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Home»Türkei & Legionäre»Nach 24 Jahren zurück bei der WM: Güler, Kahveci Akaydin senden emotionale Kampfansage
Türkei & Legionäre 1. April 2026

Nach 24 Jahren zurück bei der WM: Güler, Kahveci Akaydin senden emotionale Kampfansage

Von Gazetefutbol05 Minuten Lesezeit
Arda Güler Irfan Can Kahveci Milli Takim Samet Akaydin Türkei Türkische Nationalmannschaft
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Foto: IHA

 

Arda Gülers WM-Ziel nach Kosovo-Sieg: „Ich hoffe, wir machen es besser“

Mit dem 1:0-Auswärtssieg gegen den Kosovo hat sich die Türkei nach 24 Jahren wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Entsprechend groß waren nach dem Abpfiff die Emotionen im Lager der Milli Takim. Vor allem Arda Güler, Samet Akaydin und Irfan Can Kahveci machten mit ihren Aussagen deutlich, welche Bedeutung dieser Abend für die Mannschaft hat und mit welchen Hoffnungen die Auswahl nun auf die WM 2026 blickt.

Arda Güler spricht von einem besonderen Tag

Im Gespräch mit Tivibu Spor machte Arda Güler zunächst deutlich, wie emotional dieser Erfolg für ihn persönlich ist. „Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, es ist ein Geschenk für unser wunderschönes Land. Vielleicht haben wir nicht gut Fußball gespielt, aber wir haben die Anforderungen des Spiels erfüllt. Wir sind sehr glücklich.“ Mit diesen Worten ordnete der Offensivspieler das Spiel sportlich nüchtern, emotional aber umso eindringlicher ein.

Zugleich erklärte Güler, dass schöne Momente mit der Nationalmannschaft für alle Spieler ein großer Traum seien. Er sprach von einem ganz besonderen Tag und schilderte, dass die Aufregung nach dem Schlusspfiff am Spielfeldrand noch einmal besonders spürbar geworden sei. Für ihn war der Abend deshalb nicht nur sportlich wichtig, sondern auch ein Moment, den er lange mit sich tragen wird.

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Die WM 2002 bleibt die große Referenz

Besonders spannend war, wie Arda Güler den Blick auf die nächste Weltmeisterschaft einordnete. Der Spielmacher verwies auf die große Geschichte der WM 2002 und formulierte zugleich einen eigenen Anspruch. „Wenn wir uns die Weltmeisterschaft 2002 ansehen, bekommen wir Gänsehaut. Jetzt hat uns das Schicksal die gleiche Chance gegeben. Ich hoffe, dass Allah uns dieselben und noch schönere Dinge schreiben lässt.“

Damit schlug Güler die Brücke zwischen der goldenen Generation von damals und der heutigen Mannschaft. Gleichzeitig betonte er, dass die Türkei bei der Weltmeisterschaft niemanden unterschätzen werde, aber dennoch alles versuchen wolle, um ihr bestmögliches Niveau zu zeigen. Seine Botschaft war klar: Die Qualifikation allein soll nicht das Endziel sein.

Samet Akaydin sieht noch größeres Potenzial

Auch Samet Akaydin sprach nach dem Sieg mit großer Überzeugung über die Qualität des Teams. „Es gab unglaubliches Glück im Inneren. Wir waren sicher, dass wir zur Weltmeisterschaft fahren würden. Dieses Team verdient das Beste von allem. Wir haben es als Land verdient.“ Der Verteidiger hob hervor, dass die Mannschaft sportlich wie menschlich eine starke Einheit bilde und sich von äußeren Einflüssen nicht habe ablenken lassen.

In seinen Aussagen wurde deutlich, dass die Mannschaft intern schon vor dem Spiel fest an den Einzug in die Weltmeisterschaft geglaubt hatte. Akaydin erklärte, dass die Spieler den Lärm von außen ausgeblendet und ihren gesamten Fokus auf dieses Ziel gelegt hätten. Er beschrieb das Team als geschlossene Gruppe, in der es keine Rolle spiele, wer beginne und wer nicht, weil alle auf denselben Erfolg ausgerichtet seien.

„Ich hoffe, wir setzen bei der WM noch einen drauf“

Besonders markant fiel auch seine sportliche Zielsetzung für das kommende Turnier aus. „Wir gehen glücklich, wir sind stolz. Wir freuen uns, unserem Land so viel Stolz gebracht zu haben. Ich hoffe, dass wir bei der Weltmeisterschaft noch einen Schritt weiter gehen und unsere halbfertige Geschichte aus der Europameisterschaft vollenden.“ Diese Worte zeigen, dass Samet Akaydin die jetzige Qualifikation nicht als Endpunkt, sondern als nächsten Entwicklungsschritt der Mannschaft versteht.

Damit gab der Nationalspieler der allgemeinen Euphorie eine weitere Ebene. Die Freude über das WM-Ticket ist groß, doch gleichzeitig wächst intern offenbar schon die Überzeugung, bei der Endrunde selbst ein ernstes Wort mitreden zu können. Genau dieser Mix aus Stolz, Zusammenhalt und Ambition zieht sich durch die Aussagen der Spieler.

Irfan Can Kahveci reagiert deutlich auf die Vorkommnisse vor dem Spiel

Vor dem Anpfiff hatte es rund um das Teamhotel der türkischen Mannschaft unruhige Szenen gegeben. Fans schossen Feuerwerkskörper in Richtung der Unterkunft, doch Irfan Can Kahveci machte deutlich, dass die Aktion innerhalb des Teams eher das Gegenteil der gewünschten Wirkung ausgelöst habe. „Der Stör-Angriff auf unser Hotel hatte keine Auswirkungen auf uns. So etwas haben wir erwartet. Sie glauben, sie könnten uns besiegen, aber sie kennen die türkische Nation nicht. Wir wurden dadurch noch motivierter.“

Der Offensivspieler schilderte, dass die Mannschaft den Vorfall nicht als Belastung, sondern als zusätzlichen Antrieb verstanden habe. Zugleich verwies er auf die historische Dimension des Spiels. Einige aus dem Team seien bei der letzten Weltmeisterschaft der Türkei noch gar nicht geboren gewesen, andere seien damals noch Kinder gewesen. Für diese Generation war die Rückkehr auf die größte Bühne des Weltfußballs deshalb nicht nur ein Ziel, sondern ein echter Lebenstraum.

Die Mannschaft denkt schon weiter als nur bis zur Qualifikation

Irfan Can Kahveci formulierte diesen Gedanken ebenfalls sehr direkt: „Das ist unser Traum. Ich denke, dieses Team kann erfolgreich sein. Unser einziges Ziel ist es zu gewinnen. Ich bin stolz auf dieses Team, egal ob wir gewonnen haben oder nicht. Ich liebe sie alle so sehr.“ Auch hier zeigt sich, dass die türkische Nationalmannschaft diesen Erfolg nicht nur über das Ergebnis definiert, sondern über die gemeinsame Energie, mit der sie sich dieses Ziel erarbeitet hat.

So bleibt nach dem 1:0 gegen den Kosovo nicht nur die Tatsache stehen, dass sich die Türkei nach 24 Jahren wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert hat. Ebenso auffällig ist die innere Haltung dieser Mannschaft. Arda Güler hofft auf eine noch schönere Geschichte als 2002, Samet Akaydin spricht von einer unvollendeten Reise, und Irfan Can Kahveci sieht in dieser Gruppe das Potenzial für mehr als nur eine Teilnahme. Genau darin steckt die eigentliche Botschaft dieser Nacht.

 

 

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