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Home»Besiktas»Murat Kaytaz: „Die Ziele für Besiktas enden nie“ – Abraham, Jota Silva und Djalo erleichtert
Besiktas 9. November 2025

Murat Kaytaz: „Die Ziele für Besiktas enden nie“ – Abraham, Jota Silva und Djalo erleichtert

Von Gazetefutbol07 Minuten Lesezeit
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Foto: IHA

 

 

 

 

Besiktas hat mit dem 3:1-Auswärtssieg bei Hesap.com Antalyaspor in der zwölften Spielwoche der Trendyol Süper Lig sportlich einen Befreiungsschlag gelandet – und zugleich ein klares Signal gesendet, dass die Saisonziele in einer der Wiegen des türkischen Fußballs noch lange nicht abgehakt sind. Die Treffer von Tammy Abraham, Tiago Djalo und Jota Silva sorgten für Erleichterung, doch auf der Pressekonferenz nach der Partie lag der Fokus von Assistenztrainer Murat Kaytaz weniger auf Selbstzufriedenheit als auf Ambitionen und Entwicklung. „Die Ziele für Besiktas enden nie„, stellte er unmissverständlich klar.

Kaytaz über System, Pressing und Schlüssel zum Sieg

Kaytaz erinnerte daran, dass Antalyaspor nach dem Trainerwechsel ein neues System auf den Platz gebracht habe und Besiktas sich taktisch gezielt darauf vorbereitet habe. „Wir haben nach den Prinzipien gearbeitet, ein Spiel gegen das Front-Pressing des Gegners aufzubauen„, erklärte der Assistenzcoach. Man habe versucht, hinter die Formation des Gegners zu kommen und vor allem die Qualitäten von Vaclav Cerny in Szene zu setzen: „Wir haben hart gearbeitet, um Cernys Fähigkeiten auszunutzen.“ Besonders wichtig waren ihm dabei die einstudierten Abläufe mit Ballverlusten. Dort sei das Team im Gegenpressing meist stabil gewesen, auch wenn er einräumte, dass „manchmal auch Unglück passieren“ könne.

Standardstärke als Trainingsprodukt

Einen Schwerpunkt legte Murat Kaytaz auf die Standardsituationen, die aus seiner Sicht in Antalya zum Unterschied wurden. „Wir haben diese Woche hart an den stehenden Bällen gearbeitet. Das Tor, das wir erzielt haben, war das Ergebnis dieser Arbeit„, betonte er. Die Mannschaft habe deutlich verbessert agiert, wenn sie den Ball verlor, und sei schnell wieder in den Druck gegangen. Entscheidend sei für ihn gewesen, dass sich die Spieler nicht mit dem Verwalten eines Vorsprungs zufriedengaben: „Unser schönster Sieg heute war, dass wir im Team nicht den Instinkt gesehen haben, nur den Spielstand zu schützen. Selbst als es 2:1 stand, blieben wir ruhig und haben das Spiel kontrolliert.“

„Von heute an ist der alte Besiktas vorbei“

In seiner Bewertung ging Kaytaz weit über das einzelne Spiel hinaus und sprach von einem mentalen und körperlichen Entwicklungsschub innerhalb der Mannschaft. „Wir haben das Vorbereitungscamp zu Beginn der Saison nicht erlebt, die Werte waren nicht gut, als wir ankamen„, erklärte er rückblickend. In der Länderspielpause habe das Trainerteam gezielt daran gearbeitet, die Grundlagen zu verbessern. „Die Spieler sind jetzt widerstandsfähiger und selbstbewusster. Von heute an ist dieser alte Besiktas vorbei„, sagte er. Gleichzeitig definierte er die Ziele glasklar: „Die Meisterschaft ist vorbei, das Handtuch ist geworfen, das Licht ist aus – ist das so? Nicht für uns. Wir müssen in Europa sein. Wir werden Zweiter oder Dritter in der Liga, wir werden den Pokal gewinnen. Unsere Ziele werden nicht enden!“

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Dank an die Fans und Selbstverständnis der Mannschaft

Zum Abschluss seiner Ausführungen richtete Murat Kaytaz besondere Worte an die Fans. Die Anhänger hätten das Team auf dem Weg nach Antalya nicht allein gelassen, das spüre die Mannschaft. „Solange wir unser eigenes kraftvolles Spiel spielen, werden wir keine Probleme haben„, meinte er. Man arbeite sehr hart und sei überzeugt, „dass wir es mit der Qualität dieses Teams erreichen werden„. Der 3:1-Sieg sei daher nicht nur ein wichtiges Resultat für die Tabelle, sondern auch ein Baustein für ein neues Selbstverständnis, in dem Besiktas wieder als Einheit auftritt.

Abraham über Traumtor und defensive Reife

Tammy Abraham, der in Antalya sein zehntes Tor für Besiktas erzielte und laut Opta mit 1:39 Minuten das schnellste Tor in der Ligahistorie von Besiktas erzielt hat, sprach nach Abpfiff von einem besonderen Moment. „Ich glaube, ich habe eines DER Saisontore geschossen„, sagte der englische Angreifer. Er habe das Tor genau vor Augen gehabt: „Ich sah das Tor, sah, dass niemand den Ball berühren würde. Ich beschloss, zu schießen – und es war ein Tor.“ Noch wichtiger als der persönliche Treffer war für ihn allerdings der Gesamteindruck. „Wir haben das Spiel gut begonnen, mit Verlangen. Das war es, was wir tun wollten – gut anfangen„, erklärte Abraham. Man habe sich früh Chancen erarbeitet, müsse das künftig „immer so“ tun. Für die zweite Halbzeit habe er eine schwierige Phase erwartet: „Wir sind auswärts gegen eine gute Mannschaft angetreten, die das Spiel gewinnen wollte. Wir haben gut verteidigt, das war heute ein wichtiges Detail.“ Besonders freute ihn der Treffer von Jota Silva: „Jota kam ins Spiel und erzielte das dritte Tor. Ich freue mich für ihn und mein Team. Wir wollen so weitermachen.“

Tiago Djalo: Erstes Tor und Lob für die Defensive

Auch Tiago Djalo durfte sich über ein persönliches Highlight freuen: Der Innenverteidiger erzielte per Kopf sein erstes Tor in der Karriere. „Ich bin froh, dass ich es versucht habe, aber noch glücklicher bin ich über den Sieg„, betonte er und hob die Teamleistung hervor: „Das Team hat heute auf dem Spielfeld großartige Arbeit geleistet.“ Dass man das Gegentor kassierte, störte ihn dennoch: „Wir hätten das Tor nicht kassieren dürfen. Nach dem Gegentreffer hätte es schlimmer kommen können, aber wir haben es nicht zugelassen.“ Djalo lobte auch die Zusammenarbeit mit Gabriel Paulista: „Es ist einfach, mit Gabriel Paulista zu spielen. Wir kommen aus einer ähnlichen Kultur, wir ergänzen uns gut. Es war unser erstes Spiel zusammen.“ Zunächst verwies er darauf, dass in der Süper Lig jede Partie hart sei und man „entsprechend handeln“ müsse. Er erinnerte daran, dass er im Vorjahr bereits zwei Tore erzielt habe und sich grundsätzlich als Verteidiger sieht, „der Tore schießen will„. Viel Arbeit stecke vor allem in den Standards: „Wir arbeiten hart an den Bällen. Wir müssen glauben. Wenn wir daran glauben, werden wir es noch besser machen.“

Jota Silva: Erstes Tor und klares Spielverständnis

Wie Djalo traf auch Jota Silva erstmals für Besiktas. Der portugiesische Offensivspieler bezeichnete die Mannschaft als „sehr wichtiges Team“, das sich stetig verbessern müsse. „Ich denke, wir haben das Spiel sehr gut begonnen. Die erste Halbzeit war sehr gut. Wir haben früh das 1:0 gefunden und kurz danach das zweite Tor„, analysierte er. Gegen Ende des ersten Durchgangs habe man sich allerdings „zu weit zurückgezogen“ und sei etwas aus dem Spiel gefallen. Besonders kritisch sah er den Start in die zweite Halbzeit: „Wir waren nicht im Spiel, haben dem Gegner Chancen gegeben und das Gegentor kassiert. Das müssen wir als Team beheben.“

Für Jota ist klar, wie Besiktas künftig auftreten muss: „Wir müssen den Ball ständig haben, der Ball muss bei uns bleiben. Wir müssen geduldig zirkulieren, das Spiel dominieren und die richtigen Chancen zur richtigen Zeit nutzen. Das ist es, was wir die ganze Saison über tun müssen.“ Der Sieg in Antalya sei auch deshalb wichtig gewesen, weil man „schon länger keine drei Punkte mehr geholt“ habe. „Wir haben gute Arbeit geleistet. Wir müssen weiter arbeiten, um besser zu werden„, so der Offensivmann.

Teamspirit, Assists und Beiträge von der Bank

Besonders positiv hob Jota Silva die Unterstützung seiner Mitspieler hervor. „Cerny hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Er hat mir einen sehr guten Assist gegeben. Ich habe den Ball nur noch sauber verwertet„, erklärte er. Auch Milot Rashica sei sehr stark gewesen: „Er ist ein schneller und guter Spieler.“ Darüber hinaus lobte er die Jokerrolle: „Der Milot hat ebenfalls einen guten Beitrag geleistet. Jeder, der reinkommt, hilft dem Team.“ Für Jota steht der Zusammenhalt über allem: „Wir sind alle zusammen, wir essen zusammen, wir sind eine gute Gruppe. Jeder ist in diesem Team sehr wichtig. Heute hat jeder einen großen Beitrag geleistet und etwas Gutes auf den Platz gebracht. Gewinnen ist wichtig – und so wollen wir weitermachen.“

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