Die Kaderplanungen an der Schwarzmeerküste nehmen pünktlich zum Start der neuen Spielzeit gigantische Formen an. Der ukrainische Mittelfeldregisseur Ruslan Malinovskyi, den Trabzonspor vom italienischen Serie-A-Klub CFC 1893 Genua fest verpflichtet hat, ist vor dem offiziellen Beginn der Saisonvorbereitung in der türkischen Hafenstadt eingetroffen. Am Flughafen wurde der erfahrene Profi von Vereinsvertretern und zahlreichen euphorischen Fans der Bordeauxrot-Blauen mit Blumen empfangen. Vor dem anstehenden Trainingsauftakt im Mehmet Ali Yilmaz Trainingszentrum sprach der Neuzugang am Mikrofon der anwesenden Medienvertreter ausführlich über seine Beweggründe. „Schon vom ersten Tag an habe ich gesehen, wie professionell und ernsthaft der Verein arbeitet. Das war einer der wichtigsten Gründe für meine Entscheidung“, erklärte der Routinier glücklich und fügte hinzu: „Ich habe mich bei Ekuban, Zubkov und Batagov über Trabzonspor informiert. In den Gesprächen mit unserem Trainer haben wir über meine Rolle im Team und unsere Spielidee gesprochen. Auch die Teilnahme an den Europapokal-Wettbewerben war ein wichtiger Faktor. Mir wurde von Anfang an mit großem Respekt und Professionalität begegnet. Ich bin überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

Vielseitigkeit als Trumpf: Der neue ukrainische Leitwolf will jungen Talenten helfen
In den taktischen Überlegungen des Trainerstabs nimmt der erfahrene Nationalspieler ab sofort eine absolute Schlüsselrolle ein. Bezüglich der intensiven Unterredungen mit Cheftrainer Fatih Tekke betonte der Ukrainer, dass man über sehr viele sportliche Themen gesprochen habe. Er wolle seinen Mitspielern vor allem als Vorbild dienen, den jungen Akteuren helfen und seine jahrelange internationale Erfahrung weitergeben. Hinsichtlich seiner Positionierung auf dem Rasen zeigt sich der Defensivkünstler maximal flexibel. In der vergangenen Spielzeit habe er im zentralen Mittelfeld eher defensiv agiert, während er in seiner Zeit bei Atalanta Bergamo häufig als Zehner im Einsatz gewesen sei. Er könne problemlos verschiedene Positionen bekleiden und werde überall dort sein Bestes geben, wo ihn die Mannschaft am dringendsten brauche. Wie der Neuzugang ausführte, habe die Präsenz seiner Landsleute den Entschluss enorm erleichtert. Da er seine Wintertrainingslager früher oft in der Türkei verbracht habe, sei ihm das Land keineswegs fremd. Dass Oleksandr Zubkov und Arseniy Batagov hier unter Vertrag standen, sei wichtig gewesen. Während Batagov nach einer starken Saison aktuell verletzt sei, habe Zubkov den Klub nach guten Leistungen inzwischen verlassen. Der 32-jährige Nationalspieler hat einen Dreijahresvertrag unterzeichnet. Der Verein garantiert ihm in den Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 ein Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro sowie einen Unterschriftsbonus von 500.000 Euro pro Saison. Auch in der Saison 2028/29 beläuft sich das Fixgehalt auf 1,5 Millionen Euro.

Noah Saviolo bricht alle Rekorde: Teuerster Flügelstürmer der Klubgeschichte im Anflug
Kaum war der ukrainische Starkicker durch die Ankunftshalle geschritten, vermeldete der Verein direkt den nächsten Transfercoup von historischem Ausmaß. Mit dem portugiesischen Außenbahnspieler Noah Saviolo strotzt die Offensive künftig vor purer Dynamik. Der 22-jährige Flügelstürmer wechselt vom portugiesischen Erstligisten Vitoria SC Guimaraes an den Bosporus und zählt aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen zu den absolut teuersten Transfers der gesamten Vereinsgeschichte. Für den Transfer überweist die Klubführung eine stolze Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro, die in vier Raten beglichen wird, an die Portugiesen. Zudem enthält das Vertragswerk erfolgsabhängige Bonuszahlungen von bis zu drei Millionen Euro. Der Youngster zeigte sich bei seiner Landung sichtlich beeindruckt vom Empfang. „Das Wichtigste, was mir der Verein in den Gesprächen vermittelt hat, war Vertrauen. Ich bin ein junger Spieler und sehr glücklich, jetzt für Trabzonspor zu spielen. Ich möchte so schnell wie möglich mit dem Training beginnen und meiner Mannschaft helfen“, gab der Offensivakteur zu Protokoll.

Keine Angst vor dem Eins-gegen-Eins: Der Rekordtransfer will Vereinsgeschichte schreiben
Die enorme Ablösesumme schüchtert den portugiesischen U21-Nationalspieler keineswegs ein, sondern dient ihm vielmehr als zusätzlicher Ansporn. Der Neuzugang ist sich der immensen Erwartungshaltung an seiner neuen Wirkungsstätte vollkommen bewusst. Er freue sich sehr, Teil eines so bedeutenden Transfers zu sein. Dies gebe ihm großes Selbstvertrauen, bringe aber natürlich auch eine Menge Verantwortung mit sich, die er mit starken Leistungen auf dem Platz schnellstmöglich zurückzahlen wolle. Seinen eigenen, spektakulären Spielstil beschrieb der Portugiese angriffslustig: „Wie unser Trainer bereits gesagt hat, bin ich ein Spieler, der gerne Eins-gegen-Eins-Duelle sucht und Dribblings liebt. Ich habe nie Angst, etwas zu versuchen. Das werden die Fans auf dem Platz sehen. Gleichzeitig bin ich lernbereit. In der Mannschaft gibt es erfahrene Spieler, von denen ich viel profitieren kann. Das ist für junge Spieler ein großer Vorteil.“ Er sei nach eigenen Angaben gekommen, um das Team bestmöglich zu unterstützen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und einen festen Platz in der Historie des Klubs einzunehmen. Er wolle viele Tore erzielen, wobei es für ihn keine Rolle spiele, ob er auf der rechten oder linken Außenbahn eingesetzt werde. Wichtig sei einzig und allein, zum Teamerfolg beizutragen.

