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Im Halbfinale des erstmals ausgetragenen Euroleague-Supercups musste sich Fenerbahce Tarfin nach einem dramatischen Spielverlauf dem griechischen Vertreter Olympiakos Piräus denkbar knapp mit 90:92 geschlagen geben. Durch dieses Ergebnis verpassten die Gelb-Dunkelblauen den Einzug ins Finale des Vorbereitungsturniers in der Etihad Arena. Während die Griechen somit im Endspiel stehen, trifft das Team aus Istanbul im Spiel um den dritten Platz auf den Verlierer der Begegnung zwischen Dubai Basketball und Real Madrid.
Dramatischer Spielverlauf und späte Wende im Schlussviertel
Die Partie begann auf extrem hohem Niveau. Beide Mannschaften glänzten zu Beginn mit einer sehr hohen Trefferquote von jenseits der Dreierlinie, ehe Fenerbahce Tarfin das erste Viertel mit einer 25:20-Führung für sich entschied. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nutzten die Gelb-Dunkelblauen die gegnerischen Ballverluste konsequent aus. Angetrieben von den Punkten von Key legte die Mannschaft einen 7:0-Lauf aufs Parkett und baute den Vorsprung Mitte des Viertels zweistellig auf 35:24 aus. Obwohl der Gegner über die Rebounds wieder besser ins Spiel fand und aufschloss, ging die türkische Vertretung mit einer knappen 45:43-Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel drehten die Griechen über Aktionen unter dem Korb durch Hall und Dorsey kurzzeitig das Geschehen zur 56:55-Führung. Doch Fenerbahce Tarfin reagierte prompt: Dank der Offensivstärke von Shields sowie wichtiger Zähler von Tucker eroberte der Klub die Kontrolle zurück und erarbeitete sich vor dem Schlussviertel einen komfortablen 78:69-Vorsprung. Im letzten Durchgang fand der Kontrahent jedoch durch die Treffer von Fournier und mehrere Distanzwürfe in Serie zurück in die Partie und glich fünf Minuten vor dem Ende zum 83:83 aus. In einer hochspannenden Schlussphase setzte sich die Mannschaft aus Griechenland schließlich durch einen späten Treffer von Fournier hauchdünn mit 92:90 durch.

Cheftrainer Sarunas Jasikevicius übt deutliche Kritik
Nach der Niederlage zeigte sich Cheftrainer Sarunas Jasikevicius auf der anschließenden Pressekonferenz sichtlich enttäuscht über das Auftreten seines Teams in den entscheidenden Phasen der Begegnung. „Ich gratuliere Olympiakos und Georgios Bartzokas. Es tut weh, ein Spiel auf diese Weise zu verlieren. Obwohl wir mehrfach mit mehr als zehn Punkten geführt haben, haben wir unseren Vorsprung verspielt. Daraus müssen wir lernen. Wir müssen reifer spielen. Wir sind eine gute Mannschaft, wir haben gute Spieler und können es besser machen“, analysierte der litauische Übungsleiter die Mängel im Spiel seiner Mannschaft gewohnt offen. Insbesondere das Abwehrverhalten und die Konzentration hob der Trainer kritisch hervor: „Wir haben zu einfache Punkte zugelassen. Wir hatten 19 Ballverluste. Die Anzahl der Punkte, die wir infolge unserer Ballverluste kassiert haben, ist zu hoch. Besonders bei den Rebounds müssen wir mehr kämpfen. Ihre großen Spieler waren uns überlegen. Wir müssen in der Defensive besser werden. Ich erwarte mehr. Wir müssen jeden Tag daran arbeiten, besser zu werden. In solchen Spielen dürfen wir eine Führung nicht so leicht aus der Hand geben.“
Spielinformationen
Halle: Etihad Arena
Schiedsrichter: Robert Lottermoser, Emilio Perez, Luka Kardum
Olympiakos Piräus: Sasha Vezenkov 7, Tyler Dorsey 9, Donta Hall 12, Tyson Christopher Ward 9, Codi Miller-McIntyre 2, Evan Fournier 19, Jean Montero 13, Tyrique Jones 2, Cory Joseph 10, Mbaye Ndiaye 9
Cheftrainer: Georgios Bartzokas
Fenerbahce Tarfin: Shavon Shields 18, Wade Baldwin 9, Nicolo Melli 5, Will Clyburn 8, Marcus Bingham Jr. 10, Chris Silva 5, Braxton Key 17, Talen Horton Tucker 8, Trent Forrest 7, Johnny Juzang 3, Onuralp Bitim
Cheftrainer: Sarunas Jasikevicius
1. Viertel: 20:25
Halbzeit: 43:45
3. Viertel: 69:78

