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Startseite » Polats Post-Match-Analyse: Drei gravierende Fehler und Montellas taktischer Starrsinn kosten die Türkei die WM
Türkei & Legionäre 20. Juni 2026

Polats Post-Match-Analyse: Drei gravierende Fehler und Montellas taktischer Starrsinn kosten die Türkei die WM

Von Anil P. Polat84 Minuten Lesezeit
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Polats Post-Match-Analyse: Drei gravierende Fehler und Montellas taktischer Starrsinn kosten die Türkei die WM
Foto: IHA/KI-generiert

Das WM-Aus offenbart die großen Probleme der Türkei

Nach der bitteren Paraguay-Pleite (0:1) ist klar: Die Türkei kann aus dieser Weltmeisterschaft nur eine Sache mitnehmen, den Ballbesitz, denn aus diesem ist nichts Zählbares entsprungen. Das vorzeitige Aus bei dieser Endrunde, bei der 32 von 48 Teams weiterkommen werden, ist ein massiver Rückschlag für den türkischen Fußball, der in den vergangenen Jahren eine so vielversprechende Entwicklung mit großen Talenten aufwies. Doch nachdem das Aus der „Milli Takim“ nun offiziell feststeht, kann man die Kritik jetzt deutlich härter äußern.

Drei Fehler wurden der Türkei zum Verhängnis

Drei gravierende Fehler sind der Türkei dabei zum Verhängnis geworden. Nummer eins: die enorme Emotionalität und Selbstüberschätzung, zweitens das im Vorfeld explizit beschriebene Fehlen eines Topstürmers und drittens das Beharren von Nationaltrainer Vincenzo Montella auf gewisse Spieler und taktische Vorlieben bzw. das Fehlen von Flexibilität. Wie wurde mal so treffend gesagt: „Es ist Wahnsinn, immer wieder dasselbe zu versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“ Dieser Satz, der fälschlicherweise oft dem Physiker Albert Einstein zugeschrieben wird (Original: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“), beinhaltet jedoch eine große Wahrheit.

Polats Post-Match-Analyse: Drei gravierende Fehler und Montellas taktischer Starrsinn kosten die Türkei die WM
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Warum die Türkei immer wieder in dieselbe Falle lief

Warum soll die Spielweise, die gegen Australien nicht funktioniert hat, gegen ein exakt ähnlich agierendes Team plötzlich funktionieren? Fakt eins: Die Türkei tut sich schwer gegen körperlich robuste Teams, die tief stehen und aggressiv verteidigen. Fakt zwei: Kerem Aktürkoglu gegen physisch starke, hochgewachsene Innenverteidiger aufzubieten, funktioniert ebenfalls nicht. Also warum darauf so dermaßen penetrant bestehen?

Aktürkoglu ist bei freien Räumen und in Eins-gegen-eins-Positionen bei Kontern wirkungsvoll. Nicht bei Kopfbällen oder wenn er mit dem Rücken zum Tor agieren muss. Der Wechsel auf Baris Alper Yilmaz, einer der wohl ineffektivsten Offensivkräfte der türkischen Fußballgeschichte, was Einsätze in der Spitze und Tore betrifft, und auf Besserung zu hoffen, war gegen den dezimierten Gegner nach dem Seitenwechsel auch keine taktische Finesse oder Überraschung durch Montella. Die späten Einwechslungen von Can Uzun und Deniz Gül waren nur der Not geschuldet und förmlich eher Zwang für den Italiener als Überzeugung.

Fehlende Variabilität kostet die letzte Chance

Ein weiterer Fakt ist, dass die Türkei bei einem Unentschieden zumindest noch rechnerische Chancen aufs Weiterkommen im letzten Spiel gegen die USA (26. Juni) gehabt hätte und die Spannung für die türkischen Fans zumindest eine weitere Woche hätte weitertragen können. Was wäre also gewesen, wenn die Türkei den Gegner völlig überrascht hätte, auch schon die Australier, und den Ball vehement dem Gegner überlassen und selbst verteidigt hätte, wie einst zweimal erfolgreich gegen Frankreich? Die Gegner wären absolut perplex gewesen und hätten womöglich tatsächlich probiert, spielerisch einen Vorwärtsgang einzulegen, was den Qualitäten der türkischen Spieler für Konter bei mehr Freiräumen zugutegekommen wäre. Sogar bei zwei unansehnlichen torlosen Unentschieden hätte man jetzt noch alle Chancen gehabt.

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Dies soll keine Lösung oder Anregung für die Spielweise der Türkei sein, sondern lediglich überspitzt verdeutlichen, dass man bezüglich der benötigten Punkte berechnend und taktisch unberechenbar für den Gegner auftreten und mehr Varianten hätte ausprobieren können. Auch mit Doppelspitze zu Spielbeginn aufzulaufen oder im Vorfeld körperlich für den Gegner passendere Angreifer wie Bertug Yildirim zum Beispiel oder einen weiteren dribbelstarken Offensivakteur wie Aral Simsir mitzunehmen, wären womöglich bessere Entscheidungen von Montella gewesen, hinter dessen Zukunft nach erfolgreichen drei Jahren jetzt ein gewaltiges Fragezeichen stehen dürfte, nach diesen Vorstellungen der Türkei und diesem Imageschaden für diese neue „Goldene Generation“, wie sie in den Medien aufgrund der zahlreichen Top-Talente nicht zu Unrecht bezeichnet wird. Aber um diese Bezeichnung auch zu verdienen, muss man sie mit Leistungen und Erfolgen eben „vergolden“.

Viel Potenzial, aber viel zu wenig Ertrag

Zusammenfassend, ohne allzu tief ins taktische Grundgeschehen einzutauchen: Ballbesitz allein reicht nicht. Überheblichkeit und Selbstüberschätzung, taktische Steifheit sowie zu behäbige Abwehrspieler, Unkonzentriertheiten in der Defensivarbeit sowie offensichtlich mangelnde mentale Fitness und Stressmanagement sind der Türkei zum Verhängnis geworden. Man kann es als Lernprozess betrachten, aber am Ende sind die großen Hoffnungen einer ganzen Nation nach nur 180 Minuten verpufft. Nach 24 Jahren des Wartens haben Montella und die türkischen Spieler den Fans kein Lächeln ins Gesicht gezaubert, sondern leider nur den Gegnern. Die Spieler selbst vergossen bittere Tränen, genauso wie viele türkische Fußball-Fans. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass dies mit den Möglichkeiten und Qualitäten, die man hatte, einfach viel zu wenig war. Dafür müssen jetzt einige die Verantwortung übernehmen, allen voran offenkundig der Trainer.

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8 Kommentare

  1. The Fan Am 21. Juni 2026 8:34

    Man hat keine gute Stürmer Auswahl, aber Hauptsache Semih Kilicsoy nicht einberufen!

    Zum Antworten anmelden
  2. Zinecinho Am 20. Juni 2026 15:55

    Ich möchte daran erinnern, dass die Luftpumpe Montella uns das Halbfinale der letzten EM gekostet hat. Im Viertelfinale gegen Holland gab es lange Zeit eine 1:0 Führung. Die Spieler haben super gekämpft und waren irgendwann nur noch platt. Jeder hat es gesehen, aber der Anti-Catenacio Trainer (Der einzige Italiener Weltweit) natürlich nicht. Es gab keine Wechsel bis zur 77. Minute. Daher fielen in der 70. und 76. Minute gegen platte Türken zwangsläufig das 1:1 und dann das 1:2. Erst dannach fing der Mann mit den schönen Haaren an zu Wechseln. Viel zu spät. Das dieser Stümper trotzdem weitermachen durfte verstehe ich bis heute nicht. Wenn Du als Trainer einer Nationalmannschaft die Muttersprache der Spieler nicht sprechen kannst, disqualifiziert Dich das normalerweise dafür. Hast Du zusätzlich keine Ahnung von Fussballtaktik, dann Ciao und Arrivederci und auf nimmer Wiedersehen.

    Zum Antworten anmelden
  3. Turko88 Turko88 Am 20. Juni 2026 14:53

    Ich habe schon bei Australien Spiel ab der 20 min gesagt wieso, wieso lässt man den Gegner nicht den Ball und erzwingt das sie spielen warum rennt man 20 min gegen eine im Strafraum U Formation ständig an wieso. Sieht der Trainer das nicht ? Im modernen Fußball muss man taktisch voran gehen erst recht wenn du Spieler von Welt Vereinen wie Real Madrid und Inter Mailand hat die die ganze Welt als Vereine kennt wo man nicht bankdrücker ist sondern regelmäßig spielt gar Stamm Kreis gehört! Gerade so Spieler müssen doch mal sagen hey klappt nicht lasst den Gegner spielen sollen die raus kommen! In der Saison als wir Hessen Liga aufgestiegen sind haben wir gegen extrem tief stehende Dorf Mannschaften immer den Gegner den Ball gelassen meist haben die hinten nur hin und her gepasst gewartet das wir angreifen taten wir nicht wir haben geduldig gewartet das die vorrücken! Fußball ist auch ein physisches Spiel mit den Kopf Gedanken Emotionen des Gegners spielen! Danke bis hierin Montella aber er muss gehen! Tff istifa wenn ich schon höre 10+4 wieso will man mit aller Macht den türkischen Fußball schaden ich will nicht wieder gezwungene türkische Spieler sehen! Die am Ende nichts bringen

    Zum Antworten anmelden
  4. dasUrteil Am 20. Juni 2026 9:06

    Ich bin niemand der emotional oder vorschnell urteilt, aber Montella ist nicht mehr tragbar da sind wir uns sicher alle einig.
    Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen er dachte sich entweder wir gehen auf meine Weise oder lieber fliegen wir rats als „dreckig“ zu gewinnen.
    Ein Problem was wir nicht wegbekommen werden ist dass unsere Verteidigung generell zu langsam ist und das auch nicht starkes nachkommt. Nur einen Kabak hatten wir noch der hätte spielen müssen.
    Hepimize geçmiş olsun arkadaşlar, ne diyim.

    Zum Antworten anmelden
  5. Fair Play Am 20. Juni 2026 9:06

    Der wahre Lionel =
    Macht mit 40 Jahren im WM-Auftaktspiel einen Hattrick.

    Lionel Balon =
    😂

    Zum Antworten anmelden
    • BoomJK Am 20. Juni 2026 9:18

      Gute Analyse, es waren zu viele Fehler auf einmal. Das hätte alles anders laufen können und müssen! Denke, dass wird Konsequenzen haben!

      Tipps, wer neuer Nationaltrainer wird?

  6. Fair Play Am 20. Juni 2026 9:04

    Çok havalı oldular, allen voran Botox Kaptan und Lionel Balon. Sike sike havanızı indirdiler.

    Zum Antworten anmelden
  7. eastanbul Am 20. Juni 2026 8:54

    Treffend analysiert und endlich mal kein KI Artikel….

    Montella hätte mehr aus dem Spielermaterial rausholen müssen.
    Doch ich sagte es bereits nach der australien Demütigung, er sieht keine Fehler ein sondern begründet es nur mit pech und ändert nichts.

    Also danke für nix, dabei sein ist nun mal leider nicht alles. Hätte man gleich Kosovo gewinnen lassen können in der quali, die hätten mit Sicherheit gekämpft und mehr rausgeholt.

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