Im Anschluss an das torlose Testspiel zwischen Schachtjor Donezk und Bursaspor hat Cheftrainer Arda Turan zum organisatorischen Hürdenlauf im Vorfeld der kommenden UEFA Champions League Stellung bezogen. Wie der 39-jährige Übungsleiter erklärte, wird der ukrainische Topklub seine Heimspiele in der „Königsklasse“ voraussichtlich im englischen London austragen müssen. Der ursprüngliche Wunsch, die internationalen Partien auf türkischem Boden vor heimischer Kulisse zu bestreiten, scheiterte an den strengen Statuten der europäischen Fußball-Union. Das Vorbereitungsspiel im vollbesetzten Stadion von Bursaspor endete zwar mit einem 0:0-Unentschieden, lieferte dem Trainerteam jedoch wertvolle Erkenntnisse für die anstehenden Aufgaben auf europäischer Ebene.
Champions-League-Stimmung in Bursa: Lob für die Kulisse
Der frühere Nationalspieler zeigte sich nach dem Schlusspfiff zutiefst beeindruckt von der Kulisse und sparte nicht mit Worten des Dankes an die Anhängerschaft des Gegners. „Dass sie in dieser Zahl zu einem Testspiel gekommen sind, hat uns wirklich geehrt. Ich persönlich kann ihnen gar nicht genug danken. Sie waren großartig. Ich hatte meinen Spielern vorher gesagt, dass sie eine Champions-League-Atmosphäre erwarten können. Aber selbst in der Champions League findet man eine solche Atmosphäre nicht in jedem Stadion. Es war einfach großartig“, schwärmte Arda Turan von der mitreißenden Kulisse.
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UEFA-Vorgaben verhindern Heimspiele in der Türkei: Umzug nach London
In Bezug auf die Europapokal-Heimspielstätte erläuterte der Coach die vertrackte Ausgangslage und die regulatorischen Vorgaben des Verbandes. „Im Moment sieht es danach aus, dass wir in London spielen werden. Wir wollten in die Türkei kommen, aber die Vorgaben der UEFA machen es uns sehr schwer. Ansonsten wäre es fantastisch gewesen, vor diesen Fans zu spielen – vor den Anhängern von Göztepe, Bursa oder Eskisehir. Aber wir können daran nichts ändern. Wir freuen uns auf unsere Fans in London, auf die ukrainische Bevölkerung, die türkischen Zuschauer – wir heißen alle willkommen“, führte Turan enttäuscht, aber pragmatisch aus.
Top 24 als großes Ziel trotz erschwerter Vorbereitung
Trotz der komplizierten Begleitumstände und der enormen Herausforderungen durch den anhaltenden Krieg hat der Cheftrainer mit seiner Mannschaft ambitionierte Ziele für die europäische Königsklasse im Blick. „Die ersten 24 zu erreichen, wäre für uns ein riesiger Traum. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Unter den Bedingungen eines Krieges ein Team aufzubauen, ist unglaublich schwierig“, betonte der Trainer mit Blick auf die sportliche Zielsetzung. Weiter erklärte Arda Turan zum Stand der Vorbereitung: „Wir befinden uns außerdem noch mitten in unserer Saisonvorbereitung. Wir haben innerhalb von vier Tagen drei Testspiele absolviert. Die heutige Partie war für uns eine sehr gute Standortbestimmung. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen.“


