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Bei Galatasaray wirken die Nachwehen der deutlichen 0:4-Niederlage gegen Trabzonspor weiter massiv nach. Insbesondere Cheftrainer Okan Buruk ist nach dem enttäuschenden Auftritt in das Zentrum der Kritik gerückt. Wie aus einem Bericht der Zeitung Sabah hervorgeht, werden die kritischen Stimmen gegenüber dem erfahrenen Übungsleiter mittlerweile auch innerhalb der eigenen Vereinsführung zunehmend lauter. Einige Funktionäre des gelb-roten Klubs sollen die Versäumnisse und Schwachstellen der aktuellen sportlichen Phase in einem internen Mängel-Katalog mit genau neun Kritikpunkten zusammengefasst haben.
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Taktische Stagnation und fehlende Gegneranalyse im Visier
An erster Stelle werfen Teile der Führung dem Trainer eklatante Defizite beim Spielplan und bei der Analyse des Gegners vor. Zudem bemängeln die Verantwortlichen, dass nahezu jede Partie starr mit derselben Taktik angegangen werde, ohne auf die spezifischen Stärken und Schwächen des jeweiligen Kontrahenten einzugehen. Ein zentraler Vorwurf betrifft dabei das sture Festhalten am 4-2-3-1-System, obwohl Schlüsselspieler wie Yunus Akgün, Baris Alper Yilmaz und Leroy Sane zuletzt deutliche Formschwächen offenbarten. Auch die verpasste Gelegenheit, die offensichtliche Schwäche von Trabzonspor im Mittelfeld gezielt auszunutzen, wird dem Coach intern schwer angelastet.

Personelle Rätsel und geforderte Systemumstellungen
Neben den taktischen Abläufen stehen auch personelle Entscheidungen im Mittelpunkt der vereinsinternen Debatte. So stellen die Funktionäre offen die Frage, warum Star-Neuzugang Ilkay Gündogan derzeit nicht zum Einsatz kommt, und fordern gleichzeitig vehement, dass Aleksey Batrakov unbedingt auf der Position hinter der Spitze aufgestellt werden muss. Um die Anfälligkeit beim Übergang von der Abwehr in die Offensive zu beheben, müsse das defensive Mittelfeld dringend verstärkt und die hohen Ballverluste reduziert werden. Angesichts der anhaltenden Probleme auf der Rechtsverteidigerposition regen Teile des Vorstands zudem das Testen eines 3-4-3-Systems an. Sobald Wilfried Singo nach seiner Verletzung zurückkehrt, solle wiederum der Wechsel auf eine Formation im 4-4-2-System ausprobiert werden.

Fehlende Flexibilität bei Ausfällen und Disziplinlosigkeit
Ebenfalls auf wenig Verständnis stößt in der Chefetage das unbeirrte Festhalten an der gewohnten Taktik, obwohl die schwerwiegenden Ausfälle von Schlüsselspielern wie Mario Lemina, Victor Osimhen und Wilfried Singo ersichtlich nicht kompensiert werden konnten. Zu guter Letzt richtet sich der Unmut der Verantwortlichen auch gegen das Auftreten des Cheftrainers an der Seitenlinie: Okan Buruk müsse dringend damit aufhören, sich in nahezu jedem Spiel eine Verwarnung oder Karte durch das Schiedsrichtergespann einzufangen. Die kommenden Wochen dürften für den Trainer damit zu einer wegweisenden Bewährungsprobe werden.



