Die türkische Männer-Volleyballnationalmannschaft ist im Viertelfinale der FIVB Volleyball Nations League 2026 ausgeschieden. Das Nationalteam unterlag Slowenien in der Beilun Sports Hall im chinesischen Ningbo nach einer dramatischen Partie mit 0:3 und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Duell vor den Augen der Unparteiischen Sinisa Ovuka aus Bosnien und Herzegowina sowie Jae-Hyo Choi aus Südkorea musste sich die Mannschaft in allen drei Sätzen mit 21:25, 33:35 und 37:39 geschlagen geben. Während die türkische Auswahl die Heimreise antrifft, trifft Slowenien im Halbfinale nun auf den Sieger der Begegnung zwischen Polen und der Ukraine.
Ausgeglichener Auftakt und slowenische Konsequenz im ersten Satz
Der erste Durchgang begann zunächst äußerst ausgeglichen, ehe sich die Slowenen Mitte des Satzes mit 15:13 leicht absetzen konnten. Die Türkei hielt durch starke Defensivaktionen von Efe Bayram sowie gelungene Angriffe von Murat Yenipazar und Adis Lagumdzija dagegen und glich zum 20:20 aus. In der entscheidenden Schlussphase zeigte sich Slowenien jedoch konsequenter und sicherte sich den Durchgang schließlich mit 25:21.
Neun abgewehrte Satzbälle und Schiedsrichter-Diskussionen im zweiten Durchgang
Auch der zweite Abschnitt verlief extrem eng, da sich beide Teams im Angriff kaum Schwächen leisteten. Die türkische Auswahl lag zur Satzmitte mit 12:11 in Front, musste jedoch kurz darauf eine starke Serie der slowenischen Mittelangreifer hinnehmen. Dank des Einsatzes von Ahmet Tümer und Mirza Lagumdzija kämpfte sich das Team zurück und ging mit 23:22 in Führung. Trotz insgesamt neun abgewehrter Satzbälle verlor die Mannschaft den dramatischen Satz schließlich mit 33:35 und geriet mit 0:2 in Rückstand. Für lautstarke Diskussionen sorgte dabei der letzte Punkt: Die türkische Mannschaft protestierte vehement gegen die Entscheidung der Unparteiischen, doch Hauptschiedsrichter Sinisa Ovuka bestätigte den Punkt für Slowenien nach Überprüfung durch das Video-Challenge-System.
Elf ungenutzte Satzbälle beschließen das bittere Aus nach 121 Minuten
Im dritten Satz erspielte sich Slowenien zunächst eine komfortable 17:12-Führung. Mit einer stabilen Annahme und druckvollen Angriffen kämpften sich die Türken jedoch erneut heran und glichen zum 20:20 aus. In einer denkwürdigen Verlängerung erspielte sich die türkische Mannschaft insgesamt elf Satzbälle, konnte jedoch keinen einzigen davon zur Satzgewinn nutzen. Slowenien behielt die Nerven, entschied auch den dritten Durchgang mit 37:39 für sich und machte nach insgesamt 121 Minuten Spieldauer den Halbfinaleinzug perfekt.
Spielinformationen
Austragungsort: Beilun Sports Hall, Ningbo (China)
Schiedsrichter: Sinisa Ovuka (Bosnien und Herzegowina), Jae-Hyo Choi (Südkorea)
Slowenien
Urnaut, Kozamernik, Planinšič, Možič, Stalekar, Mujanović
Eingewechselt: Okroglič, Marovt, Bračko, Asja Sen, Kržič
Türkei
Efe Bayram, Ahmet Tümer, Murat Yenipazar, Mirza Lagumdzija, Bedirhan Bülbül, Adis Lagumdzija
Eingewechselt: Berkay Bayraktar, Kaan Gürbüz, Faik Samet Güneş, Hilmi Sahin, Ahmet Samet Baltacı, Gökcen Yüksel, Cafer Kirkit
Satzergebnisse: 21:25, 33:35, 37:39
Spieldauer: 121 Minuten

