Nach der bitteren 0:1-Niederlage am zweiten Spieltag der Trendyol Süper Lig gegen Corendon Alanyaspor schlagen die Wellen bei Besiktas hoch. Der Klub reagierte noch in der Nacht mit einer Serie von Erklärungen über die sozialen Medien auf die strittigen Schiedsrichterentscheidungen. Im Mittelpunkt der heftigen Kritik stehen Unparteiischer Adnan Deniz Kayatepe und VAR-Schiedsrichter Bülent Birincioglu, deren Spielleitung vom Verein als unkonsequent und parteiisch eingestuft wurde.
Wirbel um Aliti-Szene und Trossard: Besiktas wütet nach VAR-Entscheidung
Bereits in der 8. Minute kochten die Gemüter auf dem Platz hoch, als Leandro Trossard nach einem Zweikampf mit Alanyaspors Fidan Aliti zu Boden ging. Obwohl der Unparteiische Adnan Deniz Kayatepe die Partie unterbrach und den VAR konsultierte, blieb eine Disziplinarmaßnahme aus. Die Schwarz-Weißen forderten vehement eine Rote Karte wegen einer Ohrfeige, woraufhin der Klub umgehend in den sozialen Netzwerken reagierte: „Die Saison 2026/2027 hat begonnen!“, postete der Verein flüssig als ersten spitzfindigen Kommentar zur Schiedsrichterleistung.
Im Anschluss an die Begegnung legte die Vereinsführung nach und veröffentlichte unter dem Titel „Die Szenen sind unterschiedlich, die Spielzeiten sind unterschiedlich, die Namen sind unterschiedlich, die Entscheidungen sind immer dieselben!“ weiteres Bildmaterial der Begegnung, um den Protest gegen die ungleichen Maße bei den Schiedsrichterentscheidungen zu untermauern.
2026/2027 sezonu başladı! pic.twitter.com/Q3SZbjGhVG
— Beşiktaş JK (@Besiktas) August 23, 2026
Erklärung nach Mitternacht: „Ein Schandfleck für das türkische Schiedsrichterwesen“
In den frühen Morgenstunden verschärfte Besiktas den Ton drastisch und forderte personelle Konsequenzen. „Die Leistung der Schiedsrichter in unserem Spiel gegen Corendon Alanyaspor wird als ein Schandfleck für das türkische Schiedsrichterwesen in die Geschichte eingehen“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme des Klubs. Der Referee wurde direkt angegriffen: „Adnan Deniz Kayatepe, der Liebling des Vorsitzenden des Zentralen Schiedsrichterausschusses, dessen skandalöse Entscheidungen im Halbfinale des türkischen Pokals in der vergangenen Saison noch immer frisch in Erinnerung sind, hat seinen beschämenden Spielleitungen eine weitere hinzugefügt, als wolle er sagen: ‚Wo waren wir stehen geblieben?‘“
Neben der verweigerter Roten Karte für die Attacke an Leandro Trossard prangerte der Klub zwei weitere Schlüsselszenen im Detail an. „Der gegnerische Spieler hat Trossard vor den Augen der ganzen Welt geohrfeigt. Schiedsrichter Adnan Deniz Kayatepe hat die Szene nicht gesehen. Bülent Birincioğlu am VAR blieb hingegen stumm. Oh setzte sich in einem direkten Zweikampf gegen seinen Gegenspieler durch und erzielte ein Tor. Weil sich der gegnerische Spieler theatralisch zu Boden fallen ließ, annullierte Adnan Deniz Kayatepe unser Tor. Als Vlahovic in den Strafraum eindringen wollte, wurde er regelrecht zu Boden gerissen. Schiedsrichter Kayatepe ignorierte erneut, was geschehen war“, zählte die Vereinsführung die Fehlentscheidungen auf.
Kampfansage an den Verband: Besiktas fordert Abzug der Unparteiischen
Als Konsequenz aus dem Spielverlauf verlangt der Istanbuler Traditionsverein den dauerhaften Ausschluss des Gespanns bei künftigen Begegnungen. „Wir wollen Schiedsrichter mit böswilligen Absichten wie Adnan Deniz Kayatepe und Bülent Birincioglu nie wieder bei unseren Spielen sehen“, forderte der Klub unmissverständlich. Abschließend unterstrich die Vereinsführung, dass man keine Sonderrechte beanspruche, sondern lediglich Gerechtigkeit erwarte: „Wir verlangen weder einen Vorteil noch eine Sonderbehandlung. Wir wollen lediglich eine faire und gleichberechtigte Spielleitung. Bis sich dieses ungerechte System ändert, werden wir unseren berechtigten Kampf mit Entschlossenheit fortsetzen.“


1 Kommentar
Nieder mit diesem TFF/MHK. Revolition/Devrimmmm Time