Der dramatische 2:1-Auswärtssieg von Fenerbahce im Rückspiel der Playoff-Runde der UEFA Champions League gegen Olympique Lyon sicherte dem Istanbuler Traditionsklub nach 18 Jahren wieder den Einzug in die Königsklasse. Das sportliche Ausrufezeichen wird jedoch von den nachträglichen Ermittlungen der europäischen Satzungshüter überschattet. Nachdem die Vereinsführung der Gelb-Dunkelblauen das von der UEFA eingeleitete Disziplinarverfahren gegen den Klub sowie die beiden Profis Matteo Guendouzi und Mason Greenwood publik gemacht hatte, stehen nun die konkreten Strafmaße im Raum.
Verbindung zu Marseille-Rapper Jul sorgt für Wirbel
Der Auslöser der Ermittlungen liegt in den Feierlichkeiten der beiden Akteure begründet. Matteo Guendouzi und Mason Greenwood zelebrierten ihren Erfolg während der Partie mit einer Handgeste, die dem französischen Rapper Jul zugeschrieben wird – einem bekannten Anhänger von Olympique Marseille. Im Anschluss an den Schlusspfiff eskalierte die Situation im Spielertunnel vollends, als Matteo Guendouzi vom Torwarttrainer der Franzosen, Antonio Ferreira, körperlich angegriffen wurde.

Mögliche Strafmilderung für Matteo Guendouzi nach Provokationen
Bezüglich des drohenden Strafmaßes für den Mittelfeldakteur gibt es konkrete Hinweise aus dem Umfeld des Dachverbandes. Wie die Zeitung Türkiye unter Berufung auf UEFA-nahe Quellen berichtet, wird für Matteo Guendouzi ursprünglich eine Sperre von zwei Spielen gefordert. Der Mittelfeldspieler hatte zu seiner Verteidigung vorgebracht, dass ihn und seine Familie die Zuschauer in Lyon ununterbrochen beleidigt hätten. Aufgrund dieser massiven Provokationen durch die Heimfans soll die geforderte Sperre jedoch voraussichtlich auf ein Spiel reduziert werden.
Geldstrafe für Mason Greenwood nach bekanntem Muster
Bei seinem Offensivkollegen deutet das Verfahren hingegen auf eine finanzielle Sanktion hin. Für Mason Greenwood wird von den Verbandsgremien eine Geldstrafe erwartet. Ein Blick auf Präzedenzfälle der jüngeren Vergangenheit untermauert diese Annahme: Die UEFA belegte in vergleichbaren Fällen bereits Akteure wie Mark van Bommel, Diego Simeone, Cristiano Ronaldo, Jude Bellingham, Kylian Mbappe und Antonio Ruediger mit Bußgeldern zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Bei ausgesprochenen Spielsperren von einer Partie wurden diese in ähnlichen Konstellationen zudem häufig zur Bewährung ausgesetzt.

