Der türkische Erstligist Samsunspor setzt seine intensive Vorbereitung auf die neue Trendyol Süper Lig-Saison derzeit im Trainingslager in den Niederlanden fort. Mittelfeldakteur Celil Yüksel nutzte die Gelegenheit im Camp, um ausführlich über seine Rückkehr nach einer langwierigen Verletzung, seine persönliche Weiterentwicklung unter dem neuen Cheftrainer Thorsten Fink, die mannschaftsinterne Dynamik sowie seinen ganz großen Karrieretraum von der türkischen Nationalmannschaft zu sprechen.
Verletzungspause als Geduldsprobe und Lehre
Nach seiner Rückkehr auf den Rasen blickte der 28-jährige Mittelfeldakteur auf die physisch wie mental anstrengende Ausfallzeit zurück und betonte, wie sehr ihm das Spiel gefehlt habe. „Eine Verletzung ist etwas, das sich kein Fußballer wünscht. Es ist eine Phase, vor der jeder Spieler Angst hat. Zum Glück dauerte meine Verletzung nicht besonders lange. Dennoch merkt man erst, wenn man nicht auf dem Platz stehen kann, wie sehr einem der Fußball fehlt. Selbst im Urlaub vermissen wir den Fußball. Ich wollte deshalb so schnell wie möglich zurückkehren und wieder alles für die Mannschaft geben. Diese Zeit hat mir vor allem Geduld beigebracht“, erklärte Yüksel offen.

Kampfgeist als Markenzeichen im Mittelfeld
Der Profi gilt als extrem lauf- und zweikampfstarker Akteur auf der Sechser- und Achterposition. Seinen unermüdlichen Einsatz auf dem Spielfeld sieht er als fest im Charakter verankert an. „Ich liebe den Kampf auf dem Spielfeld. Das gehört einfach zu meinem Charakter. Sowohl im Training als auch im Spiel bin ich immer ehrgeizig und kämpferisch. Ich hasse es zu verlieren. In den schwierigsten Momenten eines Spiels motiviert mich der Gedanke, für meine Mannschaftskameraden, für mich selbst und für das Wappen von Samsunspor zu kämpfen“, unterstrich der gebürtige Samsuner.
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Traum von der A-Nationalmannschaft und Akzente unter Thorsten Fink
Ein zentraler Meilenstein bleibt für den Mittelfeldspieler das Auslaufen im Trikot der A-Nationalelf der Türkei. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet er akribisch an seinen Stellschrauben. „Jedes türkische Kind träumt davon, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Das gehört auch zu meinen größten Träumen. Ich durfte bereits für die türkischen Nachwuchsnationalmannschaften spielen. Hoffentlich werde ich eines Tages auch für die A-Nationalmannschaft auflaufen dürfen. Ich weiß, dass ich mich noch in einigen Bereichen verbessern muss. Gemeinsam mit unserem neuen Trainer möchte ich gezielt an meinen Schwächen arbeiten und mir den Traum von der A-Nationalmannschaft erfüllen“, blickte Yüksel ambitioniert voraus.
Einen großen Anteil an dieser Entwicklung soll der neue Übungsleiter haben. Über die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Thorsten Fink fand der 28-Jährige äußerst positive Worte: „Unser Trainer hat uns vom ersten Tag an ganz klar erklärt, was er von uns erwartet. Vor allem den Mittelfeldspielern hat er seine Vorstellungen sehr deutlich vermittelt. Wir versuchen nun, diese Vorgaben bestmöglich auf dem Platz umzusetzen. Hoffentlich gelingt es uns, dies über die gesamte Saison hinweg noch erfolgreicher umzusetzen.“

Herzlicher Empfang für Neuzugänge und Kampfansage an die Konkurrenz
Hinsichtlich des Kaders von Samsunspor hob der Mittelfeldstratege die Bedeutung eines gesunden Konkurrenzkampfs hervor und betonte seine eigene Rolle bei der Integration der neuen Mitspieler. „Wettbewerb ist in jedem Bereich des Lebens wichtig. Er trägt enorm zur persönlichen Entwicklung bei. Unsere neuen Mitspieler sind sehr sympathische und herzliche Menschen. Wir haben versucht, sie bestmöglich willkommen zu heißen. Als Sohn dieser Stadt und mittlerweile einer der erfahrenen Spieler von Samsunspor unterstütze ich sie so gut ich kann bei ihrer Eingewöhnung. Ich bin überzeugt, dass der Konkurrenzkampf sowohl unsere individuelle Entwicklung als auch den Erfolg der gesamten Mannschaft fördern wird“, führte der Profi aus.
Zum Abschluss richtete Celil Yüksel eine leidenschaftliche Botschaft an den eigenen Anhang: „Ganz gleich, ob ich eine Minute oder 90 Minuten spiele – ich werde immer alles geben. Als Sohn dieser Stadt und als Spieler von Samsunspor empfinde ich eine große Verantwortung. Unsere Fans können beruhigt sein. Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel, zu gewinnen – egal ob zuhause oder auswärts. Wir werden auf dem Platz bis zur letzten Minute kämpfen, und unsere Fans werden uns dabei von den Rängen unterstützen.“



2 Kommentare
Ich kenne Celil Yüksek noch sehr gut aus der GS Jugend. Das war damals eine Truppe, von denen ich mindestens 2-3 den Sprung zu einem etablierten Süper Lig Spieler zugetraut hatte.
Celil Yüksel, Atalaya Babacan, Yunus Akgün, Süleyman Lus, Abdussamet Karnucu, Kaan Arslan und Mustafa Fettahoglu waren da so einige Namen. Leider sind viele irgendwo ganz weit unten im Amateurbereich gelandet.
Ich hatte viel von Celil gehalten, leider ist er mit 28 sehr spät zu einem Stammspieler bei Samsunspor geworden, aber immerhin hat er den Sprung zum Profi geschafft. Wäre er noch Anfang der 20er, wäre er für jeden Istanbuler Verein eine Option gewesen.
Leider kriegen die U-Mannschaften und Ligen keinerlei Beachtung. Ich habe auch sehr viel von Eren Aydin gehalten, der wenigstens jetzt in Azerbaijan kickt und regelmäßig trifft.
Ich erinnere mich auch daran, dass Eren Aydin so etwas gesagt hat wie, ich wurde in der U-Mannschaft mit über 20 Toren Torschützenkönig und habe gegen Arda Güler gespielt. Er ist nun bei Real Madrid und ich in der zweiten türkischen Liga (ist dann nach Corum FK gewechselt aus unserer Jugend).
Ich vermisse Heiko Vogel schmerzlich im Trainerteam von Thorsten Fink.
Zu seiner Zeit beim FC Basel war Heiko Vogel der Co von Fink.
Auch wenn ich den FC Basel nicht mag war das ein Mosterverein damals.
Die ganze Premier League zitterte nicht in die Schweiz nach Basel zu müssen.
Einzeln haben weder Fink noch Vogel diesen Erfolg jemals erneut erreicht.
Wenn er Heiko Vogel noch nach Samsun holen würde sehe ich einen Meisterschaftskandidaten.