsident optimistisch.
Dank an die Anhänger in der Ferne
Einen besonderen Dank richtete der Klubchef an die im Ausland und außerhalb der Region lebenden Anhänger, insbesondere aus den Städten Trabzon, Rize und Giresun. Wie aus den Erklärungen gegenüber den Medien hervorgeht, schätze man den enormen Rückhalt bei den Dauerkarten und Trikotverkäufen seit Saisonbeginn zutiefst. „Gott sei Dank unterstützen uns unsere Landsleute in der Ferne seit Saisonbeginn sowohl bei den Dauerkarten als auch bei den Trikots von ganzem Herzen. Wenn sie fern der Heimat leben, ist die Sehnsucht nach Trabzonspor noch einmal eine andere. Sie zeigen uns das bei jeder Gelegenheit. Ich denke, dass wir ihnen heute wirklich einen schönen Sieg geschenkt haben. Es war sehr schön. Es war unserer Gemeinschaft würdig“, schwärmte der Funktionär über den Zusammenhalt.

Sonderlob für Mohamed Salah: „Ein Weltstar mit herausragendem Charakter“
Einen breiten Raum in den Ausführungen nahm die Personalie Mohamed Salah ein. Der ägyptische Superstar sei nicht nur sportlich ein Gewinn, sondern präge die gesamte Region. „Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Er ist ein Weltstar. Abgesehen davon, dass er ein Weltstar ist, besitzt er auch wirklich einen herausragenden Charakter. Er hat einen unglaublichen Charakter und ist ein bescheidener Mensch“, vollzog der Klubchef eine Elogen auf den Angreifer.
Auch zu den viel beachteten Ausflügen des Stürmers auf die regionalen Hochebenen bezog der Präsident Stellung und räumte mit Gerüchten über PR-Aktionen auf. „Entgegen dem, was die Menschen erwarten, geht es ihm derzeit einzig und allein darum, sich an die Stadt zu gewöhnen. Wir selbst schaffen es nicht dorthin, während er eine schöne Zeit auf den Hochebenen verbringt. Übrigens denkt jeder, dass das geplant sei. Es gibt überhaupt keinen Plan, das geschieht vollkommen auf seine eigene Initiative. Dank ihm trägt er auch zur Bekanntmachung der Stadt bei. Er ist ein sehr anständiger und guter Mensch“, gab der Klubchef tiefere Einblicke.

Speziell für den jungen Kader von Trabzonspor sei die Anwesenheit des Ägypters unbezahlbar. „Ich sage es immer wieder: Wir haben einen sehr jungen Kader. Für die Entwicklung dieser Spieler sind Vorbilder wie Mohamed Salah sehr wichtig. Wir sollten Salah nicht nur als einen Transfer betrachten. Salah ist ein Beitrag zur Vision einer Stadt und ein Mehrwert für unsere geschätzten Fans. Der wichtigste Punkt ist für mich jedoch die Botschaft an die Kinder, die Trabzonspor unterstützen. Sie waren sehr wichtig. Und Salah gibt ihnen seit dem Tag seiner Ankunft etwas zurück“, unterstrich der Funktionär die Vorbildfunktion des Stars.
Scharfe Schiedsrichter-Kritik trotz Kantersieg
Trotz des klaren Erfolges sparte Ertugrul Dogan nicht mit deutlicher Kritik an den Unparteiischen. Konkret prangerte er eine Schlüsselszene aus der 80. Spielminute an, in der eine harte Attacke erst nach VAR-Eingriff geahndet wurde. „In der 80. Minute der Partie ereignet sich direkt vor dem Schiedsrichter eine Szene. Der Spieler tritt zu, um seinem Gegner den Fuß zu brechen. Warum zeigst du für eine Szene, die sich zwei Meter vor dir abspielt, nicht die Rote Karte? Die Situation ist eindeutig zu erkennen. Warum gibst du sie nicht? Jeder investiert Arbeit. Jeder macht seinen Job. Warum wird diese Szene ignoriert? Erst nachdem der VAR ihn darauf aufmerksam macht, zeigt er die Karte“, empörte sich der Präsident gewaltig.

Der Klubchef forderte die Spielleiter auf, auf dem Feld wieder selbstverantwortlich zu entscheiden. „Mit dieser Einstellung kommen sie nirgendwohin. Entscheidet nach dem, was ihr auf dem Spielfeld seht. Ich habe den Vorsitzenden der MHK mehrfach zum Rücktritt aufgefordert, aber der TFF-Präsident möchte, dass er im Amt bleibt. Wir sagen uns, dass er wohl etwas wissen wird“, stichelte der Vereinsboss gegen die Schiedsrichterführung.
Abschließend fand er noch drastischere Worte zur Wahrnehmung der Referee-Gilde in Spielen der Bordeauxrot-Blauen. „Ich weiß nicht, ob man diesen Schiedsrichtern eine Brille geben muss oder ob sie ein Problem mit ihren Augen haben. Bei Trabzonspor-Spielen passiert etwas mit den Augen dieser Schiedsrichter. So etwas sollte niemandem angetan werden“, wetterte der Klubchef zum Abschluss der Medienrunde.



