121 Jahre Galatasaray: Traditionsreiche Jubiläumsfeier am Gymnasium und scharfe Kritik von Dursun Özbek
Der türkische Meister Galatasaray hat sein 121-jähriges Bestehen mit einer Reihe feierlicher Zeremonien begangen. Die Auftaktveranstaltungen begannen mit einem Gedenken am Grab des Vereinsgründers und Mitglieds Nummer 1, Ali Sami Yen, auf dem Friedhof Feriköy, wo ebenso dem Ehrenpräsidenten von Besiktas, Süleyman Seba, gedacht wurde. Nach einer Kranzniederlegung am Atatürk-Denkmal auf dem Taksim-Platz versammelte sich die Gelb-Rote Gemeinschaft im Tevfik-Fikret-Saal des traditionellen Galatasaray-Gymnasiums. Eine emotionale Videopräsentation untermalte die traditionsreiche Klubhistorie vor den anwesenden Mitgliedern und Ehrengästen.
GazeteFutbol gibt es jetzt auch als APP – Jetzt herunterladen!
Dursun Özbek würdigt das Erbe und die Vision der Gründerväter
In seiner Eröffnungsrede blickte Klubpräsident Dursun Özbek auf die Ursprünge des Vereins zurück und hob das stetig gewachsene Fundament der Gelb-Roten hervor: „Heute erleben wir die Freude und den Stolz, den 121. Jahrestag der Gründung Galatasarays an dem Ort zu feiern, an dem unser Klub geboren wurde. Vor 121 Jahren verließen Ali Sami Yen und seine Freunde diese Schulbänke und machten sich auf den Weg, um einen großen Traum zu verfolgen: nichttürkische Mannschaften zu besiegen.“
Dursun Özbek verwies eindringlich darauf, dass der sportliche Erfolg nur eine Säule des Traditionsvereins darstellt: „Was Galatasaray groß macht, sind nicht nur die gewonnenen Pokale und Meisterschaften. Galatasaray ist mit seiner in der Bildung verwurzelten Kultur, seinem Wissen, seinem Gewissen, seiner Haltung, seinen Traditionen und seinem starken, von Generation zu Generation weitergegebenen Zugehörigkeitsgefühl eine einzigartige Institution.“ Der Präsident betonte, dass der Traum junger Anhänger vor 121 Jahren heute der gemeinsame Stolz von Millionen geworden sei und man in jeder Sportart nach dem höchsten Niveau strebe.

Humorvoller Dialog mit Alp Yalman und Ehrung verdienter Mitglieder
Ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten war das Anbringen der Jubiläumsplakette an der Alterstafel durch das dienstälteste anwesende Mitglied, den früheren Klubpräsidenten Alp Yalman. Nach der Überreichung der Plakette durch die Nationalathletin Sila Kologlu zeigte sich Alp Yalman bewegt und erklärte, dass dies für ihn eine außerordentlich bedeutungsvolle Erinnerung sei, die er bis zum Ende seines Lebens an einem ganz besonderen Platz bewahren werde. Als Präsident Dursun Özbek ihn schmunzelnd fragte, wie es sich anfühle, das älteste Mitglied zu sein, entgegnete Alp Yalman prompt: „Du wirst es auch sein.“ Der schlagfertige Kommentar sorgte für Erheiterung und Applaus im Saal.
Im weiteren Verlauf stellte der Vorsitzende des Divan-Kurulu, Aykutalp Derkan, die historischen Persönlichkeiten Tevfik Fikret und Abdurrahman Seref Bey vor. Anschließend überreichte er den Mitgliedern, die dem Divan seit 50 Jahren angehören, ihre Urkunden und Medaillen. Sämtliche im vergangenen Jahr gewonnenen Pokale wurden offiziell dem Vereinsmuseum übergeben, ehe die Feierlichkeit traditionell mit dem Servieren des Galatasaray-Pilaws endete.

Sportliche Ambitionen und Kritik am Verband nach Nationalmannschafts-Pleite
Am Rande der Feierlichkeiten bezog Dursun Özbek auch Stellung zur aktuellen Lage in der Süper Lig und den kommenden Aufgaben. Er stellte klar, dass der Terminkalender eng gesteckt sei und es in dieser Saison keine einfachen Spiele gebe. Das große Ziel des Vereins sei das Erreichen der 27. Meisterschaft sowie der fünften Meisterschaft in Folge, gepaart mit Erfolgen auf europäischer Ebene. Nach der Länderspielpause treffe man am Freitag auf Kasimpasa, bevor die schwere Partie gegen FC Barcelona bevorstehe.
Deutliche Worte fand der Klubchef zum Abschneiden der türkischen Nationalmannschaft: Die jüngste 0:3-Niederlage und die bisherigen Ergebnisse hätten die Gemeinschaft traurig gemacht. Die Resultate seien deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, weshalb man nun auf die Reaktion und Haltung des Verbandes warte.

MHK-Skandal: Özbek prangert Schweigen des Verbandes an
Scharfe Kritik äußerte Dursun Özbek an den Entwicklungen rund um den Zentralen Schiedsrichterausschuss (MHK) und die Verhaftung des Vorsitzenden Ferhat Gündogdu sowie eines namhaften Schiedsrichters. Dursun Özbek stellte klar, dass der Verein frühzeitig vor diesen Zuständen gewarnt habe: „Hätte man rechtzeitig gehandelt und diese Änderung vorgenommen, wären wir heute nicht in einem Chaos aufgewacht, das wir überhaupt nicht brauchen. In einer Woche beginnt die Liga wieder, und es gibt praktisch keinen MHK.“
Abschließend forderte der Präsident des Meisters eine rasche Aufklärung und ein Ende der Ungewissheit seitens der Verbandsführung: „Wir als Klub haben diese Situation schon sehr früh erkannt und darauf hingewiesen, aber niemand hat sich darum gekümmert. Jetzt herrscht beim Verband Schweigen. Dabei müssten sie so schnell wie möglich vor die Öffentlichkeit treten und erklären, was sie tun werden. Dieses Schweigen verheißt nichts Gutes.“ Sollte eine Unterbrechung der Liga notwendig sein, müsse der Verband dies transparent entscheiden und handeln, um erneute Diskussionen nachhaltig zu unterbinden.




1 Kommentar
Mal schauen, was noch so passieren wird. Skeptisch bin ich sowieso. Es werden willkürlich irgendwelche Leute ständig verhaftet. Und danach hört man nichts mehr…
Jetzt sind aber die Leute vom MHK und Yasin Kol verhaftet. Der Kol, der die letzten beiden Derby pfeifen durfte und wie er das gemacht hat, haben wir alle gesehen.
Habe mal die Google KI befragt:
„Nein, im Profifußball (wie der Bundesliga) ist es absolut unüblich, dass derselbe Schiedsrichter sowohl das Hin- als auch das Rückspiel desselben Derbys in einer einzigen Saison leitet.Der DFB und die Schiedsrichter-Kommissionen versuchen bei der Ansetzung der Unparteiischen bewusst, Abwechslung und maximale Neutralität zu gewährleisten.
Dass es extrem selten vorkommt, hat vor allem folgende Gründe:
Vermeidung von Vorbelastungen: Hat ein Schiri im Hinspiel eine strittige Entscheidung getroffen (z. B. einen umstrittenen Elfmeter gepfiffen), stünde er im Rückspiel unter massivem Druck der Fans und Medien. Man will verhindern, dass alte Geschichten das neue Spiel belasten.
Der Pool an Top-Schiedsrichtern: In der Bundesliga gibt es jede Saison rund 22 bis 24 Elite-Schiedsrichter. Da es pro Saison nur zwei Aufeinandertreffen der beiden Teams gibt, ist die Auswahl groß genug, um zwei verschiedene Referees anzusetzen.
Gleichmäßige Verteilung: Die Schiedsrichter-Bosse achten darauf, dass Spitzenreferees im Laufe einer Saison möglichst viele verschiedene Teams pfeifen und kein Team übermäßig oft leiten.“
Tja, und man hat gesehen, wie er gepfiffen hat. Gefühlt alles gegen uns. Bei dem Piepsmännern hat er sogar in anderen Spielen alles mögliche gemacht. Elfer außerhalb vom Strafraum, obwohl es nicht mal ein Faul war. Dann war ein 2. Ball im Spiel. Er lässt nach dem Einwurf weiter laufen und zeigt dem Gegenspieler an, dass er den Ball einfach raushauen soll. Natürlich, denn sein Team war gerade am angreifen…
—
Passieren wird aber bestimmt sowieso nichts… In der Türkei sind viele Sachen korrupt. Von oben bis unten.
Meine Meinung: Die Geldgieriegen da oben möchten die Liga zum einen „spannend“ halten. Wenn wir z. B. schon 3 Monate vorher safe Meister wären, würden sie weniger Geld bekommen. Zum anderen kommen sie mit komischen Entscheidungen, um persönlich davon zu profitieren. Weil die „großen Hunde“ da oben wohl selber wetten und somit kassieren sie garantiert ab.
—
Dann haben wir gestern ein 3-0 zu einem 3-3 gegen Pendik gemacht. Man sind wir gerade down… Wir müssen uns unbedingt aufrappeln.
Unsere nächsten Spiele: Kasimpasa, Barca, Gencler, Lille, Fener…