Revolution am Schwarzen Meer: Erstmals leiten Schiedsrichterinnen Partien in der Süper Lig
In der Geschichte der Trendyol Süper Lig wurde an diesem Spieltag ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wie der türkische Fußballverband TFF offiziell bekannt gab, werden am 34. Spieltag der laufenden Saison zum ersten Mal Frauen als Hauptschiedsrichterinnen zum Einsatz kommen. Diese Entscheidung sorgt im Vorfeld der letzten Partien für großes Aufsehen in der gesamten Sportwelt, da die Nominierungen weitreichende Konsequenzen für die Wahrnehmung des Schiedsrichterwesens in der Türkei haben könnten. Insbesondere die Ansetzungen für die Begegnungen zwischen Caykur Rizespor und Besiktas sowie Zecorner Kayserispor gegen TÜMOSAN Konyaspor stehen dabei im Fokus der Öffentlichkeit.
Asen Albayrak schreibt Geschichte bei Besiktas-Gastspiel
Eine absolute Premiere markiert der Einsatz von Asen Albayrak. Sie wurde für die Leitung des Spiels Caykur Rizespor gegen Besiktas nominiert und geht damit als erste weibliche Hauptschiedsrichterin in die Analen des türkischen Fußballs ein, die eine Partie einer der sogenannten „Großen Vier“ leitet. Dass eine Schiedsrichterin auf diesem hohen Niveau und bei einem Verein mit der Strahlkraft der „Schwarzen Adler“ die Verantwortung trägt, wird als klares Signal für die Modernisierung der Liga gewertet. Asen Albayrak wird somit zur Vorreiterin für künftige Generationen von Unparteiischen im Profifußball.
Doppel-Debüt am 34. Spieltag
Doch nicht nur in Rize wird Geschichte geschrieben. Auch für die Begegnung in Zentralanatolien zwischen Kayserispor und Konyaspor hat der Verband eine wegweisende Entscheidung getroffen. Hier wird Melek Dakan zum ersten Mal auf Süper-Lig-Ebene zum Einsatz kommen und ihr Debüt in der höchsten türkischen Spielklasse geben. Mit dieser Doppel-Nominierung unterstreicht der Verband seine Absicht, qualifizierten Schiedsrichterinnen den Weg in den Elite-Fußball zu ebnen. Die gesamte Branche blickt nun gespannt auf die Leistungen der beiden Unparteiischen an diesem entscheidenden letzten Spieltag der Saison.



3 Kommentare
Der Kamerad, der hier regelmäßig Rassismus wegen Osimhen betreibt, möchte sich jetzt für die genderspezifische Gleichberechtigung einsetzen, indes er im selben Atemzug direkt gegen Galatasatay schießt.
Heuchelei, dein Name ist der Kamerad.
Wieso unser Herkunftsland nicht bereit für diesen Schritt ist, zeigen uns nicht nur die Reaktionen in Deutschland, dass im Vergleich zur Türkei ein Land ist, wo Emanzipation teilweise stattfindet, sondern folgende Statistiken:
▪︎ Für europäische Standards eine massive Femizid-Rate,
▪︎ Erwerbsquote von Frauen liegt deutlich unter OECD-/EU-Niveau,
▪︎ Die Türkei liegt seit Jahrzehnten regelmäßig im unteren Bereich des Gender Gap Index,
▪︎ Die geduldete Kinderheirat in ländlichen Regionen (meist Mädchen),
▪︎ Rückzug aus der Istanbul Konvention (Danke dafür Erdogan),
▪︎ Das Türkisches Parlament hat weniger Frauen als Ägypten und Pakistan, ich wiederhole PAKISTAN!
Aber Hey, lasst uns eine Schiedsrichterin schicken. Wird schon. In einem Land, wo Torreira angegriffen wird und viele Türken die Denkweise haben, dass türkische Frauen nicht mit „Nicht-Türken“ verkehren sollten, als wären sie das Eigentum einer Ethnie, wird so ein Schritt bestimmt gut empfangen.
Bevor hier persönliche und belanglose Beleidigungen fliegen, weil sich der Nächste angegriffen fühlt, weil ich objektive Fakten aufzähle, überzeugt mich vom Gegenteil mit Argumenten.
Sobald einer der großen Vereine unter der Spielleitung von Asen Albayrak oder anderen Frauen nicht gewinnt, wird man doch direkt auf sie schießen. Außer FB, wir halten uns sehr zurück bei den Schiedsrichtern und lassen die TFF machen, was ich absolut dumm finde.
Oruspusaray schreit am lautesten, deshalb kriegen sie auch alles in den Arsch gesteckt.
Bei einer Niederlage mit weiblicher Spielleitung werden sie auch am lautesten schreien und ihre männlichen Schiedsrichter zurückfordern.
Die TFF muss hier unparteiisch sein, diszipliniert und struktiert. Nichts darf über dir Regeln und Gesetze stehen.
Fairness und Gerechtigkeit müssen bewahrt werden.
An die weiblichen Schiedsrichter kann ich nur ausdrücklich davor warnen, Partei für den größeren Verein zu ergreifen, nur um ihnen gefallen zu können um dadurch medial aufgepuscht zu werden.
Gegenüber einer Frau sollten sich die Spieler ein wenig mehr beherrschen, da kann man als Mann nicht alles sagen was einem in den Sinn kommt, ich meine wir können im Beisein unserer Großmütter, Mütter, Schwestern, Frauen oder Töchter nicht alles sagen was wir denken, sondern müssen unsere Worte mit Bedacht wählen.
Gleiches gilt auch im Beisein von Größmüttern, Müttern, Schwestern, Frauen und Töchtern anderer Leute und deshalb sollten sich alle Spieler auf und außerhalb des Platz gegenüber Asen Hanim auch ordentlich benehmen.
Selbiges gilt übriges auch für die Zuschauer auf der Tribüne, ein etwas angemesseres Sozialverhalten wäre hier sehr wünschenswert, man muss hier auch mal auf Kraftausdrücke im Beisein einer Frau verzichten können, das ist von türkischen Männern sicherlich nicht zuviel verlangt oder etwa doch?