Bei Trabzonspor blickt man nach erfolgreichem Abschluss des Sommertrainingslagers in Österreich optimistisch auf die kommende Spielzeit in der Trendyol Süper Lig. Im dritten Testspiel feierten die Bordeaux-Blauen einen verdienten 1:0-Erfolg gegen den italienischen Erstligisten Udinese Calcio. Früh im Spiel sorgte Ernest Muci in der vierten Minute für den entscheidenden Treffer, der den ersten Testspielsieg nach zuvor durchwachsenen Resultaten gegen Eintracht Frankfurt und Al-Sadd SC perfekt machte. Während Cheftrainer Fatih Tekke ein zufriedenes Fazit zog, bezogen die Verantwortlichen auf und neben dem Platz Stellung zu heißen Transferthemen wie Mohamed Salah und Chibuike Nwaiwu.
Fatih Tekke zieht positives Fazit und bremst Salah-Erwartungen
Im Anschluss an die Begegnung äußerte sich Fatih Tekke gegenüber dem Sender HT Spor zu den Erkenntnissen aus dem elftägigen Trainingslager in Österreich. „Die erste und zweite Phase des Trainingslagers verliefen insgesamt gut. Das Wichtigste ist, dass wir es ohne ernsthafte Verletzungen abschließen konnten. Heute haben die Spieler auf einem nicht optimalen Platz, bei großer Hitze und nach einer sehr langen Anreise sowohl mit als auch gegen den Ball genau das umgesetzt, was wir sehen wollten. Für uns war es ein sehr produktives Trainingslager“, resümierte der Übungsleiter, der im letzten Testspiel verletzungsbedingt auf Akteure wie Arseniy Batagov, Okay Yokuslu und Folcarelli verzichten musste.
Zu den anhaltenden Spekulationen um eine mögliche Sensationstransfer-Verpflichtung von Weltstar Mohamed Salah äußerte sich der Trainer gewohnt sachlich. „Beim Thema Salah gibt es bislang nichts Offizielles. Dass ein Name wie Salah überhaupt mit Trabzonspor in Verbindung gebracht wird, ist für den Verein sehr wertvoll. Statt jedoch durch Aussagen Erwartungen zu wecken, möchten wir uns das Vertrauen durch unsere Arbeit verdienen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dazu nichts weiter zu sagen“, so Fatih Tekke. Auch Vereinspräsident Ertugrul Dogan untermauerte diese Haltung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 59. Vereinsjubiläum im Papara Park: „Ich habe es bereits gestern gesagt: Derzeit gibt es keine solche Vereinbarung.“ Auf die Nachfrage, ob die Gespräche noch liefe, entgegnete das Kluboberhaupt unmissverständlich: „Ich habe nie gesagt, dass der Prozess weiterläuft. Ich sage lediglich: Im Moment gibt es keine solche Vereinbarung.“
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Präsident Ertuğrul Doğan spricht über Millionen-Offerten und Nwaiwu-Poker
Mit Blick auf die generelle finanzielle und sportliche Ausrichtung des Klubs betonte Dogan die Handlungsfähigkeit der Vereinsführung. „Wenn wollten, könnten wir Spieler im Wert von 150 Millionen Euro verkaufen. Angebote in Höhe von 70 Millionen Euro liegen bereits vor. Wenn wir wollten, könnten wir diesen Betrag innerhalb von 15 Tagen auf 150 Millionen Euro steigern. Aber das werden wir nicht tun. Wir müssen konkurrenzfähig bleiben und diese Stadt im Titelrennen halten“, stellte der Präsident klar. Zudem kündigte er an, nach bislang elf getätigten Verpflichtungen auf offenen Positionen nochmals nachzulegen, während einige junge Talente wie Rene Mitongo nach ihrer Ankunft gezielt verliehen werden sollen, um Spielpraxis zu sammeln.
Ein weiteres wichtiges Thema war die sportliche Zukunft von Innenverteidiger Chibuike Nwaiwu, der das Interesse englischer Klubs wie dem FC Fulham und Crystal Palace geweckt hat. Der 23-Jährige, der seit seinem Wechsel in der vergangenen Winterperiode 21 Pflichtspiele bestritten, drei Tore erzielt und einen Treffer vorbereitet hat, wird den Verein nur bei einer entsprechenden Finanzsumme verlassen. „Das Angebot, das wir uns vorgestellt haben, ist bislang nicht eingegangen. Es muss eine bestimmte Summe erreicht werden. Zu den derzeit angebotenen Beträgen denken wir nicht an einen Verkauf. Sollte sich das Angebot verbessern, können wir darüber sprechen“, stellte Dogan bezüglich des Abwehrspielers klar.


