Im Umfeld des türkischen Meisters Galatasaray sorgen die Personalplanungen für die kommende Spielzeit weiterhin für großen Gesprächsstoff. Nun hat sich der unumstrittene Mittelfeldmotor der Istanbuler „Löwen“, Lucas Torreira, ausführlich zu den brennenden Themen der Sommerpause geäußert. In einem exklusiven und sehr privaten Gespräch mit dem Fernsehsender Picado TV bezog der uruguayische Nationalspieler offen Stellung zu den anhaltenden Transferspekulationen um seinen kongenialen Teamkollegen Mauro Icardi, sprach über sein persönliches Liebesbekenntnis zum Istanbuler Traditionsklub und machte seinem Ärger über die Nichtberücksichtigung im Nationalteam Luft.
Großer Schmerz wegen Bielsa-Entscheidung: „Das hat mich sehr verletzt“
Zunächst blickte der defensive Mittelfeldakteur auf seine aktuelle Situation im Nationalteam von Uruguay. Dass er von Nationaltrainer Marcelo Bielsa für die jüngsten Länderspiele nicht nominiert wurde, nagt sichtlich am Selbstverständnis des Routiniers. Trotz seiner Führungsrolle am Bosporus blieb ihm diesmal nur die Rolle des Zuschauers vor dem heimischen Bildschirm.
„Es tut mir wirklich weh, die Spiele Uruguays nur vor dem Fernseher verfolgen zu können. Ich weiß, dass unser Nationaltrainer Marcelo Bielsa die Entscheidungen treffen muss, die er für die Mannschaft für richtig hält. Ehrlich gesagt hat mich das verletzt, denn ich arbeite sehr hart. Ich bin seit vier Jahren bei Galatasaray und kämpfe immer auf höchstem Niveau. Ich bin erst 30 Jahre alt und bin überzeugt, dass für mich noch ein oder zwei Weltmeisterschaften kommen werden“, gab der Mittelfeldstar tiefe Einblicke in sein Seelenleben.

Kein Wechsel zu River Plate: Mauro Icardi plant keinen Abgang nach Argentinien
Die größte Aufmerksamkeit der Fans galt jedoch den klaren Aussagen zur Zukunft des argentinischen Torschützenkönigs. Da der aktuelle Kontrakt des Torjägers mit Galatasaray ausgelaufen ist, brodelte die Gerüchteküche in den vergangenen Tagen gewaltig. Insbesondere Medien aus Südamerika spekulierten heftig über eine Rückkehr in die Heimat zu River Plate Buenos Aires. Der Sechser dementierte diese Meldungen nun vehement und berichtete von einem privaten Treffen vor wenigen Tagen.
Der Mittelfeldspieler stellte die Situation unmissverständlich klar: „Nein. Vor wenigen Tagen waren wir noch gemeinsam in Argentinien. Er spricht überhaupt nicht über einen Transfer nach Argentinien. Auch wenn sein Vertrag mit Galatasaray ausgelaufen ist, bedeutet er diesem Verein unglaublich viel. Wir hoffen alle, dass er einen neuen Vertrag unterschreibt.“ Laut den Worten des Uruguayers deutet somit alles darauf hin, dass die Vereinsführung des türkischen Spitzenvereins hinter den Kulissen intensiv an einer Verlängerung des Arbeitspapiers mit dem Publikumsliebling arbeitet.

Deutliche Absage an Boca Juniors: „Möchte bei Galatasaray weiterspielen“
Zuletzt räumte der Mittelfeldspieler auch mit den immer wiederkehrenden Spekulationen um seine eigene Person auf. In der Vergangenheit wurde er des Öfteren mit dem argentinischen Traditionsverein Boca Juniors in Verbindung gebracht. Auf die konkrete Nachfrage, wie weit fortgeschritten die Verhandlungen mit den Verantwortlichen aus Buenos Aires tatsächlich gewesen seien, reagierte der Profi mit einer kompromisslosen Absage.
„Nein, niemals, niemals, niemals. Ich war zu keinem Zeitpunkt kurz vor einem Wechsel zu Boca Juniors. Ich kann verstehen, warum solche Gerüchte entstehen, weil ich diesen Verein sehr mag. Aber ich habe noch einen Zweijahresvertrag bei Galatasaray und möchte dort weiterspielen. Ich bin dort sehr glücklich, die Lebensqualität ist hervorragend und ich genieße jeden Tag im Verein. Ich liebe Galatasaray. Sollte sich eines Tages die Möglichkeit ergeben, das Trikot von Boca Juniors zu tragen, würde ich das natürlich gerne tun. Falls es aber nie dazu kommt, dann ist das eben so“, beendete der 30-jährige Torreira jegliche Wechselgerüchte und bekannte sich damit vollends zu seinem noch zwei Jahre gültigen Vertrag beim Istanbuler Spitzenklub.

