Die türkische Frauen-Volleyballnationalmannschaft setzt ihren erfolgreichen Weg bei der heimischen Endrunde fort. Im zweiten Gruppenspiel der Gruppe A bei der Trendyol Frauen-Volleyball-Europameisterschaft 2026 feierten die „Sultaninnen des Netzes“ (türk.: „Filenin Sultanlari“) einen umkämpften, aber letztlich verdienten 3:1-Sieg gegen Slowenien. Während die Türkinnen damit ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel verbuchten, mussten die slowenischen Kontrahentinnen im Turnierverlauf ihre erste Niederlage hinnehmen.
Vargas und Elif Sahin führen die Türkei zum hart erkämpften Erfolg
Die Partie entwickelte sich zu Beginn extrem ausgeglichen, ehe die türkische Auswahl angeführt von Star-Angreiferin Vargas zulegen konnte. Mit druckvollen Aktionen erarbeitete sich das Heimteam die entscheidenden Punkte und entschied den ersten Satz schließlich mit 25:21 zur 1:0-Satzführung für sich. Im zweiten Durchgang fanden die Sloweninnen jedoch eine passende Antwort: Über ihre Leistungsträgerinnen Pucelj, Sillah und Planinsec punkteten die Gäste konsequent im Angriff, behielten in der heißen Phase ihren Rhythmus bei und sicherten sich den Satz mit 25:22 zum 1:1-Satzausgleich.

Wie Sportmedien vom Spielfeldrand berichteten, zeigte sich die Mannschaft von Beginn des dritten Durchgangs an unbeeindruckt. Nach einem erneut ausgeglichenen Auftakt legten die Türkinnen einen beeindruckenden 6:0-Lauf hin und setzten sich Vorentscheidend auf 16:10 ab. Weder eine gegnerische Auszeit noch die slowenische Blockarbeit konnten den Lauf stoppen, sodass die Türkei den Vorsprung souverän verteidigte und den Satz mit 25:17 zur 2:1-Führung eintütete. Angetrieben von der lautstarken Kulisse dominierte die Nationalmannschaft schließlich den vierten Satz nach Belieben. Vor allem Zuspielerin Elif Sahin agierte am Netz überragend und setzte ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene. Mit einem deutlichen 25:16 im vierten Durchgang machte die Türkei den 3:1-Endstand perfekt. Unter den Zuschauern verfolgte auch Mehmet Akif Üstündag, Präsident des Türkischen Volleyballverbandes, die Begegnung direkt am Feld.

Morgiges Duell gegen Ungarn in der Sinan Erdem Spor Salonu
Nach dem souveränen 3:0-Auftaktsieg gegen Lettland und dem hart erarbeiteten 3:1-Erfolg gegen Slowenien stehen für die „Sultaninnen des Netzes“ nun optimale zwei Siege aus zwei Spielen zu Buche. Die nächste Herausforderung wartet bereits am morgigen Dienstag: In der drittem Begegnung trifft das Nationalteam auf Ungarn. Der Anpfiff in der stimmungsvollen Sinan Erdem Spor Salonu erfolgt um 19:00 Uhr.
Das Turnierformat der Europameisterschaft sieht vor, dass in vier unterschiedlichen Gruppen jeweils sechs Mannschaften um das Weiterkommen kämpfen. Die jeweils vier bestplatzierten Teams jeder Gruppe sichern sich das Ticket für das anschließende Achtelfinale, womit die Türkei mit zwei Siegen zum Auftakt bereits eine hervorragende Ausgangslage für die K.-o.-Phase geschaffen hat.

Spielinformationen
Halle: Sinan Erdem
Schiedsrichter: Fuad Aghayev (Aserbaidschan), Bogdan Laurentiu Stoica (Rumänien)
Slowenien: Planinsec, Pavlovic Mori, Lorber Fijok, Milosic, Pucelj, Sillah, Donko (L), (Godec, Haluzan Sagadin, Frelih, Velikonja Grbac, Filipic, Cvijic)
Cheftrainer: Alessandro Orefice
Türkei: Elif Sahin, Hande Baladin, Zehra Günes, Melissa Vargas, Ilkin Aydin, Jack-Kısal, Gizem Örge (L), (Saliha Sahin, Derya Cebecioglu, Cansu Özbay, Eylül Akarcesme Yatgin (L), Yaprak Erkek)
Cheftrainer: Daniele Santarelli
Sätze: 21:25, 25:22, 17:25, 16:25
Spieldauer: 121 Minuten (29, 31, 29, 32)

