Die türkische Frauen-Volleyballnationalmannschaft setzt ihren beeindruckenden Siegeszug bei der Trendyol CEV-Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2026 unvermindert fort. Im vierten Match der Gruppe A trafen die „Sultaninnen des Netzes“ auf die Vertretung aus Deutschland und setzten sich nach einer hochkonzentrierten Leistung souverän mit 3:1 durch. Damit behält die Türkei auch im vierten Turnierspiel ihre weiße Weste und verbuchen den vierten Sieg im vierten Spiel.
Daniele Santarelli lobt Leidenschaft und Kampfgeist
Im Anschluss an den Erfolg zeigte sich der Cheftrainer der Nationalmannschaft, Daniele Santarelli, äußerst angetan vom Auftritt seiner Auswahl. „Die Spielerinnen haben während des gesamten Spiels mit dem Bewusstsein gespielt, wie wichtig diese Partie ist“, analysierte der Italiener sichtlich zufrieden. Er hob hervor, wie sehr sich seine Mannschaft in die Begegnung hineingekniet habe: „Es war ein gutes Spiel. Ich bin mit der Einstellung der Spielerinnen sehr zufrieden. Wir haben um jeden Ball gekämpft.“
Auch die Kommunikation während der Abschnitte hob der Coach positiv hervor. „In der ersten Auszeit habe ich ihnen gesagt, wie gut sie spielen. Insgesamt war es ein gutes Spiel, aber natürlich gibt es Bereiche, in denen wir uns noch verbessern können. Alles in allem war es jedoch eine Partie, mit der ich zufrieden bin“, bilanzierte Daniele Santarelli gewohnt gewissenhaft.

Blick zurück auf die Nations League: „Entscheidend ist das Hier und Jetzt“
Konfrontiert mit dem vergangenen Duell gegen die deutsche Mannschaft in Ankara im Rahmen der Volleyball Nations League zog der Nationaltrainer klare Parallelen, richtete den Fokus jedoch umgehend auf die Gegenwart. „Es fühlt sich an, als wäre seit dem VNL-Spiel eine Ewigkeit vergangen. Ich erinnere mich an das Spiel, wir beschäftigen uns intensiv damit“, erklärte der Übungsleiter. Speziell eine Szene blieb ihm aus jener Partie im Gedächtnis verankert: „Ich erinnere mich insbesondere daran, dass wir einen Satz aufgrund einer Netzberührung verloren haben. Aber entscheidend ist das Hier und Jetzt.“
Abschließend fand der Cheftrainer auch lobende Worte für die Kulisse und das Umfeld in der Halle. „Damals herrschte eine sehr schöne Atmosphäre, heute war sie ebenfalls großartig, aber dieses Spiel war völlig anders“, resümierte der Erfolgscoach nach dem vierten Gruppensieg.
Spielinformationen
Halle: Sinan Erdem-Sportsalon
Schiedsrichter: Fuad Aghayev (Aserbaidschan), Predrag Balandzic (Serbien)
Deutschland: Sarah Straube, Lina Alsmeier, Camilla Weitzel, Hanna Orthmann, Leana Grozer, Anastasia Cekulaev, Annie Cesar (L) (Patricia Nestler (L), Hannah Kohn, Lena Kindermann, Monique Strubbe, Emilia Weske)
Cheftrainer: Konstantin Bitter
Türkei: Melissa Vargas, Hande Baladin, Elif Şahin, Deniz Uyanik, Zehra Günes, Ilkin Aydin, Gizem Örge (L), (Cansu Özbay, Derya Cebecioglu, Saliha Sahin, Yaprak Erkek)
Cheftrainer: Daniele Santarelli
Sätze: 21:25, 27:25, 20:25, 19:25
Spieldauer: 117 Minuten (28, 32, 29, 28)

