UEFA fordert nach abgesagtem FIFA-Plan harte Konsequenzen
Die FIFA ist zwar von ihrem hochgradig umstrittenen Plan zur Umgestaltung der Weltmeisterschaft, der die gesamte Fußballwelt gespalten hatte, wieder abgerückt, doch die scharfe Kritik vonseiten der UEFA hält unvermindert an. Obwohl der Weltfußballverband sein Vorhaben aufgegeben hat, die kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft für private Investoren zu öffnen, bleiben die tiefen Spannungen zwischen den beiden mächtigen Dachverbänden bestehen.
Deutlicher Vertrauensverlust und Forderung nach personellen Konsequenzen
Nach dem Rückzug der Weltfußballführung veröffentlichte der europäische Dachverband eine unmissverständliche Stellungnahme. Wie aus der offiziellen Erklärung des UEFA-Exekutivkomitees unter der Leitung von Präsident Aleksander Ceferin hervorgeht, lässt das Gremium kein gutes Haar an den Vorständen in Zürich. „Die FIFA-Führung hat das Vertrauen der Fußballfamilie verloren. Die Verantwortlichen müssen ermittelt werden und Rechenschaft ablegen“, stellte die Vertretung der europäischen Verbände klar. In dem Schreiben wird ausdrücklich betont, dass die derzeitige Führung der FIFA keineswegs nur den Rückhalt der UEFA verspielt habe, sondern auch der Vertrauensvorschuss vieler weiterer Mitglieder der internationalen Fußballgemeinschaft auf dem Spiel stehe.
Schärfere Kritik an Geheimplänen und Untersuchung künftiger Schutzmaßnahmen
Darüber hinaus übte die europäische Konföderation deutliche Kritik an den Abläufen und den erstmals bei der Weltmeisterschaft eingeführten Regelungen. „Wir können nicht mit geheimen Plänen weitermachen, die von unbekannten Personen entwickelt wurden und deren Nutzen für den Fußball mehr als fraglich ist“, hieß es in der Stellungnahme des UEFA-Exekutivkomitees weiter. Um solche Vorstöße für die Zukunft auszuschließen, kündigte der Verband umgehend konkrete Schritte an. In den kommenden Tagen will die UEFA gemeinsam mit den nationalen Verbänden sowie den übrigen Kontinentalverbänden eingehend untersuchen, wie es zu diesem Vorgang kommen konnte und welche Mechanismen greifen müssen, um eine Wiederholung künftig wirksam zu verhindern.

