Abrechnung nach dem Titel-Viererpack: Yunus Akgün sieht externe Widerstände gegen Galatasaray
Nachdem Galatasaray mit dem vierten Titel in Folge und der insgesamt 26. Meisterschaft in der Trendyol Süper Lig Geschichte geschrieben hat, äußerten sich nun zwei tragende Säulen des Erfolgs zu den Hintergründen dieser turbulenten Saison. In einem emotionalen Interview mit Tivibu Spor zog Yunus Akgün Bilanz und sparte dabei nicht mit Kritik an der Wahrnehmung von außen. Der 25-jährige Offensivstar, der bereits seine fünfte Meisterschaft im Trikot der Gelb-Roten feierte, betonte die Schwere des Weges. „Wir hatten eine sehr gute Saison. Wir haben die Meisterschaft in der Süper Lig gewonnen. Wir haben das Achtenfinale in der Champions League erreicht. Wir haben Juventus geschlagen, wir haben gut auf Atletico Madrid reagiert, wir haben Liverpool zweimal geschlagen. Das sind keine einfachen Jobs“, erklärte der Nationalspieler und fügte kämpferisch hinzu: „Niemand möchte wirklich, dass wir Meister werden. Wir sind ein sehr starkes Team, wir leisten sehr große Arbeit in der Liga.“
Wichtige Schlüsselmomente und die Rolle von Okan Buruk
Für Yunus Akgün gab es in dieser Spielzeit ganz klare Wendepunkte. Er bezeichnete die 1:2-Niederlage gegen Trabzonspor paradoxerweise als das entscheidende Spiel, da die Mannschaft danach noch enger zusammengerückt sei. Auch das Derby gegen Fenerbahce hob er hervor. Besonders das Verhältnis zum Trainer scheint ein Erfolgsgeheimnis zu sein. „Jeder Lehrer, mit dem ich zusammenarbeite, ist separat, aber der Platz von Trainer Okan Buruk ist völlig separat. Wir haben gemeinsam Geschichte geschrieben“, so der Flügelspieler. Er räumte ein, dass die Messlatte durch die zwei aufeinanderfolgenden Serien von vier Titeln extrem hoch liege, man am Ende aber nur über die gewonnenen Trophäen sprechen werde und nicht über einzelne Punktverluste.

Schmerzhafte Opfer für das Derby-Comeback
Besonders beeindruckend ist die Leidensgeschichte, die Yunus Akgün hinter sich hat. Er verriet, dass er sich in der Hinrunde einer Operation unterziehen musste, aber alles tat, um rechtzeitig für das Prestigeduell gegen Fenerbahce fit zu werden. „Ich wollte die Operation sehr schnell durchführen lassen, um für das Fenerbahce-Match rechtzeitig fit zu sein. Als jemand, der in der Galatasaray-Jugendabteilung aufgewachsen ist, möchte ich Fenerbahce-Spiele nie verpassen. Ich bin früh zurückgekommen, um das Spiel zu sehen. Ich wollte diese Zeit mit Behandlungen, Nadeln und Trainingseinheiten fortsetzen“, gab er Einblick in seine Qualen. Er gestand sogar, dass er aufgrund der großen Schmerzen manchmal aufhören wollte, doch für die Trophäen habe sich jedes Opfer gelohnt. Zudem hob er die Qualität von Victor Osimhen und Mauro Icardi hervor, deren Charaktere und Präsenz für die Meisterschaft unbezahlbar gewesen seien.

Abdülkerim Bardakci über unersetzbare Legenden
Zeitgleich blickte Kapitän Abdülkerim Bardakci bei HT Spor auf die personellen Veränderungen im Team. Trotz des Triumphs sieht der Abwehrchef eine Lücke, die durch den Abgang zweier Ikonen entstanden ist. „Muslera und Mertens waren für uns sehr wichtige Charaktere und sind es immer noch. Unsere Ikonen. Besser zu sagen, wir könnten ihre Plätze nicht besetzen“, erklärte der Innenverteidiger offenherzig. Er lobte beide als hervorragende Menschen und großartige Führungspersönlichkeiten. Dennoch betonte er, dass das Gefüge der Mannschaft stabil geblieben sei, da die älteren Spieler und er selbst als Kapitän stets versucht hätten, ihr Bestes zu geben und Verantwortung zu übernehmen. Dieser kollektive Einsatz sei letztlich der Schlüssel gewesen, um trotz der Abgänge erneut ganz oben zu stehen.


