Extremlauf aus Deutschland: Mustafa Güzel erreicht nach 53 Tagen seine Heimat Buldan
Der in Deutschland lebende Mustafa Güzel hat ein außergewöhnliches Abenteuer erfolgreich abgeschlossen. Aus der deutschen Stadt Lörrach gestartet, legte der aus Buldan in der Provinz Denizli stammende Auslandstürke eine gewaltige Distanz zu Fuß zurück, um nach genau 53 Tagen in seiner Heimat einzutreffen.
Emotionale Ankunft in Akcesme und Übergabe der Nationalflagge
Bei seiner Ankunft im Gebiet Akcesme in Buldan wurde Mustafa Güzel von seinem Onkel Orhan Gel, seiner Schwester Eslem Güzel sowie zahlreichen Verwandten und Freunden in empfangen genommen. Bei der emotionalen Begrüßung küsste der Läufer die türkische Flagge, die er während des gesamten Marsches bei sich getragen hatte, und übergab sie an seine Schwester. „Ich bin voller Entschlossenheit aufgebrochen und voller Freude in meiner Heimat angekommen“, betonte der Läufer sichtlich gerührt nach seinem Zieleinlauf.
Extrembedingungen: Kampf gegen Naturgewalten, Bären und Verletzungen
Die Wegstrecke führte den Sportler über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, den Kosovo, Nordmazedonien und Griechenland schließlich in die Türkei. Die Bewältigung der Route verlangte ihm physisch wie psychisch alles ab. „Mit den Gebeten meiner Familie und meiner Liebsten bin ich in der deutschen Stadt Lörrach aufgebrochen. Diese Gebete waren für mich sehr wertvoll. Es war ein anspruchsvoller und abenteuerlicher Lauf. Unterwegs musste ich nicht nur mit Regen und großer Hitze kämpfen, sondern wurde auch von Bären und Hunden angegriffen. Meine Füße waren wund und bluteten. Es gab Momente, in denen ich ohnmächtig wurde“, schilderte Mustafa Güzel die drastischen Hindernisse auf den Straßen Europas.
Stolz als Gastarbeiterkind und Erholung in Denizli
Der Durchhaltewille des Läufers wurzelt auch in seinen persönlichen Wurzeln. „Ich bin das Kind einer Gastarbeiterfamilie. Über Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Griechenland habe ich meine Heimat Türkei erreicht. Ich liebe meine Heimatstadt Buldan sehr“, erklärte Mustafa Güzel stolz. Nach der kräftezehrenden Etappe möchte er in den kommenden Tagen im Heimatort entspannen: „Ich werde in Buldan die Trauben und Früchte essen, die gerade Saison haben, und neue Energie tanken. Mit Gottes Hilfe und den guten Gebeten habe ich meine Heimat erreicht.“
Appell an die Jugend: „Gebt eure Ideale niemals auf“
Nach dem geglückten Projekt blickt der Sportler bereits nach vorne und richtet aufmunternde Worte an Weggefährten und Gleichgesinnte: „Meinen Freunden, die wie ich etwas Schönes erreichen wollen, rate ich, ihre Ideale niemals aufzugeben. Für die kommende Zeit habe ich neue Projekte. So Gott will, wird es mir vergönnt sein, sie umzusetzen. Möge Gott alle dafür belohnen.“

