Nach dem mageren 1:1-Unentschieden am ersten Spieltag der Trendyol Süper Lig gegen Kasimpawa zeigt sich Fatih Tekke, Cheftrainer von Trabzonspor, spürbar ernüchtert. Wie aus den Aussagen auf der Pressekonferenz nach der Partie hervorgeht, ordnete der Übungsleiter den holprigen Auftakt in die neue Spielzeit gewohnt ehrlich ein und sprach Klartext zu den Mängeln im Spiel seines Teams. Ein Punkt zum Einstand entsprach keineswegs den Ambitionen der Bordeauxrot-Blauen, weshalb der Coach die richtungsweisende Bedeutung der anstehenden Aufgaben hervorhob: „Es war ein enttäuschender und schwieriger Start, das hatten wir bereits gesagt. Die kommenden vier Spiele werden vielleicht noch schwieriger. Heute haben wir uns Chancen herausgespielt, aber wenn es nicht sein soll, soll es nicht sein.“
Verhängnisvoller Fauxpas im zweiten Durchgang bringt Kasımpaşa zurück
In der ersten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft aus Trabzon taktisch diszipliniert und agierte nach Einschätzung des Linienchefs sogar besser als ursprünglich geplant. Allerdings machte ein schwerer individueller Patzer im zweiten Durchgang die Führung zunichte und ermöglichte dem Gegner den Ausgleichstreffer. Tekke redete bezüglich dieser spielentscheidenden Szene nicht um den heißen Brei herum, nahm den einzelnen Akteur jedoch gleichzeitig aus der Schusslinie.
Der Trainer analysierte die Entstehung der Szene detailliert und machte die übertriebene Hektik als Ursache aus: „Durch unseren Fehler in der zweiten Halbzeit gelang dem Gegner der Ausgleich. Heute sollte es einfach nicht sein. Der Fehler, der gemacht wurde, ist nicht akzeptabel. So etwas darf uns nicht passieren. Er hat allerdings eine Vorgeschichte, deshalb darf man die Schuld nicht nur einem einzigen Spieler geben. Als der Ball in Richtung Seitenlinie rollt, entsteht der Fehler aus dem Wunsch heraus, den Ball so schnell wie möglich zurückzuerobern. Die Art und Weise des Eingreifens … Und dafür wird man dann bestraft.“
Schicksalhafte Wochen stehen Trabzonspor bevor
Der verpatzte Saisonauftakt zwingt den Traditionsklub umgehend zur Korrektur, denn die kommenden Aufgaben haben es in sich. Für den Übungsleiter steht fest, dass die anstehende Phase die Weichen für die gesamte Zukunft des Vereins stellen wird. Tekke betonte abschließend mit großem Nachdruck, wie viel in den nächsten Partien auf dem Spiel steht: „Besonders diese fünf Wochen und fünf Spiele sind für Trabzonspor sehr wichtig – nicht nur im Hinblick auf diese Saison, sondern vor allem auf die Zukunft. Heute sind wir nicht gut gestartet, aber wir müssen daraus lernen.“

