Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League hat Fenerbahce einen wichtigen Schritt in Richtung der nächsten Runde gemacht. Der türkische Spitzenklub besiegte den österreichischen Vertreter SK Sturm Graz vor heimischer Kulisse souverän mit 2:0 und erspielte sich eine exzellente Ausgangslage vor dem Rückspiel in einer Woche in Österreich. Überschattet wurde der verdiente Erfolg jedoch von einer verletzungsbedingten Auswechslung in der ersten Halbzeit.
Frühe Führung und Schockmoment um Jayden Oosterwolde
Die Begegnung begann für die Hausherren nach Maß. Bereits in der 10. Minute nahm Anderson Talisca ein Anspiel von Kerem Aktürkoglu mit dem Rücken zum Tor auf, setzte sich entschlossen gegen seinen Gegenspieler durch und traf aus halblinker Position im Strafraum präzise ins lange Eck zur 1:0-Führung. In der 27. Minute folgte jedoch der Schock für die Gelb-Marineblauen: Der niederländische Verteidiger Jayden Oosterwolde verletzte sich bei einem Vorstoß über die linke Seite unglücklich. Nach einer Behandlung auf dem Rasen konnte der Abwehrspieler nicht weiterspielen, wurde auf einer Trage vom Feld transportiert und in der 30. Minute durch Archie Brown ersetzt.
Unbeeindruckt vom Ausfall des Teamkollegen legte die Offensive vor dem Pausenpfiff nach. In der 45. Minute bediente Marco Asensio nach einer Eckballvariante von der rechten Seite seinen Mitspieler Mason Greenwood. Dieser zog aus halbrechter Position außerhalb des Sechzehners ab und vollendete flach ins kurze Eck zum 2:0-Halbzeitstand.
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Dominanter zweiter Durchgang und vergebene Chancen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Fenerbahce die spielbestimmende Mannschaft. In der 59. Minute kombinierte sich Greenwood nach einem Doppelpass mit Asensio in den Strafraum, sein Abschluss geriet jedoch zu schwach und landete bei Torhüter Daniil Khudyakov. Nur eine Minute später schlug Milan Skriniar einen langen Pass hinter die Abwehrkette, den Aktürkoglu gekonnt mit der Brust annahm. Seinen Versuch aus kurzer Distanz parierte der Grazer Schlussmann erneut. Den Abpraller setzte Talisca aufs Gehäuse, ehe der abgefälschte Ball wieder bei Aktürkoglu landete, dessen Kopfball über das Tor strich – die Szene wurde anschließend wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.
In der 68. Minute gefährdeten die Gastgeber den Gegner erneut nach einem Standardsituation: Nach einer Ecke von Asensio stieg Nathan Ake am höchsten und verlängerte per Kopf auf Talisca, dessen Versuch im Fünfmeterraum von Khudyakov entschärft wurde. In der Nachspielzeit (90.+1) flankte der eingewechselte Oguz Aydin von der linken Seite flach in den Strafraum. Der abgewehrte Ball landete bei Irfan Can Kahveci, dessen Schuss rechts vom Elfmeterpunkt im letzten Moment von der österreichischen Defensive geblockt werden konnte.
Aufstellungen
Fenerbahce: Günok – Semedo (85. Müldür), Skriniar, Ake, Oosterwolde (30. Brown) – Guendouzi, Kante, Asensio (70. Kahveci) – Greenwood (69. Fred), Aktürkoglu (85. Aydin), Talisca
SK Sturm Graz: Khudyakov – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo – Hodl (87. Beganovic), Weinhandl, Stankovic, Seidl (64. Mamageishvili) – Wlodarczyk (46. Kayombo), Jatta (64. Weiper)
Tore: 1:0 Talisca (10.), 2:0 Greenwood (45.)
Gelbe Karten: Stankovic, Heil, Kayombo (Sturm Graz)



3 Kommentare
Nach 17 Jahren erstmals Fener gute Chancen auf CL-Einzug und gewinnt 2:0 gg Graz, doch es juckt keinen, weil Salah die Liga übernimmt. #KazanırkenKaybediyorlar … Die Istanbullis çok ağlayacak bu sene 😁
#SizeHerYerİkincilik
Der Gegner war sehr unangenehm und es war wie gesagt eine absolut wilde Partie, aber im großen und ganzen haben wir den Gegner gut im Griff gehabt und dieses 2:0 Endergebnis würde ich in Anbetracht dessen auch als absolut verdient für uns bezeichnen.
Das wird im Rückspiel natürlich wieder eine wilde Partie, aber wenn wir dort auch in Führung gehen sollten hätte der Gegner wenig bis gar keine Chancen mehr auf die Playoff Runde, da wir eigentlich nicht soviele Gegentore zulassen, das Duo Ake und Skriniar sind schon sehr stabil.
Achso, nach dieser erneuten Verletzung von Jayden Oosterwolde muss man bei FB schon mal so langsam überlegen, ob die LV Position für ihn nicht eine falsche bzw. zu riskante Spielposition ist, ich meine der hat sich hier dadurch schon viele Verletzungen zugezogen, deshalb wäre er vielleicht als IV doch besser aufgehoben oder?