Im türkischen Kampfsport bahnt sich eine regelrechte Wachablösung im Nachwuchsbereich an, die international bereits für großes Aufsehen sorgt. Die erst 15-jährige Özge Gündag aus der anatolischen Metropole Eskisehir hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der vielversprechendsten Ausnahmetalente im Kickboxen entwickelt. Die junge Kampfsportlerin, die diesen Sport seit nunmehr fünf Jahren intensiv betreibt, feierte jüngst bei einem internationalen Top-Turnier den endgültigen Durchbruch auf der ganz großen Bühne. Gleich drei Weltcup-Titel sowie zwei türkische Meisterschaften in unterschiedlichen Kategorien räumte die Athletin ab und untermauerte damit ihre absolute Vormachtstellung, nachdem sie zuvor bereits auf nationaler Ebene reihenweise Meisterschaften sammelte.
Dominanz in zwei Disziplinen: Die Goldjagd im Light Contact und Kick Light
Bei den jüngsten internationalen Titelkämpfen zeigte die Nachwuchskämpferin keine Nerven und deklassierte die Konkurrenz in beeindruckender Manier. Die junge Sportlerin trat bei dem hochkarätig besetzten Turnier in den zwei anspruchsvollen Kickbox-Varianten Light Contact sowie Kick Light an. Mit einer perfekten taktischen Einstellung setzte sie sich in beiden Kategorien gegen die internationale Elite durch und sicherte sich jeweils verdient den prestigeträchtigen Weltcup-Sieg. Hinter diesen herausragenden Ergebnissen steckt laut ihren eigenen Angaben ein beispielloser, eiserner Trainingsfleiß, der ihr im Alltag alles abverlangt. Während der intensiven Wettkampfvorbereitung absolvierte die Athletin täglich ein straffes, dreistündiges Trainingsprogramm, um physisch wie mental in der Form ihres Lebens zu sein.

Eiserne Disziplin im Alltag: Drei Stunden Training zwischen den Schulstunden
Der Alltag des Teenagers unterscheidet sich drastisch von dem gleichaltriger Jugendlicher und ist komplett auf den maximalen sportlichen Erfolg ausgerichtet. „Im vergangenen Jahr wurde ich türkische Vizemeisterin und türkische Meisterin. Zudem hatte ich bereits zuvor einen Weltcup-Titel gewonnen. In diesem Jahr kamen zwei weitere Weltcup-Siege sowie ein weiterer türkischer Meistertitel hinzu. Ich betreibe diesen Sport seit fünf Jahren. Während der Vorbereitung auf die Wettkämpfe habe ich täglich drei Stunden trainiert – einmal vor der Schule und zweimal danach. Gemeinsam mit meinem Trainer habe ich intensiv an Pratzen und Sandsack gearbeitet. Seit zwei Jahren trainiere ich besonders intensiv mit Krafttraining. In den Jahren zuvor absolvierte ich meist nur eine Trainingseinheit pro Tag. Mein Ziel ist es, in die Nationalmannschaft berufen zu werden und unsere Nationalhymne auf der ganzen Welt erklingen zu lassen“, gab Özge Gündag in einem emotionalen Statement tiefen Einblick in ihren harten Alltag.

Stolzer Coach zieht Bilanz: Gegnerinnen reihenweise in Runde eins deklassiert
Ihr Heimtrainer zeigt sich von der gnadenlosen Effizienz seines Schützlings begeistert und lobt die professionelle Einstellung auf dem Weg zum Triumph. Trainer Furkan Altinok sparte im Anschluss an das Turnier nicht mit Lob für das Ausnahmetalent. Er berichtete, dass bei einem Weltcup im Durchschnitt fünf kräftezehrende Kämpfe pro Disziplin absolviert werden müssen, woraufhin die Vorbereitung perfekt abgestimmt wurde. Technisch wie konditionell habe sie außergewöhnlich hart an ihren Defiziten gearbeitet. „Sie stand morgens bereits um sechs Uhr zum Training auf, ging anschließend zur Schule und trainierte nach dem Unterricht erneut. Der Einsatz hat sich ausgezahlt. Sie besiegte alle ihre Gegnerinnen bereits in der ersten Runde. Nur ein oder zwei Kämpfe gingen überhaupt in die zweite Runde. Wir haben den Lohn für unsere harte Arbeit erhalten“, analysierte der sichtlich stolze Erfolgscoach. Als nächstes großes Fernziel gab das Trainergespann aus, sämtliche Athleten optimal für die türkische Nationalmannschaft zu formen, um bei den anstehenden Welt- und Europameisterschaften für Furore zu sorgen.

