Enthüllung vor Italien-Schlager: Steht Vincenzo Montellas Entlassung bereits fest?
Für Vincenzo Montella könnte die Begegnung gegen Italien am vierten Spieltag der UEFA Nations League der letzte Auftritt auf der Trainerbank der türkischen Nationalmannschaft sein. Nach dem Aufeinandertreffen in der Gruppe 1 endet die aktuelle Länderspielphase im Oktober. Wie die Tageszeitung Türkiye berichtet, wird die Führung des Türkischen Fußballverbandes (TFF) am Dienstag eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des 52-jährigen Übungsleiters treffen. Ob vor Beschlussfassung durch den Verbandsvorstand noch ein persönliches Gespräch mit Vincenzo Montella stattfindet oder die Trennung direkt vollzogen wird, ist bislang offen. Sollte es zu einer vorzeitigen Entlassung vor dem eigentlichen Vertragsende im Jahr 2028 kommen, stehe die Abfindungssumme bereits fest: Dem Vernehmen nach stünden dem Italiener drei Monatsgehälter in Höhe von jeweils 182.000 Euro zu, was einer Gesamtsumme von 546.000 Euro entspricht.
GazeteFutbol gibt es jetzt auch als APP – Jetzt herunterladen!
Abschlusstraining auf dem Gelände von Standard Lüttich absolviert
Ungeachtet der Spekulationen um das Cheftraineramt schloss die türkische Nationalmannschaft ihre sportlichen Vorbereitungen auf die anstehende Auswärtspartie gegen Italien ab. Die letzte Übungseinheit unter der Regie von Vincenzo Montella wurde auf dem Akademiegelände des belgischen Traditionsklubs Standard Lüttich durchgeführt. Das Programm begann mit Aufwärmübungen sowie anschließenden Einheiten zu Passspiel, Rondo und Beweglichkeit. Im zweiten Teil der Trainingseinheit rückten die taktische Ausrichtung für das Italien-Spiel sowie Einstudierungen von Standardsituationen in den Fokus, ehe das Training mit einem taktischen Abschlussspiel beendet wurde.

Sorgen um Emirhan Topcu und Can Uzun vor dem Nations-League-Auftritt
Personell musste das Trainerteam im Rahmen der Abschlusseinheit zwei verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen. Abwehrspieler Emirhan Topcu, der bereits im Verlauf des Lehrgangs wegen Knieschmerzen pausieren musste, brach das Training vorzeitig ab, nachdem erneut Beschwerden an derselben Stelle auftraten. Offensivtalent Can Uzun plagt sich unterdessen mit Schmerzen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Der Youngster absolvierte lediglich den ersten Teil der Einheit gemeinsam mit der Mannschaft und setzte das Pensum anschließend im Rahmen eines individuellen Rehaprogramms fort.

Die gesamte Einheit wurde vor Ort von der Verbandsspitze aufmerksam verfolgt. Sowohl TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu als auch Generalsekretär Abdullah Ayaz waren in Belgien anwesend, um sich persönlich ein Bild vom Zustand der Mannschaft vor dem wegweisenden Länderspiel zu machen.




8 Kommentare
Fangfrage:
Was haben die türkische NM und GS gemeinsam?
Na sie kassieren in Europa bei jedem Spiel minimum 3 Gegentreffer….
Die guten und starken Gegner in der CL kommen noch.
Mach dir keine Gedanken wenn euch Aston Villa/Liverpool ein paar Dinger reindrücken
Wenn Montella weg ist, wird dieser Clown Terim kommen. Es wird sich nichts ändern. Bruyne hat Lionel Ballon vergewaltigt.
Termin ist und bleibt mein Alptraum! Der letzte Steinzeitmensch 😉
So ein Stuss, dass Terim kommt halte ich für die geringste Wahrscheinlichkeit. Ich denke, die Trainerkarriere hat İmparator Fatih Terim beendet. Reicht auch wir haben genug junge hungrige Trainer.
Auch ich ärgere mich über viele Entscheidungen von Montella. Aber wird es besser, wenn er geht? Dass wir am Ende des Tages nur eine mittelmäßige Nationalmannschaft haben, muss man niemandem erklären. Der Aufstieg in die A-Gruppe war ohnehin mehr Fluch als Segen. Die NL sollte meiner Meinung nach wieder abgeschafft werden.
Welcher Coach könnte mit dem vorhandenen Material besser arbeiten? Die türkische Nachwuchsarbeit ist für die Tonne. Bei wichtigen Turnieren der U-Nationalmannschaften spielen wir nie eine Rolle. Die Qualifikation für die Endrunde der U-21-EM wäre beispielsweise schon ein Erfolg. Auf dieser Basis müssen unsere Nationaltrainer dann arbeiten (zaubern). Natürlich richtet sich der Blick dann auch auf die Topligen Europas und türkischstämmige Spieler wie beispielsweise Kenan Yildiz oder Can Uzun. Das Ziel sollte jedoch sein, dass wir die Spieler selbst entwickeln und wieder ins Spielen bringen. Stattdessen verschwinden viele Spieler mit Potenzial in den unteren Ligen, wo sie sich nur schlecht weiterentwickeln bzw. in ihrer Entwicklung steckenbleiben. Oder die „großen Vier“ holen sich die Spieler, die dann nur als „Quotentürken“ in der eigenen nationalen Liga fungieren und oft in der Versenkung verschwinden, wie zuletzt Kutucu, der niemals zu Gala hätte wechseln dürfen. Auch wenn er kein Brecher ist, ist er zwei Klassen besser als Gül im Sturm. Aber im Sturm wird er nicht mehr eingesetzt, sondern auf dem Flügel vergeudet. Positionsfremd! Kennen wir, oder?
Hier ist Montella leider ebenfalls blind, denn er scheint nicht zu wissen, dass Kutucu ein großes Stürmer-Talent ist und zumindest unsere Not im Sturm etwas mildern könnte, wenn man ihn lassen würde. Stattdessen kommen der 1,20 m kleine Aktürkoglu oder der grobmotorische Flügelflitzer Yilmaz im Sturmzentrum zum Einsatz. Das funktioniert gegen mittelmäßige Gegner wie Ungarn, Rumänien oder Kosovo, aber eine Etage höher reicht es nicht.
Okay, sagen wir Montella fliegt, aber was kommt dann? Der Messias? Wer will schon auf so einen Schleudersitz in der Türkei, wo sich ein ganzes Land überschätzt und zu Höherem berufen fühlt?
Anstatt froh zu sein, dass wir zumindest wieder Anschluss gefunden haben, sind die Erwartungen, jeden Gegner, egal ob Frankreich, England oder Spanien, zu bezwingen, uns für jede Endrunde zu qualifizieren und mindestens Dritter zu werden, wieder gestiegen. 2002 war die Erwartungshaltung geringer: Dabeisein war alles (ich war dabei) und so hat die Mannschaft mit deutlich weniger Druck als heute den dritten Platz belegt. Natürlich hatten wir damals bis auf Brasilien nur machbare Gegner. Das ist bei der diesjährigen WM nicht anders gewesen, aber die Erwartungshaltung war im Vergleich zu 2002 gigantisch. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir bald wieder in der Versenkung verschwinden und den Top 20 der Welt für Jahre am Hintern schnüffeln dürfen.
Du hast vollkommen Recht, bis auf eine Sache:
2002 war der Druck ebenfalls hoch. Der Rekordmeister hatte mit 7-8 türkischen Stammspielern zwei Europapokale gewonnen. Diese Spieler hatten auch EM-Viertelfinale gespielt, sehr unglücklich gegen Portugal verloren. Alışmıştık zaferlere. Der 3.Platz war keine Überraschung.
Damals hatten wir echte Stars. Jetzt nur noch götü kalkmış Ballons, die nur gegen Getafe und Elche performen .
@Fair Play
Richtig, Druck war 2002 natürlich auch da, im Vergleich war dieser etwas geringer. Natürlich waren das damals auch richtige Kerle wie Şaş, der wie auf Koks spielte. 😉 Der war der heimliche Star der WM. Damals hatte die Mannschaft echte Anführer in allen Mannschaftsteilen.
Nach der WM 2002 war die Erwartungshaltung enorm gestiegen und bei der WM 2006 wollten wir nichts anderes als Weltmeister werden. Dann kam Blatter (Beschiss gegen die Schweiz) und aus war es mit uns für viele Jahre 🫣