Bei Trabzonspor stehen vor den kommenden Aufgaben richtungsweisende Entscheidungen an. Der nigerianische Hühnenstürmer Paul Onuachu, der in der vergangenen Spielzeit noch die unangefochtene Hauptlast beim Toreschießen für die Bordeauxrot-Blauen getragen hatte, ist überraschend ruhig in die neue Saison 2026/27 gestartet. Der Angreifer kam in den bisherigen vier Pflichtspielen in der Trendyol Süper Lig sowie der UEFA Europa League insgesamt 313 Minuten zum Einsatz, wartet jedoch weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis im gegnerischen Gehäuse.
Startschwierigkeiten in der Süper Lig und das Aus in Europa
In den heimischen Meisterschaftspartien gehörte der Angreifer von Beginn an zum Stammpersonal. Sowohl beim Auftakt gegen Kasimpasa, wo er die vollen 90 Minuten absolvierte, als auch im Duell mit RAMS Basaksehir mit 87 Spielminuten stand der Nigerianer in der Startformation. In beiden Begegnungen gelang dem Offensivakteur jedoch kein Treffer. Auch auf europäischer Bühne setzte sich dieser Trend fort: In den Play-off-Spielen der UEFA Europa League gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros bestritt der Torjäger im Hinspiel 90 Minuten und im Rückspiel 46 Minuten, ohne eine Torbeteiligung zu verbuchen.
Der Torschützenkönig der vergangenen Saison im Umbruch
Die aktuelle Durststrecke steht in starkem Kontrast zu den hervorragenden Werten der abgelaufenen Spielzeit. In der vergangenen Saison avancierte Paul Onuachu im Trikot von Trabzonspor zur verlässlichsten Lebensversicherung im Angriff und erzielte wettbewerbsübergreifend beeindruckende 26 Treffer. Mit seinen 22 Toren in der Süper Lig sicherte sich der nigerianische Fußballer zudem gemeinsam mit Basaksehirs Eldor Shomurodov die begehrte Torjägerkrone. In der laufenden Kampagne wartet der Spitzenstürmer hingegen noch auf den Befreiungsschlag.
Fokus auf Diyarbakir: Wende beim Auswärtsspiel erhofft
Nach dem bittersüßen Ausscheiden aus der Europa League richten sich bei den Bordeauxrot-Blauen nun alle Blicke auf das anstehende Liga-Duell am dritten Spieltag. Trabzonspor tritt auswärts bei Amed Sportif Faaliyetler an. Vor dem Aufeinandertreffen in Diyarbakir liegt die volle Aufmerksamkeit der Anhänger und des Trainerstabs auf dem Schützenkönig der Vorsaison. Von dem nigerianischen Stoßstürmer wird erwartet, dass er seine Flaute im Auswärtsspiel beendet und wieder zu gewohnter Treffsicherheit zurückfindet.

