Im Vorfeld des entscheidenden Rückspiels in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League zwischen dem österreichischen Vertreter Sturm Graz und dem türkischen Spitzenklub Fenerbahce hat sich Matteo Guendouzi äußerst optimistisch präsentiert. Wie auf der offiziellen Pressekonferenz im Grazer Liebenauer Stadion zu vernehmen war, betonte der französische Mittelfeldakteur die große Entschlossenheit seiner Mannschaft. Mit dem Rückenwind aus dem Hinspiel wollen die Gelb-Marineblauen den Einzug in die nächste Runde auswärts perfekt machen.
Großes Selbstvertrauen nach starkem Hinspiel
Der Mittelfeldmotor machte deutlich, dass die Istanbuler mit breiter Brust nach Österreich gereist sind, warnte jedoch zeitgleich vor der leidenschaftlichen Heimstärke des Gegners. „Wir wissen, dass wir morgen ein wichtiges Spiel für die Mannschaft bestreiten werden. Aber wir sind bereit für diese Partie. Wir werden sehen, was im Laufe des Spiels passiert, aber aufgrund des Ergebnisses aus dem Hinspiel sind wir mit viel Selbstvertrauen hierhergekommen“, erklärte Matteo Guendouzi unmissverständlich.
Er führte weiter aus, dass man den Gegner trotz des eigenen Vorteils keineswegs unterschätze und hochkonzentriert agieren müsse: „Im ersten Spiel haben wir eine gute Leistung gezeigt. Wir sind für diese Partie bereit. Natürlich wissen wir, dass es schwierig werden wird. Schließlich spielen sie zu Hause vor ihren eigenen Fans und werden versuchen, alles zu geben. Aber auch wir sind bereit für dieses Spiel. Ich hoffe, dass wir die nächste Runde erreichen.“

Teamgeist im Fokus: Der mannschaftliche Erfolg steht über allem
Auf seine persönlichen Leistungen und mögliche individuelle Auszeichnungen angesprochen, zeigte sich der Franzose äußert mannschaftsdienlich. Für ihn stehe ausschließlich der Erfolg des gesamten Kollektivs im absoluten Vordergrund. „Sobald ich den Platz betrete, versuche ich, für meine Mannschaft mein Bestes zu geben. Dinge wie die Auszeichnung zum besten Spieler des Spiels oder Ähnliches haben mich nie interessiert. Darauf habe ich nie Wert gelegt“, betonte der Führungsspieler von Fenerbahce.
Der Profi untermauerte seine ambitionierten Ziele mit dem Klub und stellte persönliche Eitelkeiten komplett hinten an. „Für mich zählt, dass die Mannschaft gewinnt und wir für unsere Fans einen Sieg holen. Das ist alles, was ich will. Spiele gewinnen, auf dem Platz für meine Mannschaft mein Bestes geben und Titel holen. Das sind für mich die wichtigsten Dinge. Wenn uns das gelingt, interessieren mich individuelle Dinge überhaupt nicht. Wenn wir Meister werden, ist das für mich das Wichtigste“, so der Mittelfeldspieler voller Überzeugung.
Schwärmerei für den Nebenmann: Das Zusammenspiel mit N’Golo Kante
Besondere Worte fand der Profi für seinen prominenten Nebenmann im defensiven Mittelfeld, N’Golo Kante. Die Zusammenarbeit mit seinem Landsmann hebe das eigene Spiel auf ein neues Level. „Wenn man mit einem Fußballer wie N’Golo zusammenspielt, wird vieles sehr einfach. Für mich ist er nach wie vor einer der besten Mittelfeldspieler der Welt. Wenn man seine Qualität betrachtet, macht er sowohl defensiv als auch im Spiel mit dem Ball vieles deutlich einfacher“, adelte er seinen routinierten Teamkollegen.
Das Duo harmoniere auf dem Platz prächtig, weil beide die exakt gleichen sportlichen Werte teilen. „Ich versuche, jedes Training und jedes Spiel mit ihm zu genießen. Wenn ich mit ihm spiele, fühle ich mich selbstbewusst. Es ist für mich eine Ehre, mit einem Spieler wie ihm zusammenspielen zu dürfen. Wir versuchen auf dem Platz, für unsere Mannschaft unser Bestes zu geben und das Maximum herauszuholen. Ich denke, genau deshalb funktioniert es so gut, wenn wir gemeinsam spielen. Wir denken zuerst an die Mannschaft und nicht an uns selbst“, erklärte der sichtlich stolze Akteur das Erfolgsgeheimnis im Zentrum.

Fokus auf Fenerbahce: Nationalmannschaft und Zinedine Zidane müssen warten
Abschließend äußerte sich der Mittelfeldmann zu einer möglichen Nominierung für die französische Nationalmannschaft unter dem neuen Nationaltrainer Zinedine Zidane. Der Akteur stellte klar, dass ein direkter Kontakt bislang nicht stattgefunden habe und seine Priorität derzeit voll und ganz auf seinem Istanbuler Arbeitgeber liege. „Ich habe mit ihm darüber nicht gesprochen, aber ich weiß sehr genau, was ich tun muss. Zunächst einmal muss ich für meinen Klub Fenerbahce meine bestmögliche Leistung zeigen. Danach werden wir sehen, was passiert“, schilderte er seine aktuelle Situation professionell.
Erst durch konstante Top-Leistungen im Vereinsfußball wolle er sich künftig für höhere Aufgaben empfehlen. „Für mich ist es wichtig, bei meinem Klub gute Leistungen zu bringen und anschließend zu sehen, was daraus entsteht. Im Moment konzentriere ich mich ausschließlich auf meine Leistungen bei meinem Klub. Danach werden wir weitersehen“, schloss der hochmotivierte Profi die Fragerunde ab.

