Nach dem abrupten Abbruch der Verhandlungen zwischen Besiktas und ägyptischen Medienberichten rund um Superstar Mohamed Salah kommen immer brisantere Details ans Licht. Wie unter anderem Reporter Fırat Günayer bei TRT Spor berichtete, lagen die eigentlichen Unstimmigkeiten nicht zwingend am Spieler selbst, sondern an den maßlosen und rechtlich bedenklichen Nachforderungen seines Managements bezüglich der internationalen Vermarktungsrechte. Während der Vorstoß der Schwarz-Weißen vorerst gestoppt wurde, sorgten Gerüchte über eine angebliche Einigung mit Trabzonspor für zusätzliche Verwirrung, ehe der Klub von der Schwarzmeerküste mit einer klaren Absage reagierte.
Irre Forderungen beim Merchandising: Berater Ramy Abbas im Kreuzfeuer
Als Hauptgrund für das Scheitern des Mega-Deals gelten die extremen Nachforderungen von Salahs Berater Ramy Abbas. Nach Angaben der Tageszeitung Sabah verlangte das Management des Flügelstürmers, dass 50 Prozent des Vereinsanteils aus sämtlichen Verkäufen von Salah-Fanartikeln und Trikots in der Türkei direkt an den Spieler fließen sollen.
Darüber hinaus soll Ramy Abbas sämtliche Gewinne aus den Verkäufen auf dem ägyptischen Markt beansprucht haben. Branchenkenner schätzen, dass diese Beteiligungen bei Erreichen der gesteckten Umsatzziele beinahe die Dimensionen des angebotenen Jahresgehalts von rund 20 Millionen Euro erreicht hätten. Vor allem im Bereich der Bildrechte forderten die Vertreter des Stars Konditionen, die der Istanbuler Traditionsklub noch nie einem Akteur gewährt hatte.
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Önder Özen zieht die Notbremse: „Beşiktaş wird nach Prinzipien geführt“
Bereits auf der denkwürdigen Pressekonferenz erläuterte Besiktas-Fußballdirektor Önder Özen die unumstößliche Haltung der Vereinsführung rund um Präsident und Vorstand. Der Funktionär betonte, dass der Schutz der Klubidentität über jedem noch so großen Namen stehen müsse. „Ab dem 21. Juli verlangsamten sich die Gespräche deutlich. Sowohl der Informationsfluss stockte als auch neue Forderungen aufkamen, die die finanziellen Verhandlungen in eine Sackgasse führten. Ich persönlich gehe davon aus, dass ein so respektierter Sportler wie Mohamed Salah möglicherweise gar nichts von diesen Details wusste, denn Spieler beschäftigen sich meist nicht mit solchen Themen“, stellte Önder Özen klar. Der Sportdirektor führte weiter aus: „Besiktas verfügt über klare Grundsätze und eine feste Vereinspolitik. Davon können wir nicht abweichen. Besiktas ist ein Verein, der nach Prinzipien geführt wird. Deshalb hat unser Präsident den richtigen Zeitpunkt erkannt, an dem Schluss sein musste.“
Zur rechtlichen Dimension der Berater-Wünsche ergänzte der Direktor: „Diese Provisionsforderungen zu akzeptieren, könnte in manchen Bereichen sogar rechtlich problematisch sein. Darüber mögen andere anders denken. Aber wenn es um Besiktas und die Werte unseres Vereins geht, dann dürfen wir solche Grenzen nicht überschreiten. Unser Präsident hat sich nicht für eine populäre, sondern für eine verantwortungsvolle Entscheidung entschieden und ist vorerst vom Verhandlungstisch aufgestanden. Den Verein von seinem Weg abzubringen, wäre weitaus schwerwiegender, als einen Weltklassespieler zu verpflichten. Deshalb liegt die Personalie Mohamed Salah für uns vorerst auf Eis.“

Trabzonspor dementiert Salah-Gerüchte rigoros
Inmitten der festgefahrenen Situation in Istanbul machten Spekulationen die Runde, wonach Trabzonspor die Gunst der Stunde nutzen und sich mit Mohamed Salah auf einen Transfer verständigen wollte. Diesen Medienberichten trat die Klubführung umgehend und entschlossen entgegen. Wie beIN Sports vermeldete, existierten zu keinem Zeitpunkt Verhandlungen zwischen dem Board der Bordeauxrot-Blauen und der Spielerseite. Auch Trabzonspor-Präsident Ertugrul Dogan stellte gegenüber FutbolArena ohne Umschweife klar: „Wir haben keinerlei Interesse an Salah.“ Damit wurden die Entente-Gerüchte rasch ad acta gelegt.
Medien-Aufruhr in Ägypten: Kritik an Salahs blindem Vertrauen
Der gescheiterte Verstoß schlug auch im Heimatland des Offensivstars hohe Wellen. Im ägyptischen TV-Sender ON Sport ordneten Experten die Geschehnisse ein. Journalist Mohamed Almahmoudy enthüllte dabei Details aus einem Telefonat mit Besiktas-Cheftrainer Vincenzo Italiano. „Italiano sagte mir, dass er mit Salah gesprochen und ihm das Projekt von Besiktas sowie seine geplante Rolle innerhalb der Mannschaft erläutert habe. Er erklärte ihm außerdem, dass sich der Verein in einer Phase des Umbruchs befinde und Salah dabei eine Führungsrolle übernehmen könne. Laut Italiano werde der Spieler seine Entscheidung innerhalb weniger Tage treffen. Persönlich hoffe er sehr, dass Salah das Angebot annimmt“, berichtete Mohamed Almahmoudy aus erster Hand.
Deutliche Worte fand auch der erfahrene ägyptische Trainer Talaat Youssef, der das Verhalten des Nationalhelden gegenüber seinem Berater kritisch hinterfragte. „Ich bin überrascht. Mich überrascht vor allem Salahs Verhalten während dieses Transferprozesses. Genauer gesagt überrascht mich sein blindes Vertrauen. Ramy trägt die Verantwortung und erhielt von Salah die vollständige Vollmacht für die Verhandlungen. Er trifft sämtliche Entscheidungen. Ich bin jedoch überzeugt, dass auch der Spieler selbst mehr Einfluss nehmen müsste“, mahnte der Fachmann. Talaat Youssef unterstrich zudem: „Es gibt Optionen in Saudi-Arabien, den USA und bei Besiktas. Meiner Meinung nach ist Besiktas derzeit die beste Wahl. Ramy sollte die Situation richtig einschätzen, und Salah müsste selbst mehr Druck ausüben.“
ÖZEL | Trabzonspor, Muhammed Salah ile büyük ölçüde anlaşmaya vardı. pic.twitter.com/nQVhNUk64Y
— Sports Digitale (@SportsDigitale) July 28, 2026
Salah tarafıyla maaş + bonus gibi konularda anlaşılmıştı.
Ancak Salah tarafı global forma satışından elde edilecek rakamın tamamını isteyince, iş bozuldu.
Bu isteğe göre Türkiye dışında, tüm dünyada satılacak formalardan elde edilecek tüm gelir Salah tarafına gidecekti.
Bjk,…
— Fırat Günayer (@firatgunayer) July 27, 2026


