Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erlebt bei der Endrunde den nächsten sportlichen Albtraum epischen Ausmaßes. Im vorgezogenen K.o.-Spiel des WM-Sechzehntelfinales schied die favorisierte deutsche Auswahl völlig überraschend gegen den krassen Außenseiter Paraguay aus. Nach einer nervenaufreibenden Spielzeit von insgesamt 120 Minuten hatte es in der umkämpften Partie unentschieden 1:1 gestanden, ehe das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Foxborough die bittere Heimreise antreten musste. Durch dieses vorzeitige Scheitern musste der viermalige Weltmeister den großen Traum vom ersehnten fünften Titelgewinn abermals frühzeitig begraben.
Zäher Kampf in der regulären Spielzeit: Havertz antwortet auf den plötzlichen Führungsschock
Die deutsche Mannschaft tat sich gegen die extrem tiefstehenden und taktisch bestens eingestellten Südamerikaner von Beginn an spielerisch ungeheuer schwer. Kurz vor dem Halbzeitpfiff folgte der erste herbe Dämpfer für die Nagelsmann-Elf. In der 42. Minute nutzte Julio Enciso eine Unachtsamkeit in der deutschen Hintermannschaft eiskalt aus und traf zur viel umjubelten Führung für die defensivstarken Paraguayer. Die DFB-Auswahl zeigte nach dem Seitenwechsel jedoch Charakter und drängte sofort auf den Ausgleich. In der 54. Minute belohnte Kai Havertz die Angriffsbemühungen, als er nach einer feinen Kombination zum verdienten 1:1-Ausgleich einschoss. In der darauffolgenden, dramatischen Verlängerung verhinderte schließlich eine kontroverse Millimeter-Entscheidung den vermeintlichen Siegtreffer der Deutschen. Ein Treffer von Innenverteidiger Jonathan Tah in der 102. Minute wurde nach lautstarker Intervention des Videoassistenten von Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko nachträglich wieder aberkannt, sodass es beim Remis blieb.

Kollektives Nervenversagen vom Punkt: Das historische Aus im ultimativen Elfmeter-Krimi
Das anschließende Ausschießen vom Punkt entwickelte sich zu einer mentalen Zerreißprobe, in der den deutschen Schützen die Nerven komplett versagten. Der dramatische Verlauf des Abends lässt sich kaum in Worte fassen. Das exklusive Fazit zur Partie brachte das Debakel direkt auf den Punkt: „In 120 zähen Minuten kommt Deutschland gegen Paraguay nicht über ein 1:1 hinaus. Ein VAR-Einsatz verhindert die deutsche Führung in der Verlängerung. Im Elfmeterschießen versagen dem DFB-Team die Nerven.“ Gleich der erste deutsche Versuch durch Kai Havertz wurde vergeben, und auch Nick Woltemade scheiterte als vierter Schütze kläglich, während Paraguay bis dahin eiskalt verwandelte. Weil im Anschluss jedoch Sanabria für die Südamerikaner verschoss, Nadiem Amiri traf und Balbuena am überragend reagierenden Manuel Neuer scheiterte, ging das Nervenspiel in die absolute Verlängerung. Dort setzte Tragödie ihren Lauf fort: Jonathan Tah hämmerte das Leder über den Querbalken, während Jose Canale im Gegenzug traf und das Schicksal der Deutschen besiegelte. „Für Deutschland ist es die dritte WM-Blamage in Serie. 2018 und 2022 war die DFB-Elf bereits in der Gruppenphase ausgeschieden, nun folgte das Aus im Sechzehntelfinale“, kommentierten die sichtlich schockierten Reporter in der Live-Übertragung von MagentaTV.
Der Blick nach vorne: Paraguay zieht weiter in Richtung Achtelfinale
Während in Deutschland nun eine tiefgreifende Ursachenforschung beginnen dürfte, feiert der Außenseiter den sensationellen Einzug ins Achtelfinale. In der nächsten K.o.-Runde geht es für die euphörisierten Südamerikaner nun direkt gegen den Gewinner der hochkarätigen Begegnung zwischen Frankreich und Schweden, die am kommenden Dienstag ausgespielt wird. Das mit Spannung erwartete Achtelfinale wird Paraguay dann bereits am kommenden Samstag in Philadelphia bestreiten, während die deutsche Nationalmannschaft die Heimreise antreten muss.

