Das finanzielle Kontrollgremium des europäischen Fußballs greift mit aller Härte durch und versetzt dem türkischen Spitzenklub einen empfindlichen wirtschaftlichen Tiefschlag. Die UEFA hat gegen Fenerbahce wegen eines gravierenden Verstoßes gegen die geltende Kaderkostenregel eine saftige Geldstrafe in Höhe von sieben Millionen Euro verhängt. Nach den offiziellen Angaben des europäischen Dachverbandes wurde diese Sanktion ausgesprochen, weil der Istanbuler Traditionsverein für das abgelaufene Kalenderjahr 2025 eine Kaderkostenquote deutlich oberhalb des zulässigen Grenzwerts gemeldet und damit fundamental gegen die Financial-Sustainability-Regeln der UEFA verstoßen hatte. Die Ermittlungen zogen sich über Monate hin, ehe nun am 30. Juni 2026 das rechtskräftige Urteil der Disziplinarfraktion gefällt wurde.
Europaweite Sanktionswelle: Namhafte Konkurrenz ebenfalls im Visier der Finanzprüfer
Die Istanbuler befinden sich mit ihren ökonomischen Verfehlungen in prominenter Gesellschaft, da die Prüfer auf dem gesamten Kontinent rigoros durchgriffen. Neben den Gelb-Marineblauen wurden im selben Verfahren auch mehrere andere europäische Vereine wegen ähnlicher Verstöße gegen die Kaderkostenregel sanktioniert. Betroffen von den Strafen sind die englischen Klubs Aston Villa, FC Chelsea London, Newcastle United und Nottingham Forest, die französischen Vertreter OGC Nizza und RC Straßburg sowie AEK Athen aus Griechenland und der italienische Erstligist AC Florenz. Die beiden UEFA-Champions-League-Teilnehmer Aston Villa und RC Straßburg müssen neben den reinen Geldstrafen zusätzlich schmerzhafte Einschränkungen bei der Registrierung neuer Spieler hinnehmen. Ein erheblicher Teil ihrer Strafgelder wurde allerdings vorerst aufgeschoben und muss nur dann gezahlt werden, falls die Vereine ihre Kaderkostenquote im laufenden Jahr 2026 nicht wie vereinbart weiter reduzieren.

In der offiziellen Übersicht der verhängten UEFA-Strafen liegt der RC Straßburg mit einer Gesamtstrafe von 25 Millionen Euro (12 Millionen Euro aufgeschoben) an der Spitze, gefolgt von Aston Villa mit 22,5 Millionen Euro (15 Millionen Euro aufgeschoben). Fenerbahce folgt dahinter mit den festgesetzten 7 Millionen Euro, während der AC Florenz mit 6 Millionen Euro, Chelsea mit 3 Millionen Euro (2 Millionen Euro aufgeschoben), Newcastle United mit 3 Millionen Euro, Nottingham Forest mit 2,5 Millionen Euro sowie AEK Athen mit 500.000 Euro und OGC Nizza mit 450.000 Euro die Liste der sanktionierten Vereine komplettieren.
Der neue Vorstand schlägt zurück: Offizielle Klub-Stellungnahme kündigt Einspruch an
Die Vereinsführung in Istanbul reagierte umgehend auf das Urteil aus Nyon, wies die Verantwortung von sich und kündigte den Gang vor die juristischen Instanzen an. Der Klub bezog in einer offiziellen Mitteilung Stellung zu den Vorwürfen und legte die mathematischen Details der Verfehlung schonungslos offen. „Im Rahmen der UEFA-Richtlinien zur finanziellen Nachhaltigkeit von Klubs wurde festgestellt, dass die Kosten unserer Fußballmannschaft im Kalenderjahr 2025 zwar höchstens 70 Prozent der Einnahmen aus dem Fußballbetrieb hätten betragen dürfen, bei unserem Verein jedoch bei 84 Prozent lagen. Aufgrund der Überschreitung dieses Grenzwerts wurde nach Abschluss eines bereits zuvor eingeleiteten Prüfverfahrens zum 30. Juni 2026 eine finanzielle Disziplinarstrafe in Höhe von sieben Millionen Euro gegen unseren Klub verhängt“, teilte die Vereinsführung mit. Die Sanktion ist primär auf zu hohe Ausgaben für Transferablösen, Beraterhonorare, Spielergehälter sowie weitere Kosten des Profikaders in der vergangenen Saison zurückzuführen.

Da diese gravierende Altlast das Budget der neuen Führung massiv belastet, distanzierte sich die aktuelle Chefetage von den damaligen Entscheidungen und ging in die Offensive. „Da diese Strafe auf finanzielle Entscheidungen aus der vergangenen Amtszeit zurückzuführen ist, wird unser erst seit 22 Tagen im Amt befindlicher Vorstand sämtliche rechtlichen und administrativen Schritte innerhalb der vorgesehenen Fristen einleiten, um die Rechte und Interessen unseres Vereins zu wahren und gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen. Darüber hinaus wird unser Klub alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um künftig die UEFA-Kriterien zur finanziellen Nachhaltigkeit vollständig zu erfüllen“, hieß es in dem Vereinsstatement weiter. Der Kaderkostenanteil von 84 Prozent soll nun durch einen strikten Sparkurs schnellstmöglich wieder auf die von der UEFA geforderten maximal 70 Prozent heruntergeschraubt werden.
Übersicht der UEFA-Strafen
| Verein | Gesamtstrafe |
|---|---|
| RC Straßburg | 25 Mio. Euro (12 Mio. Euro aufgeschoben) |
| Aston Villa | 22,5 Mio. Euro (15 Mio. Euro aufgeschoben) |
| Fenerbahce | 7 Mio. Euro |
| AC Florenz | 6 Mio. Euro |
| FC Chelsea London | 3 Mio. Euro (2 Mio. Euro aufgeschoben) |
| Newcastle United | 3 Mio. Euro |
| Nottingham Forest | 2,5 Mio. Euro |
| AEK Athen | 500.000 Euro |
| OGC Nizza | 450.000 Euro |


1 Kommentar
Ali Koc hat schon im Sommer sehr viel Geld für irgendwelchen Ü30er Müll ausgegeben, aber was dieser Saran im Winter getrieben hat war einfach nur noch absolut ekelhaft, ich verstehe einfach nicht, wie man 150 Millionen Euro ausgeben und dabei keinen einzigen Stürmer verpflichten kann, jetzt ist der Vogel weg und wir haben den Salat.
Haa, und es gibt tatsächlich noch FB Anhänger die einen Greenwood für 40-50, einen Guirassy für 30-40 Millionen Euro Ablöse fordern, diese Leute leben ja völlig an der Realität vorbei und 15 Millionen Euro Ablöse für einen 32 jährigen Vedat zu zahlen ist in Anbetracht all dessen auch total dumm, mehr möchte ich zu diesem Thema nicht mehr reinschreiben.
Achso der neue FB Vorstand will diese Saison noch weiteren Ü30er Müll für sehr viel Geld ranschaffen, diese Leute werden alle einfach nicht schlauer…..