An der Schwarzmeerküste droht eine Transfer-Saga der extremen Art die sportliche Vorbereitung komplett auf den Kopf zu stellen. Trabzonspor-Top-Stürmer Paul Onuachu liegt ein astronomisches Angebot aus dem Nahen Osten vor, das dem Angreifer das sage und schreibe Elffache seines aktuellen Jahresgehalts einbringen soll. Während der 32-jährige Nigerianer die Offerte dem Vernehmen nach bereits vollumfänglich akzeptiert hat, schaltet die Vereinsführung der Bordeaux-Blauen nun auf stur. Ein vorliegendes Ablöseangebot in Höhe von 20 Millionen Euro wurde von den Türken nicht nur rigoros abgelehnt, der Klub hat den werbenden Verein wegen illegaler Abwerbung mittlerweile sogar offiziell beim Weltverband FIFA angezeigt. Damit schlittert der Traditionsverein mitten in eine handfeste vereinsinterne Krise rund um seinen wertvollsten Offensivakteur, der erst im vergangenen Sommer für eine stattliche Summe von 5,6 Millionen Euro vom englischen Premier-League-Klub FC Southampton an das Schwarze Meer gewechselt war und dort derzeit rund zwei Millionen Euro pro Jahr einstreicht.

Das 22-Millionen-Euro-Versprechen: Der letzte große Karrieredeal lockt den Angreifer
Die finanziellen Dimensionen der Offerte aus der Wüste sprengen jeglichen Rahmen des türkischen Fußballs und haben den Spieler zum Umdenken bewegt. Der finanzstarke saudi-arabische Erstligist Al-Ahli SFC hat den Angreifer ins Visier genommen und will den Deal mit aller Macht durchdrücken. Wie ein detaillierter Hintergrundbericht der renommierten Tageszeitung Sözcü enthüllt, bietet der Wüstenklub dem nigerianischen Nationalspieler ein unvorstellbares Jahresgehalt von rund 22 Millionen Euro. Für den Routinier geht es bei diesem Wechselwunsch schlichtweg um die wirtschaftliche Absicherung für die Zeit nach der aktiven Laufbahn. Er möchte mit diesem Kontrakt, der einem astronomischen Wochengehalt von umgerechnet 450.000 Euro entspricht, den letzten ganz großen Vertrag seiner Profikarriere unterschreiben. Aus diesem Grund hat der Knipser den saudischen Verantwortlichen bereits seine mündliche Zusage erteilt und pocht nun intern vehement auf die Freigabe durch seinen aktuellen Arbeitgeber.

Trabzonspor reagiert mit FIFA-Anzeige: Unerlaubte Verhandlungen sorgen für ein Nachspiel
Die Vereinsführung weigert sich standhaft, den Stürmer unter Marktwert ziehen zu lassen und zieht als Reaktion vor die höchste sportliche Instanz. Die Verantwortlichen in Trabzon denken jedoch überhaupt nicht daran, ihr sportliches Aushängeschild ohne Weiteres abzugeben. Die Offerte von Al-Ahli über eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro wurde umgehend als unzureichend zurückgewiesen. Viel schwerer wiegt für die Bordeaux-Blauen jedoch der Vertrauensbruch auf diplomatischer Ebene. Da Paul Onuachu an der Schwarzmeerküste noch über ein gültiges Arbeitspapier für 2+1 Jahre verfügt, sind direkte Verhandlungen ohne die Zustimmung des abgebenden Vereins laut den Statuten strengstens untersagt. Weil die Saudis dennoch den direkten Draht zum Spieler suchten und Einigkeit erzielten, hat die Clubführung den Fall nun offiziell vor die FIFA gebracht, was ein juristisches Nachspiel für den Wüstenklub nach sich ziehen dürfte.

