Scharfe Kritik an TFF: Besiktas erzürnt über Disziplinarstrafe gegen Dusan Vlahovic
Der türkische Traditionsverein Besiktas hat mit Unverständnis und scharfer Kritik auf eine Entscheidung des türkischen Fußballverbandes TFF reagiert. Anlass für das offizielle Statement des Klubs ist die Eilentscheidung, den Offensivakteur Dusan Vlahovic nach der intensiven Begegnung in der Trendyol Süper Lig gegen den Erzrivalen Fenerbahce an die Professionelle Fußball-Disziplinarkommission (PFDK) zu verweisen. Wie aus einer offiziellen Stellungnahme auf den Kanälen des Vereins hervorgeht, verurteilen die Schwarz-Weißen das Vorgehen der Verbandsjuristen aufs Schärfste. Der Vorwurf gegen den Spieler lautet auf mutmaßliche Beleidigung gemäß Artikel 41 der Fußball-Disziplinarordnung, woraufhin die Weiterleitung an die PFDK ohne vorsorgliche Sperre angeordnet wurde.
Deutliche Vorwürfe wegen Ungleichbehandlung und Parteilichkeit
In ihrer schriftlichen Stellungnahme sparten die Verantwortlichen des Klubs nicht mit deutlichen Worten in Richtung der Verbandsführung. „Dass unser Spieler Dusan Vlahovic aufgrund einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler während unserer Trendyol-Süper-Lig-Partie gegen Fenerbahce von der Rechtsabteilung des türkischen Fußballverbandes gemäß Artikel 41 der Fußball-Disziplinarordnung an die Professionelle Fußball-Disziplinarkommission verwiesen wurde, ist ein konkreter Beleg dafür, wie weit sich die Führung des türkischen Fußballs von den Prinzipien der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung entfernt hat“, erklärte der Vorstand von Besiktas mit aller Schärfe.
Besonders die Tatsache, dass der beteiligte Akteur der Gegenseite straffrei aus der Situation hervorgeht, sorgt im Lager der Schwarz-Weißen für Empörung. „Es ist inakzeptabel, dass unser Spieler Dusan Vlahovic an die Disziplinarkommission verwiesen wird, während der gegnerische Spieler, der unseren Fußballer während der gesamten Partie mit seinen Handlungen und Äußerungen provoziert hat, nicht an die Disziplinarkommission verwiesen wurde. Wie auch dieser Vorfall erneut zeigt, haben der türkische Fußballverband und seine Gremien ihre feindselige Haltung gegenüber unserem Klub ein weiteres Mal unter Beweis gestellt“, schrieben die Schwarz-Weißen weiter.

Fragen zum VAR-Einsatz und Kritik am TV-Sender
Neben dem Verband richtete der Verein konkrete Fragen an die Verantwortlichen und übte zugleich Kritik an der TV-Übertragung der Partie. „Wir fragen den türkischen Fußballverband: Falls diese Entscheidung auf Grundlage der Bilder des übertragenden Senders getroffen wurde, wurden Ihnen von diesem Sender etwa nur die Aufnahmen unseres Spielers zur Verfügung gestellt? Wenn der VAR bei dem Vorfall auf dem Spielfeld beide Spieler aus sämtlichen Perspektiven beobachten konnte, warum hielt er es dann nicht für notwendig, den Schiedsrichter zum Monitor zu rufen?“, hieß es in der offiziellen Mitteilung.
Zudem griff Besiktas die Berichterstattung des Rechteinhabers der Trendyol Süper Lig direkt an. „Auch der übertragende Sender der Trendyol Süper Lig, von dem eine objektive und dem Gleichheitsprinzip entsprechende Berichterstattung erwartet wird, ist bei der Art und Weise, wie er die betreffende Szene im Fernsehen zeigte, durchgefallen. Der Sender zeigte unseren Spieler im Bild, verzichtete jedoch darauf, den gegnerischen Spieler zu zeigen, und handelte damit entgegen den journalistischen Grundsätzen“, hielt der Klub fest.
Juristische Schritte zur Verteidigung des Spielers angekündigt
Um eine Bestrafung ihres Leistungsträgers abzuwenden, kündigten die Verantwortlichen des Traditionsklubs den Gang vor die zuständigen Instanzen an. „Als Besiktas JK werden wir bei den zuständigen Stellen die erforderlichen Einsprüche einlegen, um die Rechte unseres Klubs und unseres Spielers Dusan Vlahovic zu schützen. Dies teilen wir der Öffentlichkeit mit allem gebotenen Respekt mit“, schloss die Führung von Besiktas ihre Stellungnahme ab. Der Klub vom Dolmabahce-Palast hatte das Derby durch den Treffer von Dusan Vlahovic mit 2:1 gewonnen.


2 Kommentare
Übrigens hat unser Spieler Meireles seinerzeit für die gleiche Geste / Aussage eine von der TFF (Türk Feto Federasyonu) Spielsperre von ganzen 12 Spielen bekommen, das wollte ich in diesem Zusammenhang mal kurz erwähnen…
Link:
https://www.kicker.de/mega-sperre-fuer-raul-meireles-579516/artikel
Hört auf informationen zu verbreiten, worüber ihr selbst nicht mal informiert seid. Oder informiert euch erst mal bevor ihr postet.
Meireles hat 12 spiele sperre bekommen mit der begründung, er hätte diese geste gemacht UND den schiedsrichter angespuckt. Nachhinein hat fener wiederberufung gemacht und mit videos bewiesen, das er nicht absichtlich gespuckt hat und die strafe wurde reduziert auf 4.
Nun besiktas macht ebenfalls eine wiederberufung, weil man mit videos beweisen will, das er auf übelste, auch über längere zeit, massiv provoziert und angegangen wurde. Somit müsste die strafe milde bleiben. Aber wir wissen ja alle, tff hat ein problem mit bjk.