Bitteres WM-Aus und Vereins-Chaos: Vaclav Cerny am Scheideweg bei Besiktas
Für den tschechischen Flügelspieler Vaclav Cerny hagelt es derzeit Hiobsbotschaften. Wie aus Kreisen des tschechischen Verbandes verlautet, hat Nationaltrainer Miroslav Koubek beschlossen, den 28-Jährigen nicht in den Kader fuer die Weltmeisterschaft 2026 zu berufen. Cerny, der unter früheren Trainern als gesetzt galt, spielte in den Planungen von Koubek bereits in den entscheidenden Playoff-Spielen gegen Irland und Dänemark keine Rolle mehr. Diese Ausbootung trifft den Profi in einer ohnehin prekären Phase seiner Vereinskarriere bei Besiktas, wo er zuletzt kaum noch Berücksichtigung in der Startformation fand.
Die Zukunft des Tschechen am Dolmabahce-Palast ist eng mit der Personalie des Cheftrainers verknüpft. Berichten der tschechischen Presse zufolge erwägt Vaclav Cerny einen sofortigen Abschied, sollte Sergen Yalcin weiterhin an der Spitze des Teams stehen. Das Management der Schwarz-Weißen, das Cerny zu Saisonbeginn für sechs Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtete, plant bereits, bei entsprechenden Angeboten Gespräche zu führen. Trotz 33 Einsätzen, sechs Toren und acht Vorlagen blieb der Offensivmann hinter den hohen Erwartungen zurück und verlor seinen Status in der Rotation.
Schicksalsspiel für Sergen Yalcin: Plan B mit Senol Günes steht bereit
Auch auf der Trainerbank von Besiktas herrscht massive Unruhe. Obwohl BJK-Präsident Serdal Adali dem 53-jährigen Sergen Yalcin nach dem Trabzonspor-Spiel zunächst das Vertrauen aussprach, gilt die kommende Partie gegen Caykur Rizespor als absolutes Endspiel. Sollte die Mannschaft erneut enttäuschen, scheint eine Trennung unvermeidbar. Adali hat laut vereinsnahen Quellen bereits einen Plan B in der Tasche. Der absolute Wunschkandidat für die Nachfolge ist kein Geringerer als Senol Günes. Der erfahrene Fussballlehrer, der Besiktas bereits zu zwei Meisterschaften in den Jahren 2015/16 und 2016/17 führte, steht ganz oben auf der Liste lokaler Trainerkandidaten.

Kader-Umbruch: Nur El Bilal Toure darf bleiben
In der Kaderplanung fuer die kommende Spielzeit haben die Verantwortlichen bereits erste Fakten geschaffen. Von den vier Leihspielern Cengiz Ünder, Kristjan Asllani, Jota Silva und El Bilal Toure konnte nur Letzterer überzeugen. Während das Trio um Ünder bereits die Koffer packen kann, plant Besiktas bei El Bilal Toure die Aktivierung der Kaufoption. Das technische Team ist von den koerperlichen Attributen des 24-jährigen Maliers begeistert. Mit sieben Treffern und fünf Assists in 25 Spielen hat er sich für eine langfristige Anstellung empfohlen. Die Kosten fuer diesen Transfer belaufen sich auf festgeschriebene 15 Millionen Euro.
Transfer-Poker um Semih Kilicsoy: Cagliari hofft auf US-Millionen
Eine weitere spannende Personalie betrifft das Top-Talent Semih Kilicsoy. Der aktuell an Cagliari Calcio verliehene Stürmer möchte seine Karriere unbedingt in Europa fortsetzen und strebt keinen Rückkehr zu Besiktas an. Die Kaufoption im Leihvertrag liegt bei zwölf Millionen Euro, doch die Italiener versuchen, den Preis auf neun bis zehn Millionen Euro zu drücken. Der Ausgang der Verhandlungen hängt maßgeblich vom Verkauf von Vereinsanteilen der Sarden an ein US-Unternehmen ab. Sollte dieser Deal zeitnah abgeschlossen werden, wäre der Weg für eine feste Verpflichtung des 20-jährigen Torjägers, der in dieser Saison viermal in 25 Spielen traf, bis zum 20. Juni frei. Andernfalls stehen bereits namhafte Konkurrenten aus der Serie A bereit, um Kilicsoy unter Vertrag zu nehmen.


