Nach dem souveränen Einzug in die 3. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League zeigt die Formkurve von Besiktas steil nach oben. Mit einem 2:0-Auswärtserfolg beim dänischen Vertreter FC Midtjylland tüteten die Schwarz-Weißen nach dem 1:0-Hinspielerfolg das Weiterkommen ohne ein einziges Gegentor ein. Cheftrainer Vincenzo Italiano zeigte sich im Anschluss hochzufrieden mit der taktischen Disziplin seiner Mannschaft, während die Führungsspieler das hohe Trainingsniveau und die positive Dynamik unter dem italienischen Übungsleiter hervorhoben.
Italienischer Taktikfuchs adelt die Leistung und erklärt Matchplan
In der anschließenden Pressekonferenz zog der Coach ein rundum positives Fazit, verwies aber auch auf die Anlaufschwierigkeiten im ersten Durchgang. „Ich bin sehr glücklich. Wir haben gute Arbeit geleistet. Hier zu gewinnen ist sehr schwierig. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, aber nach der Pause waren wir deutlich besser. In beiden Spielen haben wir kein Gegentor kassiert. Genau so müssen wir weitermachen. Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte Italiano erfreut. Er ergänzte, dass sein Team aufgrund des Hinspielsiegs in den ersten 45 Minuten bewusst wenig Risiko eingegangen sei und auf den Druck des Gegners primär mit langen Bällen reagiert habe.
In den Kabinenräumen drehte das Trainerteam an den entscheidenden Stellschrauben für den zweiten Durchgang. Wie der Trainer erzählte, forderten die Verantwortlichen in der Halbzeitpause mehr Aggressivität, Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld ein. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit unserer ersten großen Chance das Tor erzielt und damit das Spiel entschieden. Wir waren gut vorbereitet und haben unseren Matchplan umgesetzt. Das Wichtigste war, die nächste Runde zu erreichen. Dass uns das gelungen ist, macht mich sehr glücklich“, stellte der Trainer erleichtert fest. Trotz der Freude blickte er umgehend nach vorne: „Ab morgen beginne ich mit der Vorbereitung auf die nächste Runde. Es wird wieder schwierig werden, denn in Europa gibt es keine einfachen Spiele.“
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Rotation und Belastungssteuerung bei drei Spielen pro Woche
Gleichzeitig nutzte der Cheftrainer die Medienrunde, um seine klare Philosophie in puncto Kaderrotation darzulegen. Da die Adler derzeit noch in einem überschaubaren Rhythmus agieren, belohnte er die siegreiche Elf des Hinspiels erneut mit dem Startplatz. „Im Moment spielen wir nicht in drei Wettbewerben gleichzeitig. Zurzeit bestreiten wir nur ein Spiel pro Woche. In Italien hatte ich Phasen mit drei Spielen pro Woche. Dort war Rotation zwingend notwendig. Man muss Veränderungen vornehmen und den Kader breiter einsetzen. Im Moment spielen wir nur einmal pro Woche. Deshalb habe ich die Spieler, die vergangene Woche eine gute Leistung gezeigt haben, in dieser Woche erneut mit einem Einsatz belohnt. Wenn wir drei Spiele pro Woche absolvieren, wird es selbstverständlich deutlich mehr Rotation geben. Das werdet ihr sehen, wenn die Zeit gekommen ist“, kündigte Italiano vorausschauend an.

Spieler adeln Arbeitsweise und Energie von Vincenzo Italiano
Auch innerhalb der Mannschaft genießt der neue Übungsleiter bereits großes Vertrauen, wie die Profis im Anschluss betonten. Verteidiger Tiago Djaló erklärte nach dem Abpfiff: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu unserem Trainer – genauso wie die gesamte Mannschaft. Er möchte uns helfen. Er bringt bei den Spielen eine sehr positive Energie mit, die sich auf uns überträgt. Wir werden in jeder Partie so bereit sein, wie er es von uns verlangt.“ Torschütze Milot Rashica schlug in eine ähnliche Kerbe und hob die hohe Intensität der Einheiten hervor. „Wir beginnen, unseren Trainer zu verstehen. Er ist noch nicht lange hier, aber wir erkennen immer besser, was er von uns erwartet. Wir wissen inzwischen genau, was unser Trainer sehen möchte“, so der Flügelspieler.
Wie Amir Murillo gegenüber TRT Spor zu Protokoll gab, habe das Team exakt das auf den Rasen gebracht, was der Coach seit Saisonbeginn fordere. Auch Rückkehrer Rıdvan Yilmaz schwärmte von der hervorragenden Stimmung im Kader und gelobte weitere Steigerung. Mittelfeldakteur Salih Özcan schloss sich den Worten an und lobte zudem seinen Teamkollegen Orkun Kökcü: „Ehrlich gesagt sind wir sehr glücklich. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Wir haben gekämpft, alles gegeben und am Ende gewonnen. Ich freue mich über jedes Tor von Orkun. Er ist ein Spieler mit hoher Qualität, verfügt über einen starken Schuss und sorgt in der Offensive immer wieder für gefährliche Aktionen.“


