Glanzleistung Türkische Volleyballerinnen marschieren souverän ins EM-Finale
Die türkische Frauen-Volleyballnationalmannschaft steht im Endspiel der CEV Trendyol Europameisterschaft 2026. Im Halbfinale vor heimischer Kulisse in der Istanbuler Sinan Erdem Sporthalle setzten sich die „Sultanninen des Netzes“ eindrucksvoll mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:20) gegen den Rivalen Serbien durch. Der amtierende Europameister und FIVB Nations-League-Champion benötigte lediglich 86 Minuten Spieldauer (25, 34, 27 Minuten), um den Finaleinzug zu perfektionieren. Den stimmungsvollen Erfolg verfolgten unter anderem Jugend- und Sportminister Osman Askin Bak sowie der Präsident des türkischen Volleyballverbandes, Mehmet Akif Üstündag, direkt am Spielfeldrand. Im Finale am heutigen Sonntag um 18:00 Uhr (MEZ) trifft die türkische Auswahl auf Italien, das sich im zweiten Halbfinale mit 3:1 gegen Polen behaupten konnte.
Starke Bilanz auf dem Weg ins Endspiel
Der Weg ins Halbfinale war für die Gastgeberinnen von einer konstanten Leistungssteigerung geprägt. Nach vier Siegen aus fünf Partien in der Vorrunden-Gruppe A meisterten die Türkinnen die K.-o.-Phase im Achtelfinale durch ein glattes 3:0 gegen Aserbaidschan sowie ein souveränes 3:1 im Viertelfinale gegen Deutschland. Mit insgesamt sechs Siegen aus sieben Turnierspielen unterstrich die Vertretung der Türkei ihre Anwartschaft auf die Titelverteidigung. Beim Halbfinalerfolg über Serbien bildete Cheftrainer Daniele Santarelli die Formation aus Hande Baladin, Zehra Güneş, Melissa Vargas, Ilkin Aydın, Kapitänin Eda Erdem Dündar und Elif Sahin sowie Libera Gizem Örge, während auf serbischer Seite Cheftrainer Zoran Terzic unter anderem auf Stars wie Tijana Boskovic und Maja Ognjenovic setzte.
Kapitänin Eda Erdem und Mitspielerinnen voller Stolz
Nach dem Match zeigten sich die Leistungsträgerinnen im Fernsehinterview überaus glücklich über den gezeigten Auftritt. Wie aus einem Bericht von TRT 1 hervorgeht, unterstrich Spielführerin Eda Erdem Dündar die besondere Emotion dieses Turniers: „Zunächst einmal bin ich sehr glücklich und stolz. Gemeinsam mit meinen Teamkolleginnen erleben wir ein schönes Turnier. Es hat sehr viel Freude gemacht, hier in Istanbul vor heimischem Publikum zu spielen. Heute hatten wir eine großartige Unterstützung. Dafür möchten wir uns bei allen herzlich bedanken. Ich liebe Volleyball sehr. Solange mein Körper es zulässt und ich auf diesem Niveau spielen kann, möchte ich weitermachen und der Mannschaft helfen.“

Auch Zuspielerin Elif Sahin lobte die geschlossene Mannschaftsleistung in der entscheidenden Phase: „Wir sind beim wichtigsten Abschnitt des Turniers angekommen. Es war ein Spiel, in dem wir alles geben mussten, was wir haben. Genau das haben wir getan. Wir haben unseren besten Volleyball des Turniers gespielt. Ich bin sehr glücklich, dass wir mit 3:0 gewonnen haben. Mir ist egal, wer unser Gegner wird. Wer auch immer kommt, wir werden versuchen, ihn zu schlagen.“ Außenangreiferin Hande Baladin ergänzte hinsichtlich ihrer eigenen Physis: „Da ich körperlich einige Probleme hatte, habe ich versucht, in der Defensive das zu leisten, was mir im Angriff nicht möglich war. Es war ein Spiel, in dem wir uns gegenseitig geholfen haben. Wir haben unser Niveau in dieser Partie noch einmal gesteigert. Uns erwartet ein wunderschönes Finale.“
Daniele Santarelli visiert den nächsten Pokal an
Cheftrainer Daniele Santarelli zeigte sich hochzufrieden mit der taktischen Umsetzung seiner Mannschaft und lobte die mitreißende Kulisse in der Halle. „Ich denke, dass wir insbesondere in technischer Hinsicht alles, was wir uns vorgenommen hatten, auf das Spielfeld übertragen konnten. Wir haben ein sehr gutes Block-Abwehr-System aufgebaut, sehr gut aufgeschlagen und dadurch letztlich wirklich guten Volleyball gezeigt. Die Fans, meine Mannschaft, der Verband und alle anderen haben diesen Sieg definitiv sehr verdient. Es herrschte eine großartige Atmosphäre“, betonte der italienische Fachmann.
Mit Blick auf das anstehende Gold-Match gegen sein Heimatland Italien blickt Santarelli optimistisch nach vorne: „Wir müssen unsere Erfolge genießen. Denn wir können nicht immer gewinnen. Ich denke, wir haben mit meiner Mannschaft etwas ganz Besonderes erreicht. Natürlich würde ich sehr gerne noch ein Finale gewinnen und eine weitere Trophäe in unsere Sammlung aufnehmen. Genau dafür arbeiten wir mit der Mannschaft. Unabhängig davon, ob wir gewinnen oder verlieren, wird es für uns ein sehr schöner Sommer gewesen sein.“
Spielinformationen
Halle: Sinan Erdem
Schiedsrichter: Theodora Kyriopoulou, Raquel Portela
Türkei: Hande Baladin, Zehra Günes, Vargas, Ilkin Aydin, Eda Erdem Dündar, Elif Sahin (Gizem Örge (L), Eylül Akarcesme Yatgın, Saliha Sahin)
Cheftrainer: Daniele Santarelli
Serbien: Maja Ognjenovic, Anja Zubic, Mina Popovic, Tijana Boskovic, Vanja Ivanovic, Hena Kurtagic (Aleksandra Jegdic (L), Sladjana Mirkovic, Nina Cajıc, Bojana Gocanin (L), Ljubica Milojevic)
Cheftrainer: Zoran Terzic
Sätze: 25:20, 25:19, 25:20
Spieldauer: 86 Minuten (25, 34, 27)

