Geheimtraining und hohe Funktionärsdichte auf dem Rasen: Wie die Auswahl des Verbandes die Mission Nordamerika vorantreibt
Die heiße Vorbereitungsphase auf das größte interkontinentale Fußballturnier der Welt läuft in der türkischen Verbandszentrale auf Hochtouren, während das Trainerteam den physischen und taktischen Zustand der Akteure genau unter die Lupe nimmt. Die türkische Nationalmannschaft setzte am Montag mit ihrem Training ihre Vorbereitungen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 fort. Auf dem hochmodernen Rasen des Sportkomplexes in Riva/Istanbul ging es dabei von der ersten Minute an fokussiert zur Sache. Das TFF Hasan Dogan Nationalmannschafts- and Ausbildungsgelände bildete die gewohnte Kulisse für die schweißtreibenden Übungsformen. Nationaltrainer Vincenzo Montella leitete das Training, das mit einem geraden Lauf begann, um den Puls der Nationalspieler kontrolliert nach oben zu treiben. Die Medienvertreter durften zumindest zu Beginn der Einheit einen Blick auf den Zustand der Profis werfen. Die ersten 15 Minuten des für die Presse offenen Trainings wurden mit Ballgreif- und Passarbeit fortgesetzt, ehe sich die Tore für die Öffentlichkeit komplett schlossen.
Hinter den verschlossenen Toren des Geländes legte das Trainerteam das Hauptaugenmerk auf die spielerische Feinabstimmung, um die Mannschaft optimal auf die taktischen Anforderungen der kommenden Gruppengegner einzustellen. Es wurde festgestellt, dass sich die taktischen Arbeiten auf den geschlossenen Abschnitt des Anspruchs konzentrierten. Trotz der hohen Intensität herrschte auf dem Platz eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, da sich jeder Akteur im Hinblick auf den endgültigen Kader für das anstehende Turnier von seiner besten Seite präsentieren möchte. Die anwesenden Beobachter sahen eine hochmotivierte Mannschaft, die unter der strengen Anleitung des italienischen Trainerstabs komplexe Passstafetten und Verschiebebewegungen einstudierte, um die taktischen Vorgaben der sportlichen Leitung detailgetreu auf den Platz zu bringen.

Das Lazarett der Starspieler im Fokus: Acht prominente Ausfälle und ein herbeigesehntes Comeback im Laufbereich
Die Personalsituation bereitet der sportlichen Führung zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch einige Sorgenfalten, da eine lange Liste von Leistungsträgern nicht am regulären Mannschaftstraining teilnehmen konnte und individuelle Programme absolvieren musste. An der EInheit waren Altay Bayindir, Ferdi Kadioglu, Zeki Celik, Atakan Karazor, Arda Güler, Kenan Yildiz, Merih Demiral und Mustafa Eskihellac nicht beteiligt. Diese namhaften Ausfälle zwangen den Nationaltrainer dazu, im mannschaftstaktischen Bereich zu improvisieren. Auf der medizinischen Abteilung gab es dafür aber immerhin vermehrt positive Signale bei zwei absoluten Schlüsselfiguren des türkischen Spiels zu vermelden. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Behandlung von Kerem Aktürkoglu, der bei dem am letzten Tag durchgeführten Training Knieverletzungen erlitten hatte, positiv verlief, während Hakan Calhanoglu, der seit einiger Zeit verletzt war, gerade Läufe startete und somit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollen Fitness erreichte.

Die Bedeutung der aktuellen Vorbereitungsphase wurde auch durch die Anwesenheit der höchsten sportpolitischen Führungsebene des Landes unterstrichen, die es sich nicht nehmen ließ, den potenziellen WM-Fahrern direkt vor Ort den Rücken zu stärken. Die Trainingseinheit der rot-weißen Hoffnungsträger wurde auch vom Präsidenten des türkischen Fußballverbandes (TFF) Ibrahim Haciosmanoglu und den Vorstandsmitgliedern verfolgt. Die Verbandsfunktionäre suchten dabei auch das direkte Gespräch mit dem Trainerstab, um sich aus erster Hand über den Fitnesszustand der angeschlagenen Profis zu informieren. Nach den anstrengenden Einheiten der letzten Tage steht den Spielern nun jedoch erst einmal eine kurze Atempause bevor, um die Akkus wieder vollständig aufzuladen. Die türkische Auswahl hat nach den durchzuführenden Feldtests am Dienstag zwei Tage frei, ehe die finale Phase der Turniervorbereitung eingeläutet wird.


