Auf dem Transfermarkt herrscht bei Besiktas Hochbetrieb. Die Schwarz-Weißen vermeldeten am heutigen Tag gleich zwei bedeutende Personalentscheidungen auf einen Schlag. Der Istanbuler Traditionsklub hat den 22-jährigen Flügelstürmer Ernest Poku von Bayer 04 Leverkusen auf Leihbasis verpflichtet. Der Deal beinhaltet zudem eine an bestimmte Bedingungen geknüpfte Kaufoption für die Türken. Der niederländische U-Nationalspieler ghanaischer Abstammung, der seine Ausbildung beim AZ Alkmaar genoss und im vergangenen Sommer für zehn Millionen Euro nach Deutschland gewechselt war, absolvierte für die Werkself 45 Pflichtspiele mit fünf Toren sowie acht Vorlagen. Er besitzt in Leverkusen noch einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Im Gegenzug verlässt Innenverteidiger Felix Uduokhai den Klub: Der 28-jährige Deutsche wechselt mit sofortiger Wirkung fest zum Bundesligisten 1. FC Union Berlin, nachdem er in zwei Spielzeiten insgesamt 58 Partien für die Adler bestritten hatte.
Vincenzo Italiano: Poku war ein absoluter Wunschspieler
Auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem anstehenden Rückspiel der Play-off-Runde der UEFA Europa League gegen FK Kauno Zalgiris schwärmte Cheftrainer Vincenzo Italiano von den Qualitäten des Neuzugangs. „Poku ist ein offensiver Flügelspieler, der im Eins-gegen-eins sehr wirkungsvoll ist. Er ist schnell und fällt unter die U23-Regelung“, betonte der Coach vor den Medienvertretern. Zudem hob der Trainer die Bedeutung der Verpflichtung für den gesamten Kader hervor: „Er war ein Spieler, den wir unbedingt wollten und den wir ohne Probleme in den Kader aufnehmen konnten. Er wird für einen guten Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft sorgen.“

„Wir werden auf den Platz gehen, als stünde es 0:0“
Trotz des komfortablen 3:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel mahnte der Übungsleiter vor der Aufgabe in Litauen zur absoluten Wachsamkeit. „Bis hierhin haben wir zwei Runden überstanden und gegen schwierige Gegner gespielt. Unser Ziel ist es, die Europa League zu erreichen“, erklärte Vincenzo Italiano mit Nachdruck. Der Italiener forderte volle Fokussierung für die verbleibenden 90 Minuten: „Aus dem Hinspiel sind wir mit einem guten Ergebnis herausgegangen. Das ist ein Vorteil für uns, aber wir dürfen nicht davon ausgehen, dass bereits alles entschieden ist. Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert sein und gewinnen. Wir müssen in Europa dabei sein, und dafür liegen nur noch 90 Minuten vor uns. Wir werden auf den Platz gehen, als stünde es 0:0.“
Personelle Sorgen und Lehren aus dem Liga-Dämpfer
Hinsichtlich seiner Aufstellung kündigte der Cheftrainer harte Leistungsprinzipien an und gab gleichzeitig ein Verletzungsupdate bekannt. „Trossard hat leichte Beschwerden, deshalb ist er heute nicht bei uns. Ich werde morgen die Spieler aufstellen, die 100 Prozent geben können“, stellte der Coach klar. Auch die jüngste 0:1-Niederlage in der Trendyol Süper Lig hakt der Trainer nicht einfach ab: „Niederlagen gehören zu diesem Spiel, auf diesem Weg wird es Rückschläge geben. Entscheidend ist, wie man darauf reagiert. Wir müssen aus dem vergangenen Spiel unsere Lehren ziehen und uns vollständig auf die nächste Partie konzentrieren. Vor uns liegt ein Europapokalspiel, und wir wollen nicht verlieren.“
Emirhan Topcu fordert vollen Angriff auf den Sieg
An der Seite seines Trainers unterstrich auch Abwehrspieler Emirhan Topcu die klare Zielsetzung für das Auswärtsspiel. „Wir wollen uns für die Europa League qualifizieren. Persönlich arbeite und lerne ich anders als im vergangenen Jahr“, äußerte sich der junge Abwehrakteur vor den Reportern. Das Ziel sei es, in Europa so weit wie möglich zu kommen. Der Verteidiger warnte davor, sich auf den Lorbeeren der Vorwoche auszuruhen: „Im ersten Spiel haben wir gut gespielt und uns ein vorteilhaftes Ergebnis erarbeitet. Aber wir sind hierhergekommen, um erneut zu gewinnen. Wenn wir nur versuchen, das Ergebnis zu verteidigen, könnte das ein Risiko darstellen. Wir wollen alles geben, was wir können. Wir werden auf dem Platz stehen, als hätte das Spiel der vergangenen Woche nie stattgefunden.“

