Klartext vor dem Halbfinal-Hit: Warum Ausnahmetrainer Daniele Santarelli trotz Siegen unzufrieden ist
Vor dem mit Spannung erwarteten Halbfinale der CEV Trendyol Europameisterschaft 2026 gegen Serbien am morgigen Tag um 15:00 Uhr (MEZ) hat der Cheftrainer der türkischen Frauen-Volleyballnationalmannschaft, Daniele Santarelli, ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet. Im Gespräch mit den Medien unterstrich der italienische Taktiker den unbedingten Siegeswillen seines Teams: „Was vor drei Jahren passiert ist, spielt heute keine Rolle mehr. Wir haben es hier ohnehin mit sehr erfolgreichen Mannschaften zu tun, und dazu gehört auch Serbien. Wir konzentrieren uns jetzt auf das, was vor uns liegt, wir konzentrieren uns auf die Meisterschaft. Natürlich hoffen wir, vor unseren eigenen Fans große Erfolge feiern zu können. Darauf richten wir unsere Arbeit aus.“
Selbstkritik trotz Halbfinaleinzug
Trotz des Erreichens der Runde der letzten vier Mannschaften sparte der Headcoach nicht mit kritischen Tönen bezüglich der bisherigen Auftritte im Turnierverlauf. Der Übungsleiter gab offen zu, dass die Vertretung der Türkei noch nicht ihr volles Leistungspotenzial abrufen konnte. „Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht unseren besten Volleyball zeigen. Ein Grund dafür ist, dass es ein sehr langer Sommer war und wir uns zugleich in einer äußerst anspruchsvollen Gruppe befanden“, erklärte der Trainer rückblickend auf die absolvierten Begegnungen.

Belastung und Personalsorgen als Leistungsbremse
Einen wesentlichen Grund für die bisher schwankenden Leistungen sieht der Coach in der hohen physischen Beanspruchung des Kaders sowie in personellen Engpässen. „Dass wir in dieser Phase nicht noch größere Fortschritte machen konnten, lag auch daran, dass wir aufgrund der hohen Belastung nicht allzu viele Spielerwechsel vornehmen konnten. Ebenso konnten wir sehr erfahrene Spielerinnen wie Eda Erdem bis zuletzt nicht vollständig einsetzen und daher auch nicht von ihrer Erfahrung profitieren“, führte der Italiener detailliert aus. Trotz dieser Hürden richtet das Team den Blick nun nach vorne: „Aus diesem Grund war ich mit dem Volleyball, den wir bislang gespielt haben, nicht vollkommen zufrieden. Aber natürlich konzentrieren wir uns jetzt auf das, was vor uns liegt, und müssen unseren Fokus auf das Halbfinale richten. Mit den Erkenntnissen und Erfahrungen, die wir aus der Gruppenphase gewonnen haben, wollen wir weiter an unseren Fehlern arbeiten und uns verbessern. Denn natürlich haben auch wir Fehler gemacht.“

