Nach der knappen 0:1-Niederlage von Trabzonspor gegen den katarischen Klub Al-Sadd SC im zweiten Testspiel des Sommertrainingslagers im österreichischen Salzburg bezog Verteidiger Samet Akaydin Stellung zum aktuellen Vorbereitungsstand. In einem bewegenden Medienauftritt äußerte sich der erfahrene Abwehrspieler nicht nur zu den intensiven Einheiten unter Cheftrainer Fatih Tekke, sondern sprach auch tief emotional über seine persönliche Verbundenheit und tiefe Zuneigung zum Verein seiner Heimatstadt.
Härtestes Trainingslager der Karriere und Einstudieren der Taktik
Im Gespräch mit den Medienvertretern machte Akaydin kein Geheimnis daraus, wie kräftezehrend die Einheiten in Österreich aktuell ausfallen. „Wir trainieren sehr intensiv und absolvieren ein äußerst hartes Trainingslager. Es könnte eines der härtesten Trainingslager sein, die ich in meinem Leben erlebt habe. Auf dem Platz versuchen wir, die taktischen Vorgaben unseres Trainers bestmöglich umzusetzen. Wir arbeiten gut zusammen und haben eine sehr gute Atmosphäre. Hoffentlich können wir das auch in der Liga zeigen“, so der Abwehrspieler. Auch taktisch ziehe die Mannschaft wertvolle Erkenntnisse aus den Vergleichen: „Im ersten Spiel haben wir tief verteidigt, weil unser Trainer es so wollte. Heute haben wir dagegen mit höherem Pressing begonnen. Man kann noch nicht sagen, dass wir vollständig bereit sind. Wir haben noch Defizite, aber unsere Arbeit verläuft gut. Ich glaube, dass wir uns Schritt für Schritt weiter verbessern werden.“
Verpflichtung gegenüber dem Wappen und familiäre Atmosphäre
Als gebürtiger Trabzoner fühlt sich der Profi im Team bestens aufgehoben und lobte das funktionierende Mannschaftsgefüge, das auch Neuzugängen die Integration extrem erleichtere. Samet Akaydin unterstrich seine persönliche Entschlossenheit für die kommende Spielzeit: „Ich glaube auch nicht, dass die neu verpflichteten ausländischen Spieler Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung haben. Wir haben ein großartiges familiäres Umfeld. Hoffentlich werden wir dafür in der Liga belohnt. Diese Mannschaft verdient das Beste. Unsere Fans und der gesamte Verein verdienen das Beste. Hoffentlich können wir unsere Anhänger glücklich machen. Für mich hat hier alles begonnen. Ich habe alles hinter mir gelassen. Ich werde für dieses Wappen kämpfen, solange ich auf dem Platz stehe. Ich bin überzeugt, dass ich den Fans das bestmöglich vermitteln werde.“
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Rivalität akzeptiert: Klarer Matchplan von Fatih Tekke als Schlüssel
In Bezug auf seine Bindung zu den Bordeauxrot-Blauen fand der erfahrene Defensivmann emotionale Worte. „Ich kann dieses Glücksgefühl gar nicht in Worte fassen. Trabzonspor hatte für mich schon immer einen ganz besonderen Platz. Vielleicht wurden einige meiner früheren Aussagen von manchen Menschen missverstanden. Wer mich jedoch wirklich kennt, weiß, wie groß meine Liebe zu Trabzonspor ist. Im Laufe der Saison werde ich das bestmöglich zeigen. Es ist, als hätte ich ein völlig neues Leben begonnen. Ich werde meine Liebe zu Trabzonspor zeigen, indem ich dem Verein bestmöglich diene. Ich bin Trabzoner. Wir werden auf dem Platz für dieses Wappen kämpfen. Und auch außerhalb des Platzes werde ich diesem Wappen gerecht werden“, erklärte der Abwehrakteur mit spürbarer Erleichterung.
Abschließend hob er hervor, wie sehr das Spielsystem von Cheftrainer Fatih Tekke den Spielern Vertrauen und Sicherheit auf dem Rasen schenkt. Wie der Verteidiger betonte, verfüge Trabzonspor über einen klaren Matchplan, den er bereits an seinem ersten Tag im Verein deutlich erkannt habe. Wenn sich jeder Profi in dieses System einfüge, könne er seine Leistung auf das höchste Niveau schrauben. „Meiner Meinung nach ist das vollständig Teil des Spielsystems. Wenn man sich an dieses System anpasst, ist die Wahrscheinlichkeit, keinen Erfolg zu haben, sehr gering. Seit meinem ersten Tag hier fühle ich mich auf dem Platz deutlich wohler und selbstbewusster. Das zeigt, dass die Mannschaft über ein eingespieltes System verfügt. Das System gibt einem dieses Selbstvertrauen. Bei großen Vereinen gibt es immer Konkurrenz. Auch wir werden diesen Konkurrenzkampf sowohl im Training als auch auf dem Platz bestmöglich annehmen“, unterstrich Akaydin abschließend.


