Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auf der 1907-Tribüne des Sükrü-Saracooglu-Sportkomplexes hat Neuzugang Romelu Lukaku seinen Vertrag bei Fenerbahce offiziell unterzeichnet. Im Anschluss an die Unterschrift präsentierte sich der belgische Top-Stürmer vor den Medienvertretern angriffslustig und räumte Spekulationen über seinen Fitnesszustand energisch aus dem Weg. Wie aus den Äußerungen des Angreifers hervorgeht, verspürt er großen Tatendrang für seine neue Aufgabe in Istanbul: „Wenn wir uns meine engen Freunde und die Menschen in meinem Umfeld anschauen, sind 50 Prozent meiner Freunde Türken. Dass ich hierhergekommen bin, ist daher eigentlich eine zwangsläufige und logische Konsequenz. Jetzt bin ich hier. Ich hatte bereits erzählt, dass ich schon als Kind hier war. Auch mein Bruder hat hier gespielt. Das letzte Tor meines Vaters fiel ebenfalls hier. Wenn ich mich nicht irre, war es gegen Fenerbahce. Auch mein letztes Spiel habe ich hier bestritten, damals mit der Nationalmannschaft. Genau das habe ich gebraucht. Wir sprechen hier von einem Klub mit einer sehr starken Vision. Auch ich habe meine Ziele. Ich bin ein Spieler, der gewinnen will und es überhaupt nicht mag, zu verlieren. Die Ziele des Vereins und meine eigenen stimmen überein. Ich denke, beide Seiten wollen gewinnen. Ich werde mein Bestes geben und mein Maximum abrufen.“
Dementi bezüglich Ausfallzeit und baldiges Debüt im Visier
Gerüchte über eine mehrwöchige Pause wies der 33-jährige Angreifer entschieden zurück. Lukaku betonte ausdrücklich, dass er sich bereits im Mannschaftstraining befinde und zeitnah auf dem Platz stehen wolle: „Vier bis sechs Wochen sind meiner Meinung nach zu lang. Ich möchte sagen, dass ich zu 100 Prozent fit bin. Gestern habe ich bereits mit der Mannschaft trainiert. Ich habe ein fünf- bis sechstägiges Programm vor mir. Ich möchte nächste Woche spielen. Ich möchte mir meinen Platz erkämpfen und der Mannschaft helfen. Vier bis sechs Wochen sind etwas zu lang. Ich bin nicht verletzt, ich bin fit.“

Ehrlicher Austausch mit Cheftrainer Ismail Kartal
Sehr positiv bewertete der belgische Nationalstürmer das erste persönliche Treffen mit Cheftrainer Ismail Kartal. Die gezeigte Transparenz des Übungsleiters bezeichnete der Offensivstar als Schlüssel für die künftige Zusammenarbeit: „Bei unserem Gespräch gestern hatte ich den Eindruck, dass er ein sehr ehrlicher Mensch ist. Das hat er auch selbst während unseres Gesprächs betont. Er hat mir erklärt, was er von mir erwartet. Diese Ehrlichkeit ist für mich wichtig. Ich bin jemand, der Ehrlichkeit schätzt. Er sagte, dass er seinen Spielern gegenüber immer ehrlich ist. Wir spielen offensiven Fußball, und das ist etwas, das mich glücklich macht. Ich habe sehr klar und deutlich verstanden, was er von mir erwartet. Ich kann es kaum erwarten, mein Bestes zu geben, sobald ich zum Einsatz komme.“
Gespräche mit Mannschaftskollegen und Raul Meireles
Vor seinem Wechsel holte sich der Angreifer umfassende Informationen über die Gelb-Marineblauen ein. So sprach er intensiv mit Ex-Spieler Raul Meireles, der ihm in zweieinhalbstündigen Telefonaten von der Größe des Klubs, den Fans und der Führung vorschwärmte, und kündigte an, auch Nicolas Anelka noch anzurufen. Zudem tauschte sich der Belgier mit seinen neuen Teamkollegen Milan Skriniar, Matteo Guendouzi, Fred, Nathan Ake, Ngolo Kante und Mert Müldür aus, mit denen er nach der Ankunft im Trainingszentrum bereits ein gemeinsames Abendessen verbrachte. Lukaku erklärte, dass innerhalb der Mannschaft eine hervorragende Atmosphäre herrsche und er den großen Willen der Kabine spüre, weshalb man jedes Spiel wie ein Finale betrachten müsse.

Klare Ansage im Meisterschaftskampf und Europa
Abschließend unterstrich der erfahrene Stürmer die hohen Ambitionen des Traditionsklubs auf allen Hochzeiten: „Unsere Ziele sind ganz klar. Wir wollen Meisterschaften und Pokale gewinnen. Ich muss betonen, dass wir sehr viele qualitativ starke Spieler in der Mannschaft haben. Dazu kommen unsere Ziele in Europa. Wir sind bei einem großen Klub. Es ist völlig normal, dass die Erwartungen hoch sind. Wir müssen in allen Wettbewerben unser Bestes zeigen. Wille und Leidenschaft sind sehr wichtige Faktoren. Man muss von Spiel zu Spiel sein Bestes geben und jede Partie gewinnen. Die Liga ist ein langer Marathon. Wir müssen bis zum Ende konzentriert bleiben. In jedem Spiel müssen wir diesen Ehrgeiz und diesen Willen zeigen, um erfolgreich zu sein. Auch in Europa wollen wir erfolgreich sein. Wenn man bei Fenerbahce spielt, sind diese Ziele unvermeidlich. Diesen Weg muss man gehen. Das ist unser Wunsch und darauf kommt es an. Genau das hat mich auch gereizt. In diesem Klub gibt es viele charakterstarke Spieler. Meiner Meinung nach können wir sehr gute Arbeit leisten. Wir müssen jedes Spiel gewinnen, wir müssen jedes Spiel gewinnen.“


1 Kommentar
Schön das er fit und motiviert ist, aber setzen wir ihn jetzt vor Talisca’s Nase ?
Talisca hat sich eine Startelf Aufstellung aufgrund seiner guten Leistungen in den letzten Spielen verdient, es wäre irgendwo unfair wenn er jetzt auf der Bank Platz nehmen müsste.
Andererseits müssen wir die Beste Elf rausschicken, ich weiß nicht ob Lukaku oder Talisca der bessere Stürmer wäre gegen Lyon.
Talisca kommt mit Toren und Selbstbewusstsein aus den vorherigen Spielen, er ist auch motiviert und ich denke man sollte auf dieser Welle weiter reiten.
Das bedeutet, ich würde mit Talisca starten…
Sollte dann Talisca in den Anfangsminuten Treffen, wird er nicht mehr aufzuhalten sein.
Talisca ist so ein „Gefühlsmensch“ wenn der einmal bock hat und du ihn nach vorne peitschst, dann liefert der wirklich ab.