Hinter den Kulissen des Istanbuler Traditionsvereins Besiktas laufen die Kaderplanungen für die anstehende Spielzeit auf Hochtouren. Obwohl die Schwarz-Weißen ihren treuen Anhängern bislang noch keinen einzigen Neuzugang offiziell präsentiert haben, zeichnet sich auf dem Transfermarkt nun eine spektakuläre Großoffensive ab. Gleich drei hochkarätige Verpflichtungen aus dem europäischen Ausland befinden sich in der finalen Phase und stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Die Vereinsführung arbeitet mit Hochdruck daran, das Team auf Schlüsselpositionen signifikant zu verstärken, um in der kommenden Saison wieder ein gewichtiges Wort um die Titelvergabe mitreden zu können.
Monaco, Lorient und Bayern München: Die drei Wunschkandidaten im Visier
Der Fokus der sportlichen Führung richtet sich bei der geplanten Verstärkung vor allem auf die Defensive und die Außenbahnen. Hierbei hat der Klub bereits konkrete Verhandlungen mit namhaften Akteuren und deren Vertretern geführt.
Wie der Sportsender beIN Sports berichtet, hat der Klub bei den Verhandlungen mit Kassoum Ouattara, Ilhan Fakili und Alexander Nübel bereits weitgehende Einigungen erzielt. Demnach soll der linke Außenverteidiger Kassoum Ouattara vom französischen Erstligisten AS Monaco die Abwehrkette verstärken, während der junge Linksaußen Ilhan Fakili vom Clermont Foot 63 für frischen Wind im Offensivspiel sorgen soll. Für die Torhüterposition steht zudem ein echter Coup bevor: Alexander Nübel, der aktuell beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München unter Vertrag steht, soll künftig das schwarz-weiße Trikot tragen. Aktuell müssen lediglich noch die finalen Ablöseverhandlungen mit den jeweiligen Stammvereinen abgeschlossen werden, ehe die Transfers offiziell verkündet werden können.

Millionen-Angebote aus der Wüste: Wilfred Ndidi vor dem Absprung aus Istanbul
Während auf der Zugangsseite die Drähte glühen, herrscht auch auf der Abgangsseite erhebliche Bewegung. Die Personalie des nigerianischen Mittelfeldabräumers könnte dem Verein in Kürze dringend benötigten finanziellen Spielraum verschaffen.
Der 29-jährige Wilfred Ndidi, der erst zu Beginn der vergangenen Saison für eine stattliche Summe von acht Millionen Euro vom englischen Klub Leicester City an den Bosporus gelockt wurde, hat Begehrlichkeiten auf dem internationalen Markt geweckt. Insbesondere finanzstarke Vereine aus der arabischen Golfregion buhlen intensiv um die Dienste des defensiven Mittelfeldspielers. Nach aktuellen Medienberichten sind bereits die ersten offiziellen Angebote in der Geschäftsstelle des Istanbuler Klubs eingegangen. Allerdings entsprechen die bisherigen Offerten aus Nahost noch nicht ganz den Erwartungen der Vereinsführung, weshalb die Verhandlungspartner wohl noch einmal nachbessern müssen.

Schmerzgrenze definiert: Vereinsführung verlangt die gezahlte Rekordsumme zurück
Die Verantwortlichen der Adler zeigen sich bei den Verhandlungen durchaus gesprächsbereit, haben jedoch eine klare finanzielle Schmerzgrenze gezogen, unter der kein Transfer genehmigt wird.
Nach Informationen der türkischen Tageszeitung Sabah verlangt die Vereinsführung für einen Verkauf des Nigerianers mindestens acht Millionen Euro, um die damals getätigte Investition ohne Verlust zu refinanzieren. „Der Mittelfeldspieler drängt nicht unbedingt auf einen Verbleib in Istanbul und steht einem Wechsel in die Golfregion grundsätzlich offen gegenüber“, heißt es aus dem Umfeld des Spielers. In der vergangenen Spielzeit absolvierte der Defensivspezialist wettbewerbsübergreifend 31 Pflichtspiele und stand insgesamt 2.540 Minuten auf dem Platz. Dabei steuerte er zwei Tore sowie eine Torvorlage bei und lieferte eine solide Saison ab, was seinen Marktwert trotz der durchwachsenen Vereinsleistung stabil hielt.

