Das bittere Vorrundenaus der türkischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 sorgt im Lager der Nationalelf für tiefe Betroffenheit und schonungslose Aufarbeitung. Unmittelbar nach dem Abpfiff der dramatischen Begegnung gegen die USA (3:2) stellten sich die Protagonisten den Fragen der Medien. Dabei ging Arda Güler, der trotz des kollektiven Scheiterns einen historischen Rekord aufstellte und offiziell zum Spieler des Spiels gewählt wurde, im Gespräch mit TRT Spor verbal extrem hart mit sich und der gesamten Mannschaft ins Gericht. Statt nach Ausreden zu suchen, zeigten sich die Führungsspieler der Auswahl von Vincenzo Montella zutiefst selbstkritisch.

Ehrliche Worte des Offensivstars: „Wir haben schlecht gespielt und sind deshalb ausgeschieden“
Der Offensivakteur von Real Madrid machte vor den Mikrofonen keinen Hehl aus seiner tiefen Enttäuschung über das sportliche Abschneiden in den ersten beiden Gruppenspielen. Gleichzeitig wischte er sämtliche Spekulationen um seine persönliche Verfassung der vergangenen Tage energisch beiseite und stellte sich vollends vor die unzufriedenen Fans in der Heimat.
„Ich habe gehört, dass vor dem Spiel gesagt wurde, ich sei mental angeschlagen. Alle Kritiken sind berechtigt. Was auch immer gesagt wird – die Leute haben recht. Ich habe nicht gut gespielt. Keiner von uns hat in den ersten beiden Spielen gut gespielt. Wir können daraus kein Drama machen. Wir haben schlecht gespielt und sind deshalb ausgeschieden. Hoffentlich können wir das in Zukunft wiedergutmachen“, fand der 21-jährige Ausnahmespieler bemerkenswert reife und deutliche Worte für das sportliche Debakel auf amerikanischem Boden.

Orkun Kökcü fordert kollektive Aufarbeitung: „Es ging um unsere Ehre und unseren Stolz“
Ähnlich emotional und reflektiert äußerte sich Mittelfeldakteur Orkun Kökcü, der mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen Führung ebenfalls einen großen Anteil am versöhnlichen Turnierende hatte. Für den Strategen ging es in den letzten 90 Minuten der Weltmeisterschaft um weit mehr als nur um statistische drei Punkte auf dem Papier.
„Es war wichtig, dieses Spiel zu gewinnen. Schließlich ging es um unsere Ehre und unseren Stolz. Gott sei Dank konnten wir beides bewahren. Jetzt muss jeder von uns Selbstkritik üben. Weder wir noch unser Land haben dieses Ergebnis verdient. Man könnte jetzt über vieles sprechen, aber dafür ist heute nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn wir unserem Land mit diesem Sieg zumindest ein wenig Freude bereiten konnten, dann macht uns das glücklich“, bilanzierte der sichtlich gezeichnete Torschütze. Die kommenden Wochen dürften im türkischen Verband nun ganz im Zeichen einer tiefgreifenden Analyse stehen, um die Fehler dieser Weltmeisterschaft in Zukunft nicht zu wiederholen.


4 Kommentare
Odun amk…es ging also um die Ehre? Worum ging es in den ersten beiden Spielen…immer dieses „namus“ – wird von unfähigen Menschen für ihr eigenes gesellschaftliches Versagen und ihre Unfähigkeit benutzt.
Immerhin gegen United Pedophiles of Epstein island gewonnen.
Wir werden Weltmeister
Australien und Paraguay haben euch Anal genommen. Hört auf, von „Ehre und Stolz“ zu sprechen.