Die intensive Vorbereitungsphase bei Besiktas geht ungebremst weiter. Während das Team die neuen taktischen Marschrouten verinnerlicht. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Mittelfeldakteur Wilfred Ndidi, der sich nun detailliert über die laufende Saisonvorbereitung sowie die ersten Wochen der Zusammenarbeit mit dem neuen Cheftrainer Vincenzo Italiano geäußert hat. In einem exklusiven Gespräch mit dem Sportsender beIN Sports zog der erfahrene Nigerianer eine erste Zwischenbilanz zum Trainingslager und beschrieb den spürbaren Neustart unter dem italienischen Taktiker. Der Mittelfeldstabilisator hob dabei hervor, dass die Mannschaft unter der neuen Führung mit einer enorm hohen Intensität zu Werke gehe: „Wir haben einen neuen Trainer und ein neues Trainerteam. Das Trainingslager verläuft meiner Meinung nach sehr gut und ist von einem hohen Tempo geprägt. Wir haben hier ausreichend Zeit, um das Spielsystem unseres Trainers zu verstehen.“
Flexibilität im Zentrum: Die taktische Rolle erfordert permanenten Allround-Einsatz
Die Anforderungen des Trainerstabs an die Schaltzentrale der Schwarz-Weißen gehen weit über die klassischen Aufgabenprofile auf der Position hinaus. Der 29-jährige Nationalspieler ging im weiteren Verlauf des Interviews vertiefend auf seine genaue Positionierung auf dem grünen Rasen ein. Er stellte unmissverständlich klar, dass man sein Aufgabengebiet keineswegs nur auf das zentrale Mittelfeld beschränken dürfe. Vielmehr fordere das System eine hohe Flexibilität in beide Richtungen. „Man sollte mich nicht nur als klassischen Achter sehen. Wenn wir verteidigen, muss ich der Defensive helfen. Wenn wir angreifen, muss ich mich auch offensiv einschalten“, präzisierte Wilfred Ndidi die komplexen Anforderungen an seine Person. Diese taktische Vielseitigkeit ist eng mit der gesamten Philosophie verknüpft, die Vincenzo Italiano seiner neuen Mannschaft einimpft. Laut den Aussagen des Profis verlangt der Coach ein mutiges und zielstrebiges Agieren im letzten Drittel. Der Trainer ermutige die Spieler explizit dazu, deutlich häufiger in den gegnerischen Strafraum einzudringen, wobei die ausgegebenen Anforderungen an jeden Einzelnen absolut klar formuliert seien.

Disziplin von klein auf: Dankbarkeit für den steinigen Weg bis nach Istanbul
Neben den sportlichen Aspekten blickte der defensive Mittelfeldspieler auch auf die privaten prägenden Phasen seines Lebens zurück. Abseits des Platzes gewährte der Leistungsträger sehr persönliche Einblicke in seinen Werdegang und erinnerte sich an die Anfänge seiner fußballerischen Laufbahn, die von strenger Disziplin im Elternhaus geprägt war. Er berichtete schmunzelnd, dass er ganz genau wusste, wann sein Vater nach Hause kommen würde, und er dann auf jeden Fall rechtzeitig da sein musste, da auch diese strikten Regeln ein elementarer Teil seines persönlichen Weges gewesen seien. Zum Abschluss des Gesprächs bilanzierte der Star-Einkauf seine bisherige Entwicklung überaus positiv. Wilfred Ndidi betonte abschließend, dass er unendlich dankbar dafür sei, heute an diesem erfolgreichen Punkt seiner Profikarriere im Trikot von Besiktas angekommen zu sein.

