Auf dem Transfermarkt vor der neuen Saison in der Trendyol Süper Lig zeigt sich Trabzonspor weiterhin extrem umtriebig. Nachdem die Bordeauxrot-Blaue Mannschaft zuletzt bereits mit der Verpflichtung von Mohamed Salah für internationales Aufsehen gesorgt hatte, steht der Klub nun kurz vor dem Vollzug des nächsten hochkarätigen Transfers für die Offensivabteilung. Die Vereinsführung hat sich mit dem saudi-arabischen Klub Al-Hilal SFC sowie mit dem uruguayischen Star-Stürmer Darwin Nunez auf einen Wechsel geeinigt. Der 27-jährige Angreifer wird am Samstag in der Türkei erwartet, um die verbleibenden Gespräche abzuschließen und die medizinischen Tests zu absolvieren. Der Torjäger soll für eine Spielzeit auf Leihbasis verpflichtet werden und trifft damit erneut auf seinen ehemaligen Teamkollegen Mohamed Salah, mit dem er bereits beim englischen Topklub FC Liverpool gemeinsam auf Torejagd ging.
Der 14. Neuzugang der Sommertransferperiode
Mit der Verpflichtung des uruguayischen Nationalspielers tätigt Trabzonspor bereits seinen 14. Neuzugang in der laufenden Wechselperiode. Zuvor hatten die Verantwortlichen der Bordeauxrot-Blauen bereits Aral Simsir, Ernest Muci, Noah Saviolo, Sidny Lopes Cabral, Rene Mitongo, Cenk Özkacar, Melih Kabasakal, Mohamed Salah, Ruslan Malinovskyi, Samet Akaydin, Metehan Mimaroglu und Thierry Karadeniz unter Vertrag genommen.

Verletzungsschock um Ernest Muci
Trotz der positiven Nachrichten auf dem Transfermarkt muss die Mannschaft von Cheftrainer Fatih Terim einen verletzungsbedingten Rückschlag hinnehmen. Wie aus einer offiziellen Stellungnahme der medizinischen Abteilung von Trabzonspor hervorgeht, hat sich Offensivakteur Ernest Muci im Training verletzt: „Nachdem unser Spieler Ernest Muci während des Trainings Schmerzen im vorderen Bereich des linken Oberschenkels verspürt hatte, wurden bei der anschließenden Untersuchung und MRT-Bildgebung im oberen Bereich der vorderen Oberschenkelmuskulatur eine durch eine Zerrung verursachte Blutung und ein Ödem festgestellt. Die Behandlung unseres Spielers wurde von unserem medizinischen Team eingeleitet.“ Nach Informationen der Tageszeitung Milliyet wird der albanische Mittelfeldspieler voraussichtlich zwei Wochen ausfallen. Damit verpasst der erfahrene Profi nicht nur die anstehenden Duelle in der heimischen Liga gegen Kasimpasa und RAMS Basaksehir, sondern steht auch in den Playoffs der UEFA Europa League nicht zur Verfügung.

Preisschild für Chibuike Nwaiwu festgelegt
Auch auf der Abgangsseite hat der Vorstand klare Kanten gezeigt. Trotz des großen Interesses europäischer Vereine an Innenverteidiger Chibuike Nwaiwu haben sich die Pläne der Vereinsführung geändert. Nachdem der englische Premier-League-Klub FC Fulham sein Angebot auf rund 25 Millionen Euro aufgebessert hatte und zwei weitere Klubs ihr Interesse hinterlegten, berichtet die Tageszeitung Fanatik von einer klaren Grundsatzentscheidung: Im Kampf um die Meisterschaft möchte der Klub keinen Schlüsselspieler abgeben. Sämtliche Offerten unter der festgelegten Schmerzgrenze von 30 Millionen Euro werden konsequent abgelehnt, sodass der 22-jährige Nigerianer mindestens ein weiteres Jahr in Trabzon bleiben soll. Sollte doch noch ein Verein die geforderte Summe bieten, würde der Abwehrspieler zum teuersten Spielerverkauf der Vereinsgeschichte aufsteigen. Der Defensivakteur war im vergangenen Winter vom österreichischen Klub Wolfsberger AC verpflichtet worden und absolvierte bisher 21 Pflichtspiele mit drei Toren und einer Vorlage für die Türken.
Gegner in den Europa-League-Playoffs steht fest
Unterdessen wurde auch die Hürde auf dem europäischen Parkett ermittelt. In den Playoffs der UEFA Europa League trifft Trabzonspor auf den ungarischen Vertreter Ferencvaros Budapest, der sich nach einem 1:0-Hinspielerfolg und einem 1:1-Unentschieden gegen den polnischen Klub Gornik Zabrze durchsetzte. Das Hinspiel steigt am Donnerstag, dem 20. August, vor heimischer Kulisse, ehe am 27. August das entscheidende Rückspiel auswärts ansteht. Der Sieger zieht direkt in die Ligaphase der Europa League ein, während der Verlierer in der Ligaphase der UEFA Conference League weiterspielt.

