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Sieg gegen Marseille und Italiano-Lob: Emirhan Topcu spricht über Besiktas-Aufschwung
Nach dem furiosen Auftakt in der UEFA Europa League hat sich Besiktas-Nationalspieler Emirhan Topcu zum aktuellen Höhenflug der Schwarz-Weißen geäußert. Die Istanbuler besiegten Olympique Marseille am ersten Spieltag im eigenen Stadion deutlich mit 4:1. In einem Gespräch mit Fanatik sparte der Innenverteidiger nicht mit Lob für den neuen Cheftrainer Vincenzo Italiano und gab tiefe Einblicke in das Erfolgsrezept sowie den enormen Teamgeist der Mannschaft.
Leidenschaft an der Seitenlinie und akribische Fehleranalyse
Besonders die mitreißende Art des Übungsleiters hinterlässt bei den Profis großen Eindruck. „Der Trainer lebt das Spiel gemeinsam mit uns. Im Stadion sind mehr als 40.000 Fans, aber wir können ihn von draußen hören“, schwärmte der Abwehrspieler über die Energie des Italianers. Nach Schlusspfiff richte sich der Fokus jedoch umgehend auf die kommende Aufgabe: „Ich denke, nach dem Ende eines Spiels betrachtet der Trainer die Sache so: Wir haben dieses Spiel gespielt und es ist vorbei, jetzt liegt das nächste Spiel vor uns. Er spricht unsere Fehler sofort an, damit wir sie im nächsten Spiel nicht wiederholen.“

Dabei verfolge der Coach einen klaren Entwicklungsansatz bei jedem Einzelnen. „Egal, wie groß ein Spieler du bist, für ihn bist du nie komplett. Alles, was er dir noch zusätzlich vermitteln kann, ist für ihn meiner Meinung nach ein Pluspunkt. Er ist ein Trainer, der immer offen dafür ist, sich selbst und andere weiterzuentwickeln“, erklärte der Abwehrakteur weiter. Zudem gebe es bei der Spielvorbereitung keine Unterschiede bezüglich des Gegners: „Der Trainer bereitet uns auf jedes Spiel auf die gleiche Weise vor. Es spielt keine Rolle, ob es gegen eine anatolische Mannschaft geht, ein Derby ansteht oder wir in Europa spielen. Italiano bereitet uns auf jedes Spiel mit der gleichen Begeisterung und Energie vor.“
Starker Zusammenhalt im Kader und persönlicher Leistungssprung
Neben der taktischen Ausrichtung spiele auch die kabinenübergreifende Atmosphäre eine Schlüsselrolle für den Erfolg. Das Verhältnis innerhalb und außerhalb der Mannschaft sei hervorragend. Man gehe gemeinsam aus und esse zusammen, wobei es keine Rolle spiele, ob jemand Ausländer oder Türke sei. Weder auf dem Trainingsgelände noch im Klub oder bei Auswärtsspielen blieben die einheimischen Akteure nur unter sich; stattdessen sei das gesamte Team einschließlich des Trainerstabs eng miteinander verbunden. Dieser Zusammenhalt bringe die Mannschaft entscheidend voran.

Der gelungene Start in Europa gebe Selbstvertrauen, auch wenn das Spiel gegen den französischen Vertreter phasenweise angepasst werden musste. Nach einigen zugelassenen Chancen in der ersten Halbzeit habe man sich im zweiten Durchgang gefangen. Einen großen Anteil daran tragen laut dem Abwehrspieler auch die Ränge: „Unsere Fans unterstützen uns in diesem Jahr stärker und stehen noch mehr hinter uns. Auch die Spieler spüren diese Unterstützung, und weil alle so eng miteinander verbunden sind, stellt sich ein schöner Erfolg ein. Ich danke ihnen und hoffe, dass sie weiterhin immer hinter uns stehen.“
Auch persönlich zog der Abwehrspieler einen positiven Vergleich zur vorherigen Spielzeit. „In der vergangenen Saison hatte ich häufiger Probleme mit meiner Konzentration. In dieser Saison habe ich meine Konzentration durch Arbeit, Gespräche und eine gute Kommunikation mit unseren Trainern, der Vereinsführung, meinen Mannschaftskameraden und den neu verpflichteten Spielern auf ein besseres Niveau gebracht“, schloss der Nationalspieler seine Analyse ab.

