Nach einem überaus aktiven und zielgerichteten Start in die aktuelle Wechselperiode treiben die Verantwortlichen in Kadiköy nun auch die Kaderbereinigung voran. Die Vereinsführung der Gelb-Marineblauen hat offizielle Verhandlungen über Akteure aufgenommen, die den Klub in den kommenden Wochen verlassen könnten. Nachdem Fenerbahce unmittelbar nach den jüngsten Präsidentschaftswahlen das Tempo auf dem Transfermarkt spürbar angezogen und bereits namhafte Verstärkungen wie Vedat Muriqi, Nathan Ake sowie Adem Yesilyurt unter Vertrag genommen hat, liegt der Fokus der Kaderplaner nun verstärkt auf der Verkaufsseite. Wie das kroatische Sportportal TPortal in einem aktuellen Exklusivbericht meldet, stehen der türkische Spitzenklub und der kroatische Spitzenverein Dinamo Zagreb unmittelbar vor einer vollständigen Einigung über den Transfer von Torhüter Dominik Livakovic. Der erfahrene Schlussmann drängt demnach vehement auf einen dauerhaften Wechsel zurück in seine vertraute Heimat.
Verrechnung offener Raten: Kroaten bieten Millionen-Paket für den Nationaltorwart
Die Verhandlungen zwischen den beteiligten Vereinen laufen auf Hochtouren, wobei ein kreatives Finanzmodell die endgültige Einigung beschleunigen soll. Die sportliche Führung von Dinamo Zagreb zeigt sich fest entschlossen, den Deal zeitnah zu realisieren, und hat bereits konkrete finanzielle Rahmenbedingungen auf den Tisch gelegt. Die Kroaten bieten der Chefetage in Istanbul eine fixe Ablösesumme in Höhe von drei Millionen Euro, die durch zusätzliche Bonuszahlungen um eine weitere eine Million Euro ansteigen könnte. Darüber hinaus beinhaltet das Angebot des Traditionsvereins eine geschickte Verrechnungsmethode: Der Klub aus der kroatischen Metropole beabsichtigt, eine noch ausstehende Rate von einer Million Euro, die Fenerbahce dem Verein aus dem ursprünglichen Transfergeschäft schuldet, komplett zu erlassen. Durch diesen finanziellen Kniff würde sich das Gesamtvolumen des aktuellen Deals auf effektiv drei Millionen Euro belaufen, womit alle verbleibenden Konten zwischen den beiden Klubs auf einen Schlag ausgeglichen wären.

Rückblick auf das Transfergeschäft: Ein teurer Einkauf vor dem endgültigen Abschied
Die sportliche Reise des kroatischen Keepers am Bosporus war von häufigen Leihgeschäften geprägt und findet nun ein baldiges Ende. Die Gelb-Marineblauen hatten Dominik Livakovic im Sommer 2023 für eine stattliche Ablösesumme von 6,65 Millionen Euro von genau diesem Verein losgeeist. Der große sportliche Durchbruch in Istanbul blieb dem mittlerweile 31-jährigen Nationalkeeper jedoch verwehrt, was sich auch in seiner jüngsten Vita widerspiegelt. In der vergangenen Spielzeit kam der Torwart für die Istanbuler kaum noch zum Zuge: Während er die gesamte erste Hälfte der abgelaufenen Saison auf Leihbasis beim spanischen Überraschungsteam FC Girona verbrachte, hütete er in der zweiten Saisonhälfte bereits wieder leihweise das Gehäuse von Dinamo Zagreb. Nun deutet alles darauf hin, dass die zweite Leihstation in Kürze zu einer festen und dauerhaften Bleibe für den Routinier wird.


